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Ribnitz-Damgarten Förderverein fordert sicheren Schulweg
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Förderverein fordert sicheren Schulweg
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17:11 26.06.2018
Wenn die Eltern ihre Kinder am Morgen zur Schule bringen, wird es eng in der Neuen Straße in Damgarten. Quelle: Robert Niemeyer
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Ribnitz-Damgarten

„Die Verkehrssituation in der Neuen Straße und in der Schulstraße in Damgarten ist unmittelbar vor Unterrichtsbeginn, das heißt von etwa 7.30 bis 7.45 Uhr unbefriedigend“, darauf wies Ronny Meyer vom Förderverein der evangelischen Grundschule Damgarten in der Sitzung des Stadtausschusses Damgarten hin.

Das Verkehrsaufkommen sei in dieser Zeit sehr hoch, es werde häufig zu schnell gefahren und es werde häufig an der falschen Stelle gehalten, so lautet der Befund. Hinzu kommen dann noch die Schulbusse, so dass so manches Mal eine Pattsituation zwischen Bus und Pkw entstehe. Dies alles zusammengenommen stelle eine latente Gefahr für die Schülerinnen und Schüler dar, so Meyer.

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Der Förderverein setzt sich deshalb dafür ein, den Schulweg im unmittelbaren Umfeld der Schulen sicherer zu gestalten. Sowohl die Leitungen der Löwenzahn-Schule als auch der benachbarten Regionalschule „Rudolf Harbig“ hätten zugesagt, sich an einem entsprechenden Projekt zu beteiligen.

Dezentrale Haltezonen?

Ziel sei es, das Verkehrsaufkommen in der Neuen Straße und in der Schulstraße zu reduzieren. „Um das zu erreichen, sollen die Eltern dazu bewogen werden, die Kinder nicht bis unmittelbar vor die Schulen zu fahren“, informierte Meyer die Ausschussmitglieder. Dazu sollen ihnen Alternativen in Form von dezentralen Haltepunkten angeboten werden. Wo diese ausgewiesen werden könnten, das möchte man in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung besprechen. In jedem Falle, so Meyer, wolle man an die Freiwilligkeit der Eltern appellieren.

Der Vorsitzende des Stadtausschusses, Andreas Gohs (CDU/FDP-Fraktion), sagte Hilfe zu. „Die Schulwegsicherheit ist ein seit vielen Jahren diskutiertes Thema. Wir sollten zügig schauen, wo solche Haltezonen, die ja nur temporär wären, möglich sind. Da könnte man zum Beispiel unter anderem mit dem Netto-Markt reden.“ Es sei zu begrüßen, dass Eltern diese Initiative ergreifen. Gut sei es auch, dass die Schulen bereit seien, mitziehen. „Wir werden dieses Projekt als Ausschuss auf jeden Fall begleiten“, so Gohs.

Verkehrsberuhigte Zone?

Ausschussmitglied Hans-Dieter Konkol (CDU/FDP-Fraktion) sagte, dass, um eine Verkehrsberuhigung hinzubekommen, auch über die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone nachgedacht werden sollte.

Bürgermeister Frank Ilchmann (parteilos) sicherte ebenfalls Unterstützung zu und sagte in der Sitzung des Stadtausschusses, dass sich das Ordnungsamt mit dem Thema befassen werde. Seitens des Schulvereins wird weiter darauf hingewiesen, dass in den Schulen geprüft werde, wie dieses Thema an die Schüler und Eltern herangetragen werden könne.

Neben Elternbriefen und Gesprächsrunden sollen die Schüler aktiv an die Problematik herangeführt werden. Dazu solle geprüft werden, wie dieses Thema in den Unterricht eingebaut werden kann. In Deutsch zum Beispiel könnte dies durch das Beschreiben der Verkehrssituation geschehen und in Mathematik durch das Abbilden der Verkehrsströme über Prozentrechnung. Im Informatikunterricht könnten die Verkehrsströme in Excel ausgewertet werden.

Edwin Sternkiker