Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Freie Fahrt für Urlauber
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Freie Fahrt für Urlauber
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:21 27.03.2018
Die bekannte Bus-Linie 210 fährt von Ribnitz über die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst bis Barth und zurück. Quelle: Woldt, Elisabeth
Anzeige
Ribnitz-Damgarten/Dierhagen

Busfahren zwischen Dierhagen, Ribnitz-Damgarten im Landkreis Vorpommern-Rügen und Graal Müritz im Landkreis Rostock soll kostenlos werden – und zwar für Inhaber der Kurkarten des Dierhagens und der Bernsteinstadt. Gemeinsam mit der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) einigten sich die Beteiligten auf das Zusatz-Angebot für Urlauber. Ab 15. Mai können Gäste aus Dierhagen und Ribnitz-Damgarten kostenfrei mit den VVR-Linien 210 und 202 zwischen den drei Orten hin- und herpendeln. „Wir wollen etwas für unsere Gäste tun“, sagt Ribnitz-Damgartens Bürgermeister Frank Ilchmann. „Das ist in der Region ein Pilotprojekt. Wir schauen, ob und wie es funktioniert. Vielleicht bauen sich danach weitere Schritte darauf auf.“

Finanzierung aus der Kurabgabe

Gäste mit mehrtägigen Kurkarten oder Jahreskurkarten-Inhaber können die Verbindungen zwischen der Bernsteinstadt und den beiden Ostseebädern kostenlos nutzen. Finanziert wird das Projekt mit Einnahmen aus der Kurabgabe, bemessen an den Urlauberzahlen. Ribnitz-Damgarten zahlt im ersten Jahr knapp 5000 Euro an die VVR, Dierhagen 29000 Euro. Ende des Jahres soll das Projekt ausgewertet werden. „Gäste des Ostseebades Dierhagen werden auf diese Weise animiert, die Bernsteinstadt mit ihren Museen, Geschäften und Freizeitangeboten als Tagesausflugsziel zu besuchen“, sagt Silke Kunz, Leiterin des Büros Ribnitz-Damgartener Tourismusbüros. Andersherum können Touristen, die ihre Unterkunft in der Bernsteinstadt gebucht haben, so entspannt und kostenfrei zum Strand nach Dierhagen gelangen.

Anzeige

Dass Ribnitz-Damgarten gerade in Schlechtwetter-Zeiten als Alternative zum Strandaufenthalt gewählt wird, hatte der Sommer 2017 gezeigt, als sich an Regentagen beispielsweise das Bernsteinmuseum oder vor allem auch die Boddentherme kaum vor Gästen retten konnten. Entsprechend eng wurde es auf Parkplätzen und Straßen. Ein kostenloser ÖPNV für Urlauber könnte auch hier die Verkehrssituation entspannen.

Bald auch auf der gesamten Halbinsel?

Dieses Pilotprojekt in der Region sei auch eine Reaktion auf den gescheiterten großen Wurf mit dem Zweckverband Maritimer Lückenschluss. „Der ÖPNV war da ein großes Thema. Aber viele haben sich damit schwergetan“, sagt Christiane Müller, Bürgermeisterin der Gemeinde Dierhagen. Ein solches Projekt mit Beteiligung dreier Gemeinden – immerhin über eine Amtsgrenze und eine Landkreisgrenze hinweg – könne im Kleinen zeigen, ob eine solche Idee funktioniert. Die Erkenntnisse aus dieser Zusammenarbeit könnten in ein Konzept zum kostenlosen ÖPNV in der gesamten Region auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und möglicherweise sogar rund um den Bodden einfließen, heißt es aus dem Ribnitzer Rathaus. „Die Zahlen werden am Jahresende ausgewertet. Vielleicht kann man damit auch andere Gemeinden überzeugen, mitzumachen“, ergänzt Christiane Müller.

„Unser Ziel ist es, auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zwischen Ribnitz und Barth mittelfristig mit diesem Modell zu fahren“, sagt Hubertus Wegener, technischer Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen. Ein erstes Gespräch mit weiteren Gemeinden habe es bereits gegeben. Möglich sei auch, das Angebot zu verbessern, etwa durch einen halbstündigen Takt in den Hauptverkehrszeiten. Darüber hinaus könne auch der südliche Teil der Boddenküste mit einbezogen werden.

Auf der Insel Rügen gibt es bereits seit 2013 ein solches Projekt. Hier werden die Kurkarten der Ostseebäder Sellin, Baabe und Göhren im Südosten der Insel von der VVR als Fahrschein anerkannt. Außerdem beteiligen sich die Gemeinden Gager/Groß Zicker, Middelhagen und Thiessow daran. „Das ganzjährige Angebot wird von den Gästen sehr gern angenommen. Die Fahrgastzahlen steigen“, sagt Hubertus Wegener.

Niemeyer Robert

Mehr zum Thema

Das gibt es nur im Frühjahr: Der Keukenhof in den Niederlanden verbreitet romantische Stimmung. E-Biker wird es eher zur neuen Route des Schweizer Berges Napf ziehen. Neben den Ausflugtipps gibt es hier kurz noch wichtige neue Regeln und Gebühren für Touristen.

26.03.2018

In Ostereistedt wartet Hanni Hase auf Post, in Ober-Ostern ragt ein zwölf Meter großer Holzhase in die Luft. Auch andere Ortsnamen in Deutschland tragen das Ei oder den Hasen im Namen. Nicht überall geht es deswegen aber auch besonders österlich zu.

26.03.2018

Während der Zeit des Wilden Westens schossen in den USA viele Städte aus dem Boden, nur um bald wieder zu verschwinden. Einige aber haben sich als Geisterstädte gehalten und locken nun Touristen an - manche als Museen und andere als Ruinen. Ein Besuch in Montana.

27.03.2018
27.03.2018
27.03.2018