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Ribnitz-Damgarten Freilichtmuseum setzt auf Digitalisierung
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Freilichtmuseum setzt auf Digitalisierung
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17:45 26.10.2017
Im Freilichtmuseum Klockenhagen wird das Leben im alten Mecklenburg präsentiert.
Im Freilichtmuseum Klockenhagen wird das Leben im alten Mecklenburg präsentiert. Quelle: Peter Schlag
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Ribnitz-Damgarten-Klockenhagen

Die Freilichtmuseen in Mecklenburg-Vorpommern können in den kommenden vier Jahren mit 400 000 Euro aus dem Strategiefonds des Landes für die Forschung, Archivierung und Digitalisierung rechnen. Dies erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Susann Wippermann bei einem Besuch des Freilichtsmuseums Klockenhagen (Vorpommern-Rügen). Das Museum in dem Ribnitz-Damgartener Ortsteil werde voraussichtlich als eines der ersten von der Förderung profitieren, so Wippermann. Es besitze einen reichen Fundus an kultur- und regionalhistorisch wertvollen Museumsgütern. „Leider reichen die personellen Ressourcen vor Ort aber nicht aus, diese wertvollen Güter fachmännisch zu erfassen und zu digitalisieren. Das Museum und der Dorfverein Klockenhagen schaffen es nicht aus eigener Kraft, die erforderlichen Kapazitäten für die wichtige historische und volkskundliche Forschung bereitzustellen.“ Das Geld werde aber, so Wippermann weiter, auch anderen Einrichtungen zugute kommen, die wichtig für den Tourismus und identitätsstiftend für die Menschen der Region seien.

Mehr als 5000 Ausstellungsstücke

Fried Krüger, Geschäftsführer des Museumsvereins Klockenhagen, freut sich sehr über diese Ankündigung. Im Laufe vieler Jahre seien etwa 5000 Ausstellungsstücke zusammengetragen worden. Zwar habe man diese mit den eigenen Kräften von den Dachböden holen, trocken lagern und grob sortieren können. Die Kraft, sie zu nummerieren, zu katalogisieren und zu fotografieren habe man jedoch nicht. Aber genau das und die Präsentation im Internet wären wichtig, um sie für die volkskundliche Forschung, für Museologen und Lokalhistoriker nutzbar zu machen. Aber auch für die eigene Arbeit, zum Beispiel für die Vorbereitung von Sonderausstellungen, wäre es wichtig, alle Informationen über jedes Stück in einer Datenbank zur Verfügung zu haben. „Wir sitzen im Prinzip auf einem ungehobenen Schatz“, so Fried Krüger.

Edwin Sternkiker

19.10.2017