Geflügelpest-Ausbruch in Vorpommern-Rügen: Tierpark in Grimmen betroffen
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Vorpommern Ribnitz-Damgarten

Geflügelpest-Ausbruch in Vorpommern-Rügen: Tierpark in Grimmen betroffen

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10:23 04.02.2021
Gänse stehen auf dem Hof eines Geflügelzüchters.
Gänse stehen auf dem Hof eines Geflügelzüchters. Quelle: Bernd Settnik/dpa
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Grimmen

Im Landkreis Vorpommern-Rügen gibt es einen weiteren Ausbruch der Geflügelpest. In Altenpleen war eine infizierte Wildgans gefunden worden, im Grimmener Heimattierpark sind mehrere Hausgänse betroffen.

Gänse verendet

In dem kleinen Zoo der Stadt Grimmen sind mehrere Gänse plötzlich verendet. Deshalb wurde dort auf den Erreger getestet und mehrere Tiere sind positiv. Tiere, die nicht genügend Abstand hatten, müssten getötet werden. Der Landkreis hat einen Sperrbezirk sowie ein Beobachtungsgebiet eingerichtet.

Stadt und Veterinäramt prüfen Vorgehen

„Jetzt stimmen wir unser Vorgehen im Tierpark mit dem Veterinäramt des Landkreises ab“, sagt Stadtsprecher Thorsten Erdmann zum weiteren Vorgehen. Die Mitarbeiter seien tief betroffen und hoffen, dass nicht alle Vögel im Zoo getötet werden müssen. Jetzt müsse geprüft werden, was unternommen werden muss, um die Geflügelpest einzudämmen.

Im Heimattierpark leben verschiedene Gänse und Enten, aber auch Sing- und Ziervögel sowie besondere Vögel wie der „Lachende Hans“. Insgesamt bietet der Tierpark in Grimmen rund 200 Tieren in 40 Arten auf gut 2,6 Hektar ein Zuhause.

Kein Kontakt zu Wildgeflügel

Aktuell kommt es immer wieder zu Ausbrüchen der gefürchteten Geflügelpest in Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern. Erst vergangenen Freitag war ein Fall in einem Mastbetrieb im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit 20.000 Puten bekannt geworden.

Minister Till Backhaus (SPD) hatte erneut zur Aufmerksamkeit gemahnt. Hausgeflügel dürfe keinen Kontakt zu Wildvögeln haben, von denen der Erreger eingeschleppt werden könne. Wenn Tiere krank erschienen oder sich auffällig verhielten, sollten Halter sofort das zuständige Veterinäramt informieren.

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Für die Geflügelhaltungen im Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet gilt ab sofort die Stallpflicht.

Weiterhin sind die Tierhalter im Sperrbezirk verpflichtet, die Ein- und Ausgänge zu den Geflügelhaltungen gegen unbefugtes Betreten zu sichern sowie Gerätschaften oder Fahrzeuge die in der Geflügelhaltung eingesetzt werden regelmäßig zu reinigen und desinfizieren.

Im Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet dürfen zudem keine lebenden gehaltenen Vögel, Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie Erzeugnisse von Geflügel und Federwild aus oder in den Bestand verbracht werden. Ebenso darf der Geflügelmist nicht in oder aus dem Bestand verbracht werden.

Weitere Infos: https://www.lk-vr.de/Hinweise/Geflügelpest/

Von Almut Jaekel