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Ribnitz-Damgarten Gewinnspielbetrug bei Ribnitz-Damgarten: 61-Jähriger um mehr als 5000 Euro geprellt
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Gewinnspielbetrug bei Ribnitz-Damgarten: 61-Jähriger um mehr als 5000 Euro geprellt
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15:45 06.11.2019
Per Telefon meldeten sich die Betrüger bei einem 61-Jährigen Einwohner im Amtsbereich Ribnitz-Damgarten und prellten ihn um mehr als 5000 Euro. Quelle: dpa
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Ribnitz-Damgarten/Grimmen

Mit der Masche falscher Gewinnversprechen haben Trickbetrüger im Landkreis-Vorpommern-Rügen zugeschlagen. Der Polizei wurden Fälle aus Ribnitz-Damgarten und Grimmen gemeldet. In einem Dorf bei Ribnitz-Damgarten fiel ein 61-Jähriger auf den Trickbetrug herein. Er wurde um mehr als 5000 Euro geprellt. In Grimmen vereitelte ein Tankstellen-Mitarbeiter den Betrugsversuch.

Vermeintlicher Gewinn: 97 000 Euro

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, erhielt der 61-Jährige aus einem Dorf im Amt Ribnitz-Damgarten bereits am 25.Oktober den Anruf eines angeblichen Rechtsanwaltes, der ihm mitteilte, dass er 97 000 Euro gewonnen habe. Für Geldtransport und Gebühren müsse er über 3000 Euro überweisen.

Mehrere Tage wurden der Mann und schließlich auch seine Tochter am Telefon unter Druck gesetzt und immer wieder mit fadenscheinlicher Begründung aufgefordert, Geld zu transferieren, weil irgendetwas schief gelaufen sei. Angeblich habe es Transportprobleme gegeben, sei die IBAN falsch war und so weiter.

Daraufhin wurden in mehreren Vorgängen (Moneygram und WesternUnion) über 5000 Euro in die Türkei überwiesen. Schließlich rief sogar noch mehrfach ein Mann an, der sich als Beamter der Kriminalpolizei Barth ausgab. Er drohte bei Unterlassung weiterer Zahlungen dem Geschädigten mit Untersuchungshaft. Auch die Tochter wolle man abholen und wegen Geldwäsche in den Knast werfen.

Zudem wurde gedroht, niemanden anzurufen, da die Telefone abgehört werden. Dies war der Punkt, an dem sich der Geschädigte schließlich an die echte Polizei in Ribnitz-Damgarten wandte und der – leider erfolgreiche – Trickbetrug aufflog.

Tankstellen-Mitarbeiter bewahrt Frau in Grimmen vor Geldverlust

In Grimmen wurde eine 41-jährige Frau am Montag von einem Telefon mit Berliner Rufnummer angerufen. Ihr wurde der Gewinn von über 28 000 EUR versprochen. Am Folgetag rief eine Schweizer Sicherheitsfirma aus Zürich an und wollte die Geldübergabe regeln. Für Gebühren, Notar und Transport würden 900 Euro fällig werden, hieß es. Aus Gründen möglicher Bestechungsversuchen könne man die Gebühren nicht in bar annehmen. Deshalb wurde die 41-Jährige aufgefordert, sogenannte Steamkarten zu erwerben. Am besten sei es, die Karten bei mehreren Tankstellen zu kaufen, riet die vermeintliche Sicherheitsfirma in der Schweiz.

Die Geschädigte begab sich daraufhin zu einer Tankstelle in Grimmen und erwarb zwei Karten im Wert von 100 Euro. Ein Mitarbeiter der Tankstelle telefonierte jedoch mit der Firma, die für die Aktivierung der Karten zuständig ist und erhielt von dort eine Warnmeldung. Das bewahrte die 41-Jährige vor Geldverlust. Sie konnte die Karten zurückgeben und erstattete Anzeige.

Masche Gewinnspielversprechen: 114 Anzeigen erstattet

Die Trickbetrugsmasche der Gewinnspielversprechen hält die Polizei auf Trab. Nach Angaben eines Sprechers des Polizeipräsidiums Neubrandenburg wurden in dessen Bereich in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits 114 Anzeigen erstattet. Davon waren zwölf erfolgreich. Die Geschädigten verloren dabei etwa 40 000 Euro. „Wir gehen von einer sehr hohen Dunkelziffer aus, sowohl bei den Versuchen, als auch bei den geglückten Fällen“, teilt der Sprecher weiter mit.

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