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Ribnitz-Damgarten Grandioser Ausklang der „Naturklänge“ in Ahrenshoop
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Grandioser Ausklang der „Naturklänge“ in Ahrenshoop
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20:04 07.09.2019
Zum Abschlusskonzert der Naturklänge-Reihe gab sich am Samstag das „Saxofonquadrat“ aus Berlin die Ehre. Quelle: Timo Richter
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Ahrenshoop

Den reinen Klang des Saxofons haben am Samstag rund 1100 Zuhörer am Hochufer zwischen Wustrow und Ahrenshoop erlebt. Mit einer kleinen Performance startete das „Saxofonquadrat“ ein spannendes Abschlusskonzert der Naturklänge-Reihe. Die Berliner Musiker begeisterten zusammen mit den Pianisten Ulrike Mai und Lutz Gerlach, zugleich künstlerischer Leiter der Konzert-Reihe, mit ungewöhnlichen Interpretationen, die mit Blick auf Regenwolken in der Ferne zusätzliche Bedeutung erhielten.

Angesichts der Wetterlage nannte es der Ahrenshoop Kurdirektor Roland Völcker eine „spannende Entscheidung“, die Musiker auf dem Hochufer auftreten zu lassen. Vorsorglich wurde am Nachmittag noch ein Pavillon aufgebaut, damit Künstler und Instrumente unbeschadet von möglichem Regen bleiben. Als Notvariante stand sogar eine komplette Bühne bereit, um den Musikgenuss in der Natur zu ermöglichen.

Saxofonquadrat“ fesselt Publikum

Verzichten musste das Publikum in diesem Jahr auf einen spektakulären Sonnenuntergang, nicht aber auf Wolkenformationen an einem Himmel, der mehrfach seine Farbe änderte. Knackscharf waren am Horizont Frachter und Schwedenfähren zu sehen. Und natürlich nicht musste das Publikum auf einen besonderen Musikgenuss verzichten. Das „Saxofonquadrat“ verstand es, das Publikum zu fesseln.

Eingangs hatte Lutz Gerlach die Devise ausgegeben, das Konzert werde „keine Technikschlacht“. Und so spielten das Quartett weitgehend im Einklang mit der Natur. Genau das ist auch das Erfolgsrezept der Musikreihe, wie Jens Oulwiger, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst, als Veranstalter sagt.

Einheimische profitieren von „Naturklängen

Die „Naturklänge“ seien genau das, was in die Region passe, ist Jens Oulwiger überzeugt. Nach dem Betreiberwechsel im Schloss Schlemmin sei zwar ein wichtiger Spielort weggefallen, aber mit dem Vogelpark Marlow komme möglicherweise ein neuer Spielort dazu. Die Gespräche dazu laufen. Und auch noch ein weiterer Spielort sei im Gespräch.

Passend für die Region ist die Reihe gleich in mehrfacher Hinsicht, wie der Tourismus-Chef für die Region einschätzt. So sei die Organisation der einzelnen Konzerte von den jeweils gastgebenden Kommunen zu stemmen. Zudem seien die Konzerte auch ein schönes Angebot für Einheimische. Ohne Urlauber wäre die Reihe womöglich nie zustande gekommen, „die helfen uns, so etwas zu entwickeln“. Am Ende, so Jens Oulwiger, profitierten auch die Bewohner.

Von Timo Richter

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