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Ribnitz-Damgarten Grimmener Tätowierer macht seiner großen Liebe alle zwei Jahre einen Heiratsantrag
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Grimmener Tätowierer macht seiner großen Liebe alle zwei Jahre einen Heiratsantrag

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11:00 14.02.2020
Paul Riotté und Franziska Krökel verbringen seit knapp neun Jahren fast jede Minute gemeinsam. Quelle: Carolin Riemer
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Vorpommern

Der Tag der Verliebten! Das ist die Zeit, auf die eigene Beziehung zu blicken und sie zu feiern. Die OSTSEE-ZEITUNG stellt sechs Paare vor, die über ihre große Liebe berichten.

Seit fast neun Jahren machen Paul Riotté und Franziska Krökel alles gemeinsam: Sie leben zusammen in ihrem Haus in Stoltenhagen zwischen Grimmen und Stralsund, arbeiten Seite an Seite in ihrem Tattoo-Geschäft „INKlusiv“ in Grimmen und teilen sich auch die Hobbys und ihren Freundeskreis.

Die beiden 34-Jährigen lieben das Motorradfahren und sind sich auch beim Geheimrezept ihrer Liebe einig. Da gibt es nämlich eine Regel, an die sie sich stets halten: „Niemals im Streit ins Bett gehen, sondern die Angelegenheit vorher klären“, sagt Paul Riotté. Seine Freundin ergänzt: „Auch eine vernünftige Streitkultur ist wichtig. Man kann sich die Meinung sagen, aber das sollte immer respektvoll geschehen.“

Paul Riotté und Franziska Krökel verbringen seit knapp neun Jahren fast jede Minute gemeinsam. Quelle: Carolin Riemer

Alle zwei Jahre macht Paul seiner Franziska einen Heiratsantrag. Das erste Mal auf einem Dorffest. Dann in einer Achterbahn in Holland, ganz klassisch an Franziskas 30. Geburtstag und zuletzt ganz offiziell im Anzug bei der Hochzeit von Freunden. „Ich habe ihn auch jedes Mal angenommen“, erzählt Franziska Krökel lachend. Doch immer wieder sei etwas dazwischen gekommen. Nun haben sie sich gemeinsam vorgenommen, im Jahr 2022 in Las Vegas zu heiraten.

Es war Liebe auf den ersten Blick

„Für mich war es Liebe auf den ersten Blick“, sagt Sven Harder. Der 40-jährige Rostocker hat sich im Frühjahr 2019 eine echte Stralsunderin geangelt. „Ich habe sie auf einer Party im Stralsunder Club ‚Werkstatt‘ gesehen“, sagt Harder. „Mein Bruder hat dort aufgelegt, ich habe getanzt. Sie war wunderschön.“

Sven Harder überrascht seine Jeannette am Valentinstag. Hier sind die beiden auf dem Weihnachtsmarkt in Stralsund. Quelle: Sven Harder

Doch dem Finanzberater hat in diesem Moment noch der Mut zum Ansprechen gefehlt. „Ich habe sie kurze Zeit später im Internet wiedergesehen“, sagt er. „Und schrieb sie an.“ Kurz danach kamen sie zusammen und sind seitdem ein Paar.

Auch diesen Valentinstag verbringen sie zusammen. Sven Harder will seine geliebte Jeannette Papke (39) überraschen. „Ich habe sie nach Rostock eingeladen“, sagt er. „Was genau wir machen, weiß sie aber noch nicht.“ Ausgedacht hat er sich Folgendes: „Wir werden im Stadthafen essen gehen. Geplant habe ich ein romantisches Candle-Light-Dinner auf einem Schiff.“

Doch damit nicht genug. „Danach geht es ins Kino“, sagt Harder. Was genau sie gucken werden, wollte er noch nicht verraten. „Damit noch etwas Spannung bleibt.“ Jedenfalls erwartet Jeannette nicht nur ein Valentinstag, sondern ein ganzes Valentinswochenende.

Wir haben einmal nachgefragt

„Ich persönlich finde die Idee des Valentinstages sehr schön“, sagt Harder. „Auch wenn wir das nicht brauchen. Wir hätten uns sonst auch ein schönes Pärchenwochenende gegönnt.“

In die Valentinstagspläne eingeweiht sind – bis zu dieser Veröffentlichung – nur Sven Harders Töchter. „Meine zwei Mädels finden die Überraschung toll“, sagt er. „Außerdem dürfen sie bei ihrer Oma schlafen.“

Die Logik brachte sie zusammen

Vor dem Tag, an dem die Greifswalder Lehramtsstudentin Laura mit ihrer großen Liebe zusammenkommen sollte, hatte sie sich Monate gefürchtet. Es war jener Tag, an dem sie ihre Logikprüfung schrieb. Wochenlang bereitete sich die junge Frau darauf vor, nahm sogar Nachhilfe. Doch nicht bei irgendjemandem, sondern bei ihrem heutigen Verlobten Mathias.

Laura und Mathias lernten sich 2018 durch ihre Prüfung kennen. Heute sind die beiden verlobt. Quelle: Michael Frank

Der Lehrer hatte bereits selbst die Prüfung während seines Studiums geschrieben. Nach einem Tipp fragte die 24-Jährige bei ihm an. „Für mich war das eine Extremsituation, die uns zusammengeschweißt hat“, erzählt sie. Den 38-Jährigen zog eine Eigenschaft besonders an: „Sie hat einen starken Charakter, tritt selbstbewusst auf und für sich selbst ein.“

Auch für Laura hat es gleich gepasst: „Ich schätze sehr an ihm, dass er ein ruhiger, entspannter Mensch ist. Er schafft es, mich runterzubringen.“ Die beiden ergänzen sich, sehen gemeinsam in die Zukunft: „Wir haben uns im Dezember letzten Jahres verlobt“, erzählt Mathias.

In ihrer Beziehung achten die beiden vor allem auf Ausgewogenheit. „Wir teilen nicht alle Sachen miteinander und unternehmen auch gern mal etwas mit anderen“, sagt die Studentin. Das sei beiden wichtig.

„Wir haben den gleichen Humor“

André (40) und Cindy (32) Strack lernten sich 2009 bei einer Tanzveranstaltung kennen. Noch im selben Jahr wurden sie ein Paar und im Juni 2011 wurde geheiratet.

André und Cindy Strack aus Putbus Quelle: privat

„Kurz nach der Hochzeit kam unsere gemeinsame Tochter Linnit zur Welt“, erzählen sie. Aus vorherigen Beziehungen brachten beide schon jeweils ein Kind mit in die Ehe. Cindys Sohn Lenny lebt heute mit der Familie in Putbus. „Wir lieben uns, weil wir den gleichen Humor haben und unsere vielen kleinen und wenigen großen Fehler nicht ernster nehmen, als sie sind.“

Zudem basiere die Beziehung auf tiefem, gegenseitigen Vertrauen, weswegen sich das Paar seiner Beziehung immer sehr sicher sei. „Das Geheimnis unserer Beziehung ist auch, dass wir beide großes Fernweh haben und versuchen, uns immer wieder Auszeiten zu nehmen und die Welt zu bereisen – mit oder ohne die Kinder. Die gemeinsame Zeit verbindet und beschert wunderbare Erinnerungen, von denen wir auch in schweren Zeiten zehren können“, sagen André und Cindy.

Japan-Metal am Tag der Liebe

Tilman Müller und Luca Ruppe kennen sich seit der fünften Klasse, hatten jedoch bis vor drei Jahren kaum Kontakt zueinander. Erst in der Oberstufe am Richard-Wossidlo-Gymnasium in Ribnitz-Damgarten kamen sich die beiden näher. „Wir haben festgestellt, dass wir den gleichen Humor und einen ähnlichen Musikgeschmack haben“, sagt Luca Ruppe.

Tilman Müller und Luca Ruppe (beide 19) verbringen den Valentinstag bei einem Metal-Konzert in Berlin. Quelle: Elias Wehring

Die Liebe zur Musik brachte die beiden dann zusammen. Sie besuchen regelmäßig Konzerte ihrer Lieblingsbands. „Musik ist die Sprache der Seele“, sagt Tilman und erklärt, was ihn und Luca verbindet: „Ich bin mit ihm auf einer Wellenlänge. Wenn irgendetwas Lustiges passiert, gucke ich ihn an und weiß genau, was er denkt.“ In ihrer Beziehung setzen sie auf Offenheit und Kommunikation. Dies sei das Geheimnis ihrer Liebe, versichern die beiden 19-Jährigen.

Am Valentinstag werden Tilman Müller und Luca Ruppe auf ein Konzert der Gruppe Babymetal in Berlin gehen. Doch warum gerade diese japanische Metalband? Luca Ruppe grinst und erklärt: „Das erste Konzert, zu dem wir gemeinsam gegangen sind, war ein Konzert von Babymetal. Und da die gerade am Valentinstag auftreten, dachten wir, das ist unser Konzert.“

Bei diesen Usedomern geht die Liebe durch den Magen

Unsere Liebesgeschichte begann vor 27 Jahren in München. Ich war auf einer Lebensmittelmesse dort, und am Abend besuchte ich mit Kollegen ein Thai-Restaurant. Dort arbeitete Sunisa. Wir kamen regelmäßig und eines Tages tauschten wir unsere Kontaktdaten aus“, erinnert sich Jörg Eisenschmidt.

Jörg und Sunisa Eisenschmidt in ihrem Restaurant. Quelle: Hannes Ewert

Der heute 60-Jährige kennt die Insel Usedom noch aus DDR-Zeiten. „Ich habe mal fünf Jahre im Forsthaus am Langenberg gearbeitet“, sagt er. Ein Jahr führten Sunisa und Jörg Eisenschmidt eine Fernbeziehung zwischen seiner Heimat Thüringen und München. „Dann haben wir geheiratet“, erzählt er.

In der 26-jährigen Ehe hatten beide bereits in Thailand ein Restaurant betrieben. 2009 kamen sie auf die Insel Usedom. Und seit knapp zwei Jahren betreiben sie ein Restaurant im Steigenberger Grandhotel in Heringsdorf.

„Wir können uns blind aufeinander verlassen“, sagt er. Er liebt die thailändische Küche. „Ich finde, es ist die beste Küche der Welt. Nur in meinem Alter mag ich es nicht mehr so scharf“, sagt er und lacht. Sie liebt an ihm die Perfektion und den Ordnungssinn. Er mag an ihr die Kreativität und die Filigranität beim Schnitzen.

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