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Ribnitz-Damgarten Größter Ostsee-Windpark soll vor dem Darß entstehen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Größter Ostsee-Windpark soll vor dem Darß entstehen
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00:00 13.09.2016
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Prerow

Es wäre der größte Windpark in der deutschen Ostsee und ein Schock für die Tourismusbranche: Ein Bremer Unternehmen will vor der Halbinsel Fischland- Darß-Zingst einen riesigen Offshore-Windpark mit mehr als 100 Windrädern bauen. Die 175 Meter hohen Windräder könnten sich in nur 15 Kilometer Entfernung von der Küste drehen – für die Millionen Urlauber in der Region also kaum zu übersehen.

Nach Angaben des Schweriner Energieministeriums soll sich der neue Windpark um die bereits bestehende Anlage Baltic I herum gruppieren. Schon die hatte für reichlich Aufregung gesorgt. Und die Türme des neuen Projekts mit dem Namen „Gennaker“ sollen noch einmal 60 Meter höher in den Himmel ragen. Das besagt jedenfalls der Antrag für die immissionsschutzrechtliche Genehmigung beim

Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) Vorpommern. Wie die Behörde mitteilte, umfasst der Antrag den Bau und Betrieb von 103 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 865 Megawatt.

Geht es nach den Planern, soll der Park im Jahr 2022 ans Netz gehen.

Davon geht das Schweriner Energieministerium allerdings nicht aus. Nach der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sei mit einer Errichtung von „Gennaker“ nicht vor 2026 zu rechnen, hieß es gestern.

Doch schon jetzt gehen die Emotionen hoch: „Die Pläne schockieren mich. Das ist nicht die Kulisse, die wir für unsere Urlauber haben wollen“, sagt etwa der Prerower Bürgermeister René Roloff (Prerows Zukunft). Die Planungen kollidierten mit dem Gedanken, den Gästen eine unberührte Natur, wie es im Nationalpark der Fall sei, nahezubringen. Er fühle sich angesichts der Dimension geradezu überrumpelt, sagt Roloff.

Gar nicht überrascht zeigt sich Norbert Schumacher, Vorsitzender der Partei Freier Horizent. „Das war zu erwarten“, sagt Schumacher, „die Landesregierung hat ja angekündigt, dass es so weitergeht.

Umweltverträglich ist das aber nicht, dem Tourismus läuft das zuwider, und auch die Risiken für die Schifffahrt spielen offenbar keine Rolle.“

„Kampflos werden wir diese Planungen nicht hinnehmen“, kündigt der Zingster Bürgermeister Andreas Kuhn an. Das Raumordnungsverfahren für „Baltic 1“ habe zum Ergebnis gehabt: Mehr Anlagen passen dort nicht hin.

„Baltic 1“ war 2011 der erste Offshore-Windpark vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Seine 21 Anlagen produzieren 48,3 Megawatt Leistung. 2015 kam dann „Baltic 2“ dazu. 32 Kilometer nördlich von Rügen drehen sich 80 Windräder, die zusammen 288 Megawatt produzieren. In diesem Jahr begannen die Bauarbeiten für den Windpark Wikinger, etwa 35 Kilometer nordöstlich von Rügen. Seine 70 Anlagen sollen ab nächstem Jahr 350 Megawatt Leistung bringen.

Timo Richter und Axel Büssem

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