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Ribnitz-Damgarten Grüne Stadt Marlow im Rennsportfieber
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Grüne Stadt Marlow im Rennsportfieber
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16:33 28.04.2019
500 Starter in verschiedenen Kategorien gingen am Wochenende in Marlow an den Start. Quelle: Uwe Roßner
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Marlow

Es steht außer Frage: In der grünen Stadt ist in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten eine in Mecklenburg-Vorpommern beispiellose Zweiradtradition entstanden. Hier kommen Profis, der talentierte Nachwuchs und Familien zusammen, um gemeinsam ihre Freude am Radsport zu leben. Gerade diese Mischung aus breitem Teilnehmerfeld, hohem sportlichem Ehrgeiz in der jeweiligen Klasse und Volksfest ließ Marlow am vergangenen Wochenende wieder erblühen. „Es ist ein tolles Event für die Region und die Sportgemeinde“, sagte Schirmherr und Innenminister Lorenz Caffier (CDU) in seinem Grußwort. Dr. Stefan Kerth (SPD) ist als Landrat von Vorpommern-Rügen stolz auf den Scan-Haus-Cup: „Bei dieser Veranstaltung ist eine unglaubliche Prominenz und sie ist in Sportlerkreisen eine dicke Nummer.“ „Für die Jugend kann es das Sprungbrett in die Bezahlklasse werden“, sagt Uwe Meinke vom ausrichtenden Förderverein Radfahren in MV.

Jugend trifft auf Meister

Auch der Nachwuchs nutze die Chance, Wettkampferfahrungen zu sammeln. Quelle: Uwe Roßner

Aus dem Feld der Starter ist Daniel Rackwitz ein gutes Beispiel. Für den einstigen Junioreneuropameister im 1000-Meter-Zeitfahren aus Renzow ist Marlow immer eine Reise wert. „Die Sportler nutzen das Rennen als Start in die Saison“, sagt er. Zum zehnten Mal ist der Familienvater mit dabei. Kurzfristig stieß Katrin Seidel auf das Ereignis. Ihre Tochter Franka trainiert beim RSC Markkleeberg. Die Sechsjährige nahm zum ersten Mal beim Fette-Reifen-Rennen teil. „Das Rennen ist super und wichtig“, findet die Mutter. Denn gegenwärtig werde im bundesweiten Radsport für die Jugend zu wenig gemacht. Groß war die Freude über das Wiedersehen mit Michael Kopf. Nach seinem ersten Sieg beim diesjährigen ersten Rennen schoss Katrin Seidel rasch ein Foto von ihrer Tochter mit dem amtierenden Deutschen Meister.

Exzellente Sieger

Auf dem 1,4 Kilometer langen Rundkurs durch Marlow rollte es sich für den Radsportspezialisten Kopf 2019 einfach so weg. Nach den ersten beiden Runden fuhr er dem Feld die restlichen 23 mit einem durchschnittlichen Vorsprung von 35 Sekunden davon. Sein Erfolgsrezept lautet: „Der eigene Rhythmus ist der schönste.“ Am Sonntag sicherte er sich der Fahrer als Fünfter den Gesamtsieg bei den Masters.

Begeistert vom Kurs zeigte sich Tobias Tetzlaff vom Hamburger Team Embrace The World Cycling. Mit 134,95 Sekunden holte sich er sich den Titel beim Einzelzeitfahren. Sein Fazit war: „Es ist ein schönes Rennen mit stets guten Leuten.“

Marlow als Treffpunkt

Einstige Radsportler schwelgten in Erinnerungen. Quelle: Uwe Roßner

Für Norbert Schlesinger geht der zweitägige Wettkampf voll auf: „Für die Fahrer und deren Familien ist das attraktiver“, äußert der Stadtpräsident. So hätten sie neben dem sportlichen Kick die Chance, Marlow selbst kennenzulernen. „Für uns ist der Cup eine Herzenssache“, so Friedemann Kunz von Scan-Haus Marlow.

In Marlow gilt dies nicht allein für das Publikum. Wer denkt, die Profis von einst gehören heute zum alten Eisen, irrt. Seit Jugendtagen durch die einstigen Friedensfahrten verbunden, kommen die Sportler in Marlow zusammen. Zu ihnen gehören Eckhardt Ihlenfeldt, Jochen Müller, Hans-Dieter Pfordte und Horst Ebeling. Sie sehen sich die Rennen an, tauschen sich untereinander aus und blättern in den Sportmagazinen von einst.

Uwe Roßner

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