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Ribnitz-Damgarten Grünes Licht für Radweg in Barth
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Grünes Licht für Radweg in Barth
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14:38 11.09.2019
Barth aus der Luft: Die Stadt soll einen neuen Radweg bekommen. Eine Verbindung vom Bahnhof zum Ostseeküstenradweg. Quelle: Ernst Fischer
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Barth/Kolberg

Drei Jahre hat es gedauert, doch nun gibt es für den Radweg, der am Barther Bahnhofsvorplatz starten und am Trebin enden soll, endlich grünes Licht. Der neue Radweg verbindet den Barther Bahnhof mit dem Ostseeküstenradweg. „Der Radweg beschäftigt uns bereits seit 2016. Aber wir hatten große Schwierigkeiten mit der Naturschutzbehörde. Am Ende haben wir doch noch eine Lösung gefunden“, berichtet Bürgermeister Friedrich-Carl Hellwig.

Polen drohten, auf Kosten sitzen zu bleiben

Und dass dürfte nicht nur in Barth für Erleichterung sorgen. Denn der Bau des Radweges ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Barth mit ihrer Partnerstadt Kolberg, das über das Programm Europaregion „Pomerania“ gefördert wurde. Beide polnische Partner – die Stadt Kolberg und die Gemeinde Kolberg – haben den Radweg bereits im vergangenen Jahr gebaut. Die Fördermittel fließen allerdings erst, wenn beide Projekte abgeschlossen sind. Heißt im Klartext: Wäre der Bau des Radweges in Barth gescheitert, wären die polnischen Partner auf ihren Kosten sitzen geblieben. „Das wäre auch für die Zusammenarbeit in der Pomerania nicht gut gewesen“, sagte der Barther Bürgermeister.

Der geplanter Radweg in Barth. Quelle: Benjamin Barz

Deshalb sei auch mit Hochdruck nach einer Lösung gesucht worden. Geplant war ein Verlauf des Radweges vom Bahnhofsvorplatz über die Bahntrasse der alten Hafenbahn. „Aber das wurde uns von der Unteren Naturschutzbehörde untersagt“, erklärte Architekt Klaus-Peter Muderack am Dienstagabend beim Bauausschuss. „Die Bahntrasse ist an dieser Stelle komplett zugewachsen. Dort ist ein Biotop entstanden“, berichtet der Architekt.

Deshalb habe man sich entschieden, den vorhandenen kombinierten Rad- und Gehweg in der Sundischen Straße als Verbindungsstück zwischen dem ersten, nur 150 Meter langen, Bauabschnitt am Bahnhof und dem zweiten, 1,1 Kilometer langen Abschnitt auf dem alten Bahndamm bis zum Trebin zu nutzen. Dort beginnt dann der Ostseeküstenradweg.

Kritik an neuem Verlauf

Kritik an dem neuen Verlauf gab es von Lothar Wiegand (Die Linke). „Die Sundische Straße ist sehr stark frequentiert. Auch viele Traktoren fahren dort. Das ist ein Unfallschwerpunkt. Diesen Streckenverlauf muss ich ablehnen.“ Die Begründung der Naturschutzbehörde könne er nicht nachvollziehen. „Dort liegen noch alte Schienenteile und das soll ein Biotop sein? Irgendwann ist unsere ganze Stadt ein Biotop und grün zugewachsen, wenn das so weitergeht.“ Er schlug vor, die Verantwortlichen zu einem Vor-Ort-Termin einzuladen.

Bürgermeister Friedrich-Carl Hellwig machte noch einmal deutlich, dass es keine Alternative gebe. „Das haben wir schon alles durch. Da führt kein Weg hin.“ Der Schutz der Biotope sei ein Bundesgesetz und in einem Biotop zu bauen, sei ein No-Go. „Wir müssen uns auch unserer Verantwortung bewusst sein. Wir haben eine Verpflichtung, das Projekt zu Ende zu bringen. Unsere Partner sind in Vorkasse gegangen“, sagte der Bürgermeister.

Mit Abstimmung der Stadt sollen nun die Ausschreibungen vorbereitet werden, damit die Stadtvertreter bei ihrer nächsten Sitzung im November darüber abstimmen können. Gebaut werden soll der Radweg 2019/20. Die Kosten für beide Abschnitte liegen bei rund 740 000 Euro.

Mehr zum Thema: Barth plant Radweg auf altem Bahndamm

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Von Anika Wenning

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