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Ribnitz-Damgarten Gymnasium plant Schulpartnerschaft in Afrika
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Gymnasium plant Schulpartnerschaft in Afrika
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14:09 31.01.2019
Die Lehrerin Birgitt Voll und die Schülerin Penelope Waack präsentieren das Siegerplakat des Posterwettbewerbs. Quelle: Paul Lohße
Ribnitz-Damgarten

Die Schüler sowie die Lehrer des Wahlpflichtkurses Schule International am Richard-Wossidlo-Gymnasium in Ribnitz-Damgarten haben ein großes Ziel. Sie wollen eine Schulpartnerschaft mit der „Lodwar Girls Primary School St. Monica“, einer Mädchenschule in Lodwar (Kenia, Afrika) aufbauen. Die Idee für dieses Projekt stammt von Birgitt Voll. „Es ist toll, die Grenzen Europas für ein Schulprojekt zu überschreiten“, sagt die Lehrerin. Sie leitet den Wahlpflichtkurs zusammen mit der stellvertretenden Schulleiterin Birgit Spiegelberg. Der Einfall für die Schulpartnerschaft kam ihr bei einem Gespräch mit dem Ehepaar Brit und Jan Hartmann, die den „abacus e.V.“ leiten. Der Verein aus Rostock organisiert Hilfsprojekte in Afrika. Eines der Projekte war unter anderem auch, eine Computerschule in Lodwar einzurichten.

Brief- und Mailkontakt

Seit mehr als einem Jahr laufen bereits die Vorbereitungen für die Schulpartnerschaft am Richard-Wossidlo-Gymnasium. Bislang haben die beiden Schulen schon Videos ausgetauscht, mit denen sie sich gegenseitig vorstellten. Die Damgartener Schüler haben die „Lodwar Girls Primary School St. Monica“ zu einem Plakatwettbewerb mit dem Motto „think globally, act locally“ (dt. denke global, handle lokal) eingeladen. Die Poster wurden bereits kopiert und nach Kenia versandt. Zudem tauschen sich die Schüler per Brief und E-Mail aus.

2020 soll die erste Reise nach Lodwar mit einigen der 20 Teilnehmer des Kurses stattfinden. Schüler der Jahrgangsstufen neun und zehn nehmen an diesem Kurs teil. „Dies wird eine sogenannte Anbahnungsreise sein, bei der man sich gegenseitig kennenlernen wird“, so Birgitt Voll. Auch die Schulpartnerschaft soll dort vor Ort näher besprochen werden. Außerdem soll den Schülern des Wahlpflichtkurses die Stadt, in der die Schule steht, sowie die Kultur näher gebracht werden.

Die Ribnitz-Damgartener versprechen sich viel von der bevorstehenden Schulpartnerschaft. „Bekanntlich herrschen dort viel schlechtere Bedingungen für die Ausbildung der Schüler als in Deutschland“, sagt Birgitt Voll. Beispielsweise müssen sich dort bis zu 100 Schüler zum Unterricht in einen Raum zwängen, da zu wenige Räume sowie Lehrkräfte vorhanden sind. Dies ist einer von vielen Gründen, weshalb gutes Lernen kaum möglich ist.

Vorurteile abbauen

Den Teilnehmern des Wahlpflichtkurses soll vermittelt werden, wie dankbar die Schüler in Lodwar trotz der schwierigen Bedingungen für ihren Bildungsplatz an dieser Schule sind. In Deutschland ist es selbstverständlich, die Bildung unter sehr guten Bedingungen genießen zu dürfen. Es soll zudem ein offener Kulturaustausch entstehen. Zusätzlich sollen Vorurteile gegenüber anderen Kulturen und den Menschen dort abgebaut werden. Das Projekt wird vom Bund sowie mehreren kirchlichen Initiativen gefördert.

Auch die Teilnehmer des Wahlpflichtkurses Schule International sind überzeugt von diesem Projekt. „Ich denke, es wird eine schöne Erfahrung und mit Sicherheit ein tolles Erlebnis, neue Menschen und neue Kulturen in einem Land außerhalb Europas kennenzulernen“, sagt die 15-jährige Schülerin Penelope Waack. Sie interessiere, unter welchen Umständen die Menschen dort leben. Außerdem möchte sie gerne einmal den Alltag der Schülerinnen dort miterleben und deren Freizeitaktivitäten kennenlernen. Zusätzlich würde die 15-Jährige gerne zusammen mit den anderen Kursteilnehmern die Kulturen der kenianischen und der deutschen Menschen vergleichen wollen. Die anderen Schüler des Wahlpflichtkurses sind von ihren Ideen ebenfalls sehr überzeugt und würden auch gerne einmal die Schule dort besuchen.

Die Partnerschaft mit der kenianischen Schule ist die erste außerhalb Europs. Mit Schulen in Polen, Portugal, Griechenland, Frankreich und Italien bestehen bereits Schulpartnerschaften.

Paul Lohße

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