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Ribnitz-Damgarten Hafenbau: Umweltminister kontert Kritik aus Weimar
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Hafenbau: Umweltminister kontert Kritik aus Weimar
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08:16 04.03.2015
Mit deutlichen Worten hat ein Rechtsanwalt den geplanten Hafen vor der Seebrücke in Prerow kritisiert. Till Backhaus sagt dazu: Hier werden Tatsachen verdreht.
Mit deutlichen Worten hat ein Rechtsanwalt den geplanten Hafen vor der Seebrücke in Prerow kritisiert. Till Backhaus sagt dazu: Hier werden Tatsachen verdreht. Quelle: Bernd Wüstneck
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Prerow

Wenig zimperlich in der Wortwahl gibt sich der Weimarer Rechtsanwalt Gottfried Werner, wenn er in öffentlichen Briefen die Pläne von Umweltminister Till Backhaus (SPD) für den Bau eines Hafens vor der Seebrücke in Prerow (Vorpommern-Rügen) zerlegt. „Klarer Rechtsbruch“, „systematische Irreführung“, „unverschämte Lüge“, „Kernzonenstory“ – das sind nur wenige Ausdrücke, die der Anwalt benutzt.

Till Backhaus kontert nun, wenn auch widerstrebend angesichts der Kritik „auf diesem Niveau, mit dieser Polemik ohne Bezug auf irgendwelche Sachargumente“, wie der Minister aus Schwerin auf OZ-Anfrage sagt. „Aus rechtlichen und ökologischen Gründen kann der Nothafen nicht auf Dauer an seinem jetzigen Standort bestehen bleiben. Wer etwas anderes behauptet, verdreht die Tatsachen und verkennt die Realität.“ Das jetzige Gebiet des Nationalparks und damit auch und gerade die Kernzone rund um den Darßer Ort sind nach europäischen, nationalen und Landesrecht geschützt, konstatiert der Umweltminister.

Einige Prerower pochen auf weitergehende Erklärungen, als sie während der Präsentation Ende Januar gegeben wurden. Laut Machbarkeitsstudie soll in Verlängerung der Prerower Seebrücke ein Inselhafen mit eingeschränkter Etappenfunktion gebaut werden. Gerechnet wird mit Kosten in Höhe von 12 Millionen Euro. In Prerow wird derzeit ein Bürgerentscheid in dieser Frage vorbereitet.



Timo Richter