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Ribnitz-Damgarten Hafenprojekt wirft neue Fragen auf
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Hafenprojekt wirft neue Fragen auf
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07:36 17.02.2015
Der geplante Hafenbau in Prerow stößt auf Kritik.
Der geplante Hafenbau in Prerow stößt auf Kritik. Quelle: Bernd Wüstneck
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Prerow

Während der Sitzung der Gemeindevertreter in Prerow (Vorpommern-Rügen) könnte über einen Bürgerentscheid zu beabsichtigen Bau eines Hafens vor der Seebrücke abgestimmt werden. Bürgermeister René Roloff (Prerows Zukunft) fordert die Beteiligung der Einwohner des Ostseebades.

Problem: Über den Bau des Hafens können die Prerower nicht abstimmen, denn die „Baustelle“ befindet sich gar nicht auf Gemeindegebiet. Entscheiden können die Einwohner nur, ob etwa die Seebrücke für den Betrieb des Ersatzhafens für den Nothafen Darßer Ort genutzt werden dürfe. Die Mehrheitsfraktion Gewerbeverein setzt dagegen auf eine Bürgerbefragung. Im Gegensatz zu einem Bürgerentscheid ist die aber für die Gemeindevertreter nicht bindend.

Umweltminister Till Backhaus (SPD) macht Druck in der Hafenfrage, schließlich muss er die Baukosten von geschätzt rund zwölf Millionen Euro im Etat des Ministeriums unterbringen. Sollte Prerow sich gegen das Projekt sperren, soll der Hafen in Zingst gebaut werden. Laut OZ-Online-Umfrage gibt es in Prerow starke Vorbehalte gegen den geplanten Hafen.



Timo Richter