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Ribnitz-Damgarten Herr über den Hafen: Marko Roloff ist neuer Hafenmeister in Zingst
Vorpommern Ribnitz-Damgarten

Herr über den Hafen: Marko Roloff ist neuer Hafenmeister in Zingst

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14:00 25.02.2020
Marko Roloff übernimmt zum April das Amt des Hafenmeisters in Zingst. Quelle: Timo Richter
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Zingst

Wasser gehört für Marko Roloff ebenso zu einer ehrenamtlichen Tätigkeit wie zu seinem Hobby. Als Seenotretter hat er mit dem Element ebenso zu tun wie als Angler. Zum April wird der 39-Jährige neuer Hafenmeister in Zingst. Er beerbt seinen Vorgänger Wilfried Arndt, der viele Jahre lang den Job mit Leib und Seele erfüllte.

Geboren wurde Marko Roloff in Pasewalk. Seine Frau begann eine Ausbildung in dem Seeheilbad, später folgte er ihr nach in den Urlauberort. Dort arbeitete er im Bauhof, übernahm ganz unterschiedliche Aufgaben. So war er zeitweilig für das Experimentarium zuständig. Vielleicht war es am Ende die freiwillige Nähe zum Wasser, die Marko Roloff schließlich für das Amt des Hafenmeisters qualifizierte.

Attraktive Magistrale

Der Job hat in Zingst einige Bedeutung, gilt der Hafen am Bodden doch als eines der wichtigsten Ziele für Urlauber neben der Seebrücke. Verbunden werden beide Punkte durch die Magistrale, deren Entwicklung und Erhalt für das Seeheilbad höchste Priorität genießt.

Die Gemeindevertreter haben in der Vergangenheit immer wieder mehrheitlich ihre Hände dafür gehoben, dass der Erlebniswert dieser Achse zwischen Seebrücke und Hafen nicht an Attraktivität verliert. Entgegen dem Ansinnen von Eigentümern hat das Gremium beispielsweise dafür gestimmt, dass Läden nicht zu Ferienwohnungen umgewandelt werden dürfen. Das war nämlich ein Ziel von Hausbesitzern im Verlauf der Magistrale, weil sich mit der Vermietung von Ferienwohnungen eine höhere Rendite erzielen lässt als durch die Vermietung von Geschäftsräumen.

Hafen ist Teil von Festen

Und natürlich stand auch der Hafen im Fokus der Entwicklung. So entstand in der Vergangenheit eine Erlebnisplattform auf dem Zingster Strom. Das gastronomische Angebot wuchs, es entstand am Deich eine breite Sitztreppe. Der Hafen werde stets auch in Feste eingebunden, sagt die Zingster Marketingchefin Sandra Frese.

Damit gewinnt der boddenseitig gelegene Hafen neben den beliebten Ausfahrten zur Kranichbeobachtung, die sich laut Sandra Frese keine Reederei entgehen lasse, an Bedeutung. Zuletzt war der Hafen Teil des Programms „De Harvst“. Im Zusammenhang mit dem neuen Programm wurden im Hafen Filme gezeigt.

Verwaiste Häfen im Bodden

Doch gerade der Hafen in Zingst unterscheidet sich deutlich von denen zwischen Prerow und Dierhagen. Dort wird allerorten über verwaiste Liegeplätze geklagt. Der angehende Zingster Hafenmeister Marko Roloff sieht für den Wasserwanderrastplatz in Zingst dagegen eine recht ordentliche Auslastung. Die 42 Liegeplätze würden recht gut genutzt.

Davon können die Hafenmeister jenseits der Meiningenbrücke nur träumen. Nur wenige Segler wagen die Fahrt durch den Prerowstrom in das Ostseebad auf dem Darß. Der Borner Hafenmeister Werner Witt ist nicht müde geworden, immer wieder auf die mangelnde Ausbaggerung der Bundeswasserstraße quer durch den Bodden hinzuweisen. Sogar an Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der einstige Kapitän geschrieben.

Zwei Meter Tiefe

Jenseits der Meinigenbrücke wird regelmäßig auf vergebene Investitionen hingewiesen. Millionenförderungen, so die Einschätzung, würden versanden, weil die Häfen aufgrund der ausbleibenden Baggerung für die meisten Freizeitskipper überhaupt nicht erreichbar seien. Wenn denn einmal ein Hafen entlang des Boddens vertieft wird, bemühen sich sämtliche Verantwortliche darum, auch gleich die zumeist verschlammte Zufahrt zu den Liegeplätzen frei zu machen. Das gelingt nicht immer. So soll beispielsweise eine Schwelle vor dem Hafen die Einfahrt nach Wieck erschweren beziehungsweise für Kielboote nahezu unmöglich machen.

In Zingst dagegen war erst Anfang Februar der Bagger im Einsatz, um den Wasserwanderrastplatz wieder zu vertiefen. Zwei Meter Wassertiefe sind dort wieder durchgehend vorhanden. Laut Marko Roloff ist „einiges rausgekommen“, was die Strömung in der Vergangenheit im Wasserwanderastplatz abgelagert hat. Eine konkrete Menge konnte nicht beziffert werden.

Geöffnet ist das Hafenmeisterbüro täglich von 8 bis 9 Uhr sowie von 17.30 bis 18.30 Uhr.

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Von Timo Richter

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