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Ribnitz-Damgarten Hobby-Schauspieler proben „Kriminaltango“
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Hobby-Schauspieler proben „Kriminaltango“
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15:21 21.11.2018
Die Mitglieder der Dierhäger Theatergruppe "Frauen-WG" proben am Dienstagabend das Stück "Kriminaltango". Quelle: Timo Richter
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Dierhagen

Der gebürtige Ukrainer Vladimir Oliynyk drückt die Tasten und Knöpfe seines Akkordeons. Walzermusik entlockt er dem wuchtigen Instrument. Und im Dörphus in Dierhagen tanzen Agathe und Dorothea, Beate Scholz stimmt den „Kriminaltango“ an. Es ist wieder Probezeit in dem Dorfgemeinschaftshaus. Die Dierhäger Frauen-WG probt wieder für das neueste Stück.

Beate Scholz hat nicht nur beim Line-Dance den Takt vorgegeben, auch in der Frauen-WG, so nennen sich die Laiendarstellerinnen, führt sie Regie. Da tanzen die Seniorinnen, darunter Bürgermeisterin Christiane Müller, nicht aus der Reihe. Allein dem 13-jährigen Björn Thorn kommt sowohl in der Theatergruppe als auch im neuen Stück eine besondere Rolle zu. Er ist der Schutzengel.

Erste Probe in Kostümen

Jetzt hatten sich die Akteure erstmals zur Probe in Kostümen verabredet. Die Flügel am Schutzengel sitzen, die Damen haben in den Kleiderschränken gewühlt, um aus dessen Tiefen möglichst altmodisch wirkende Kleider zu fischen. Das ist gelungen, wenn auch anfangs etwas widerstrebend. Denn die Seniorinnen wären viel lieber in einem modernen Outfit auf die Bühne getreten, wie Beate Scholz sagt. Doch der „Kriminaltango“ in der Version der Hobby-Regisseurin verlangt nach Federboa, Spitzenhüten und dem Schick vergangener Tage. Selbst Alex Schott erinnert in seinem Dress ein wenig an Mozart, als er mit einem Messer in der Brust auf die Bühne im Dörphus wankt. Ein bisschen hat Beate Scholz bei der Ausstattung der Akteure den Film-Klassiker „Arsen und Spitzenhäubchen“ im Hinterkopf.

In dem Stück kehrt Luise zurück aus New York, um in Dierhagen Karriere zu machen. Drei Monate lang hat Beate Scholz an dem Stück gefeilt. Jedem Mitglied wurde die Rolle auf den Leib geschrieben. Und auch dem Klassiker „Kriminaltango“ hat die Seniorin einen eigenen Text verpasst. „Es war gar nicht so einfach, da einen Text drauf zu bekommen“, sagt sie und trägt die Zeilen munter unter der Akkordeonbegleitung vor.

Premiere feiert der „Kriminaltango“ am Sonntag, dem 2. Dezember, im Dörphus in Dierhagen-Dorf. Beginn der Vorstellung ist um 16 Uhr. Tags drauf, am Montag, ist das Stück ab 19 Uhr im Haus des Gastes in Dierhagen-Strand zu sehen.

Erst 2016 haben sich die Seniorinnen mit dem Stück „Einzug in die Frauen-WG“ zusammengefunden, nachdem die Akteurinnen erste schauspielerische Gehversuche mit Interpretation der Märchen Schneewittchen und Frau Holle gemacht hatten. Die versteckten Anspielungen auf das Dorfleben und die Kommunalpolitik sorgten – zur Freude der Darstellerinnen – immer wieder für Zwischenrufe. Im zurückliegenden Jahr begeisterte die Gruppe dann mit „Die Vision der Frau in Black“. In dem Ostseebad hat sich die Gruppe etabliert, schon ab Ostern würden die voraussichtlichen Veranstaltungstermine nachgefragt, hatte Beate Scholz gesagt.

Neuer Schwung im Dörphus

Das Dörphus ist nicht nur Treffpunkt für Einwohner, die dort ganz unterschiedlichen Aktivitäten nachgehen, es ist auch Keimzelle für Neues in dem Ort. So hat die amtierende Leiterin der Einrichtung, Daniela Kollmorgen, einen Breakdance-Kursus für Kinder organisiert. Nach anfänglich 20 Beteiligten, macht inzwischen ein Stamm von 15 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen sechs und 14 Jahren mit. Der Schnupperkurs in Kooperation mit einem Trainer eines Rostocker Tanzstudios dauert noch bis Weihnachten, wie Daniela Kollmorgen sagt. Am 20. Dezember ist ein Auftritt der Breakdancer geplant.

Damit hat die amtierende Leiterin im Dörphus neuen Schwung in die Einrichtung gebracht. Den will sie nutzen: Im kommenden Jahr soll eine feste Breakdance-Gruppe etabliert werden. Das geschehe in Zusammenarbeit mit Freizeitverein Klette aus Barth. Mit dem Projekt, das habe sich schon jetzt gezeigt, werden die Kinder und Jugendlichen nicht nur tänzerisch gestärkt, sondern auch in sozialer Hinsicht.

Timo Richter

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