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Ribnitz-Damgarten Haltestellen gegen Verkehrschaos: Damgarten bremst Eltern-Taxis aus
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Haltestellen gegen Verkehrschaos: Damgarten bremst Eltern-Taxis aus
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17:14 28.08.2019
In dieser Woche haben Stadtbauhofmitarbeiter Fred Meyer (l.) und Karl-Heinz Trenn mit der Aufstellung von Schildern begonnen, mit denen die Hol- und Bringzonen gekennzeichnet werden. Quelle: Edwin Sternkiker
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Ribnitz-Damgarten

„Ab hier zu Fuß“, so steht es auf den Schildern, die Mitarbeiter des Stadtbauhofes am Dienstag in Damgarten aufgestellt haben. Die Hinweisschilder markieren die sogenannten Hol- und Bringzonen, an denen Eltern künftig ihre Kinder ein- und aussteigen lassen können.

Diese Elternhaltestellen, die mit einigem Abstand zur evangelischen Löwenzahn-Grundschule, zur Regionalschule „Rudolf Harbig“ und zum Wossidlo-Gymnasiums eingerichtet werden, sollen den Hol- und Bringverkehr vor den Schultoren entzerren. Mit der Verkehrssituation sind viele Eltern, Lehrer und Anwohner bereits seit langem sehr unzufrieden.

Radfahrer, Autos und Busse auf engstem Raum

Der Grund: Vor allem vor Schulbeginn drängen sich Radfahrer, Autos und Busse in der Neuen Straße und in der Schulstraße auf engstem Raum. Die „Eltern-Taxis“ halten oft im Parkverbot oder in zweiter Reihe, zudem wird nicht selten auch zu schnell gefahren. Es entstehen damit oft unübersichtliche und gefährliche Situationen.

Das soll nun mit der Einrichtung von Hol- und Bringzonen geändert werden. In Ribnitz-Damgarten betritt man damit Neuland, deshalb sprach Ingo Woyczeszik in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Sicherheit, Ordnung und Verkehr von einem „Pilotprojekt“. In anderen Städten hätten sich diese Hol- und Bringzonen bereits bewährt, sagte der Mitarbeiter vom Sachgebiet Ordnungsangelegenheiten weiter.

Fünf Elternhaltestellen sind geplant

Öffentlich gemacht wurde das Problem im vergangenen Jahr durch Ronny Meyer vom Förderverein der evangelischen Grundschule in einer Sitzung des Stadtausschusses Damgarten. Dessen Mitglieder haben sich daraufhin in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den Schulen für die Lösung des Problems eingesetzt.

Wie Woyczeszik die Mitglieder des Ausschusses für Ordnung, Sicherheit und Verkehr weiter informierte, habe man fünf Standorte im Auge. Diese befinden sich in der Schillerstraße gegenüber der Ausfahrt Schulstraße, in der Kirchstraße, in der Stralsunder Straße gegenüber Netto und in der Richtenberger Straße. Vorgesehen sei eine solche Hol- und Bringzone auch im Bereich des unbefestigten Parkplatzes Stralsunder Straße/B 105 gegenüber dem ehemaligen Kraftverkehrsgelände „Hier gibt es noch Abstimmungsbedarf mit der Kirche als Eigentümerin der Fläche“, so Woyczeszik.

Mit der Einrichtung der Hol- und Bringzonen hofft man nicht nur auf eine Entzerrung des Verkehrs vor den Schulen. „Das Ganze hat auch einen positiven Nebeneffekt, und zwar den, dass die Kinder und Jugendlichen vor dem Unterricht noch etwas Bewegung bekommen“, so Ingo Woyczeszik.

Projekt lebt vom Mitmachen der Eltern

Damit liegt die Stadt voll auf die Linie des ADAC. Der weist nämlich darauf hin, dass durch zahlreiche Studien nachgewiesen worden sei, „dass die tägliche Bewältigung des Schulweges zu Fuß eine Reihe von positiven Effekten auf die kindliche Entwicklung hat. Dazu zählen eine höhere Konzentrationsfähigkeit im Unterricht, eine gesteigerte körperliche Fitness, der Abbau von Übergewicht sowie –bei gemeinsamer Bewältigung des Schulwegs mit anderen Kindern –die Verbesserung des Sozialverhaltens.“ Damit der Verkehr im unmittelbaren Schulumfeld entzerrt werden kann, sollte aus Sicht des ADAC die Länge des Weges zwischen der Elternhaltestelle und der Schule mindestens 250 Meter betragen.

Der bisherige Vorsitzende des Stadtausschusses Damgarten, Andreas Gohs (CDU/FDP) macht deutlich: Die technischen Voraussetzungen, um das Verkehrsproblem vor den Schulen zu lösen, seien geschaffen worden. Jetzt komme es darauf an, dass möglichst viele Eltern mitmachen. Um sie mit einzubinden, habe der Schulförderverein vor, Info-Flyer zu verteilen, ergänzt Ronny Meyer. Zum Thema möchte der Förderverein die Hol- und Bringzonen auch bei den Projekttagen der Löwenzahn-Schule vom 25. bis 27. September machen.

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Von Edwin Sternkiker

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