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Ribnitz-Damgarten „Das Interesse an Baugrundstücken ist nach wie vor groß“
Vorpommern Ribnitz-Damgarten

In Marlow und einigen Ortsteilen der Stadt entstehen mehrere neue Wohngebiete

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16:16 02.01.2020
Norbert Schöler (CDU) ist seit 2008 Bürgermeister von Marlow. Quelle: Edwin Sternkiker
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Marlow

Die Marlower haben sich für 2020 viel vorgenommen, dazu gehören wichtige Bauvorhaben. Bereits begonnene Projekte werden fortgeführt, bei anderen fällt im Laufe dieses Jahres der Startschuss.

Herr Schöler, bevor wir auf die Projekte zu sprechen kommen, die in diesem Jahr angegangen werden sollen, die Frage: Welche größeren Vorhaben konnten 2019 abgeschlossen werden?

Dazu gehört das Dorfbegegnungszentrum in Gresenhorst. Fertiggestellt werden konnte auch der Krippenanbau in Gresenhorst und den Kameraden unserer freiwilligen Feuerwehr konnte ein neues Tanklöschfahrzeug übergeben werden. Fast man allein diese drei großen Vorhaben zusammen, so kommen wir auf eine Investitionssumme von rund 1,4 Millionen Euro, natürlich unter Bereitstellung von Fördermitteln.

Nicht ständig an der Steuerschraube drehen

Lassen Sie uns beim Geld bleiben und einen Blick auf den Marlower Haushalt 2020 werfen. Die Marlower Stadtpräsidentin, Dr. Claudia Röwer, verwies in der Sitzung der Stadtvertreter im Dezember darauf, dass sich die Gestaltungsspielräume in engen Grenzen halten. Etwa zwei Drittel aller Positionen seien durch Gesetze und Verordnungen festgeschrieben, sagte sie. Aber es gibt doch für die Kommune auch Gestaltungsspielräume, um Mehreinnahmen zu erzielen. Stichwort Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer …

Ja, diese Gestaltungsspielräume gibt es. Aber abgesehen davon, dass wir 2019 bereits eine Steuererhöhung vorgenommen haben, kann man nicht ständig an der Steuerschraube drehen. Stadtvertreter und Stadtverwaltung sind sich darin einig, dass Gewerbetreibende und Grundstückseigentümer nicht über Gebühr belastet werden dürfen, deshalb sind in diesem Jahr auch keine Erhöhungen vorgesehen. Firmen wie Scanhaus Marlow, aber auch die vielen kleinen Unternehmen bilden das wirtschaftliche Rückgrat unserer Stadt und das soll auch in Zukunft so bleiben.

Ein Problem, das im vergangenen Jahr sehr kontrovers und emotional geführt wurde, war das Thema Abwasser. Im Bereich Marlow und Bad Sülze sollten Einwohner für ihre Abwasseranschlüsse kräftig nachzahlen, obwohl sie dafür bereits Jahre zuvor schon einmal zur Kasse gebeten wurden.

Der Ärger und die Betroffenheit darüber waren sehr groß und auch verständlich, denn zum Teil ging es bei diesen Nachforderungen um mehrere Zehntausend Euro. Um so mehr freute es mich, dass am Ende der Diskussionen eine vernünftige Lösung gefunden werden konnte und die Beitragssatzung des Abwasserzweckverbands Marlow-Bad Sülze zum Wohle der Bürger rückwirkend nun durch die Verbandsversammlung geändert werden kann. Für mich ein gutes Beispiel dafür, dass Basisdemokratie funktioniert.

Lassen Sie uns einen Blick auf die Bauvorhaben in diesem Jahr werfen. Welche sind die größten?

2020 werden uns vor allem zwei große Vorhaben beschäftigen. Das ist zum einen die Weiterführung und Beendigung der Arbeiten am Sportplatz. Rund 700 000 Euro werden investiert. Zweiter Investitionsschwerpunkt wird die Sanierung der Bad Sülzer Chaussee sein. Baubeginn dafür war im Dezember. Für dieses Vorhaben sind rund 410 000 Euro in den Haushalt eingestellt worden.

Mehrere kleine Wohngebiete in Ortsteilen

Und wie sieht es mit der Schaffung neuer Bauplätze in Marlow und in den Ortsteilen aus?

Auch auf diesem Gebiet soll es in diesem Jahr weiter vorangehen. Generell ist zu sagen, dass nicht nur in Marlow, sondern auch in fast allen Ortsteilen das Interesse an Baugrundstücken nach wie vor groß ist. Demnächst wird die Erschließung des Wohngebietes Hofweg im Ortsteil Bartelshagen I beginnen. Vorgesehen sind hier 15 Baugrundstücke. Ich freue mich, dass wir als Stadt das Planungsverfahren zügig zum Abschluss bringen konnten. Ich denke, dass bei den angedachten Grundstückspreisen diese Bauparzellen auch für junge Leute erschwinglich sein werden. In Marlow konnten die Erschließungsarbeiten des Wohngebietes Gallbrock 4 abgeschlossen werden, die Übergabe an die Stadt erfolgte Mitte Dezember. Von den 13 vorhandenen Baugrundstücken sind fünf bereits vergeben. Im Ortsteil Alt Steinhorst soll in der Rostocker Straße ein kleines Wohngebiet mit vier Eigenheimstandorten entstehen, den entsprechenden Satzungsbeschluss haben die Stadtvertreter gefasst. Alle vier Grundstücke sind bereits vergeben. Weitere fünf bis sechs Baugrundstücke sollen im Ortsteil Völkshagen geschaffen werden. Auch dafür haben die Stadtvertreter mit entsprechenden Beschlüssen den Weg freigemacht.

Herr Schöler, wer Ihre Arbeit als Bürgermeister verfolgt, dem fällt auf, dass Sie bei vielen Gelegenheiten das Wirken ehrenamtlich tätiger Bürgerinnen und Bürger würdigen. Man hat den Eindruck, dass Sie da nicht nur einer Pflicht genügen, sondern dass Ihnen das eine Herzensangelegenheit ist.

Ich tue das wirklich sehr gern. Es ist mir sehr wichtig, die Menschen öffentlich zu würdigen, die für ein abwechslungsreiches gesellschaftliches Leben in der Stadt und in den Ortsteilen sorgen. Das reicht von der Organisierung der vielen sportlichen und kulturellen Veranstaltungen bis hin zur ehrenamtlichen Tätigkeit in der Stadtvertretung und deren Ausschüssen. Dass es sich in Marlow und den Ortsteilen gut leben lässt, ist auch und vor allem den vielen ehrenamtlich tätigen Einwohnerinnen und Einwohnern zu danken. Das kann man gar nicht oft genug betonen.

Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens ist ja auch die Patenschaft mit der Flugabwehrraketengruppe 24 Bad Sülze. Wie schätzen Sie die Zusammenarbeit ein?

Die mittlerweile elfjährige Patenschaft steht nicht nur auf dem Papier, sondern wird gelebt. So nahmen zum Beispiel einige Stadtvertreter und Mitarbeiter der Verwaltung an der Weihnachtsfeier der Stabs- und Versorgungsstaffel teil. Bereits seit vielen Jahren unterstützt uns die Bundeswehr bei der Durchführung des Scanhaus-Cups. Und gemeinsam mit dem Tschernobyl-Verein gestalten Angehörige der Flugabwehrraketengruppe 24 für Ferienkinder aus der vom Reaktorunglück betroffenen Region einen erlebnisreichen Tag.

Von Edwin Sternkiker

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