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Ribnitz-Damgarten Internationale Ehrung krönt Jubiläumssegeln
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Internationale Ehrung krönt Jubiläumssegeln
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13:35 07.07.2019
27 Boote gingen bei der Wustrower Zeesbootregatta an den Start. Quelle: Uwe Rossner
Wustrow

Die Freude ist groß. Nach der Aufnahme der Nutzung und Bewahrung der Zeesboote in der Boddenlandschaft in die Deutschlandliste „Immaterielles Kulturerbe“ im vergangenen erhält das Traditionsrennen des Ostseebades in dieser Saison eine europäische Würdigung als bestes Segelevent des vergangenen Jahres. „Es ist eine Auszeichnung für alle, die sich um Zeesboote kümmern“, sagte Dirk Pasche. Denn dahinter stehe viel Pflege und Hege, so der Wustrower Kurdirektor. „Dieser Preis ist ein wichtiges Zeichen“, meinte der aus Barth stammende Moderator Michael Camenz.

Zeese ist Tradition

In diesem Jahr trübte das Wetter etwas das Jubiläum. 27 Boote gingen aufgrund der Windverhältnisse in drei Klassen an den Start. Zudem wurde die Rundenzahl auf zwei begrenzt. In der dritten Saison war dieses Mal „Oma Else“ mit Heimathafen Neuendorf am Start. „Wir sind stolz, die Tradition hier mit zu pflegen“, erzählt Skipperin Simone Aulich. Nach dem Ausleihen einer Zeese vor wenigen Jahren stand rasch der Entschluss fest, selbst so ein Boot mit einer eigenen Mannschaft zu fahren. Die Langlebigkeit der Wustrower Zeesbootregatta empfindet Torsten Brumshagen als eine Leistung. „Es ist ganz schön gewaltig“, meint der Bootsführer und Rettungsmann der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Seit 1847 gibt es die Seenotretter ununterbrochen vor Ort. Zur Regatta zeigten sie mit ihrem Stand Präsenz, stellten ihre Arbeit vor und sicherten den Wettkampf auf dem Bodden ab.

Ihre Bücher boten Timm Stütz und Hermann Winkler mit im Zelt der Modellbauer an. Das Thema Zeesen führte die Autoren in den 1980-er Jahren zusammen und ließ sie Freunde werden. „Wustrow hatte einmal einen Preis für die historisch am besten erhaltene Zeese ausgelobt. Das war einst ein Unikum in der Region“, erzählt Timm Stütz. Zum diesjährigen Preis meint der Schifffahrtshistoriker: „Für die internationale Auszeichnung wurde es höchste Zeit.“ Denn die hiesige Boddenlandschaft beherberge die älteste Oldtimerflotte der Ostsee. Von Beginn an begleiteten und beobachteten die beiden Bootsexperten in Wustrow die Entwicklung. „Wir sind immer dabei“, so Tim Stütz. In diesem Jahr freue ihn, das drei polnische Nachbar sowie ein Weltumsegler als Besetzungsmitglieder mit an den Start gingen.

Alte Boote brauchen Befürworter

Als Zweijährige stand Franziska Brix bereits an Bord und segelte mit. Ihre Leidenschaft für Segeln, Zeesen und das Meer teilt die freischaffende Berliner Künstlerin mit ihrem Mann. „Auf der Klara segelt er heute“, erzählt die Malerin und Illustratorin in ihrem hafennahen und durchweg gut besuchten Atelier Schuppenkunst. Zum 775. Jubiläum Wustrows eröffnete sie dieses. Der Erfolg stellte sich ein und das private Glück aus Kunst, Familie und Meer nahm seinen Lauf. „Es ist gut, die Zeesen weiterhin zu erhalten“, findet die Berlinerin, die ihre familiäre Sommerfrische an der Küste verbringt. Denn die alten Boote bräuchten weiterhin Unterstützer und Befürworter. Bei aller Romantik bedeute die für Besitzer Verantwortung und jedes Frühjahr nach dem Winterquartier ein gutes Stück Arbeit.

Am Ende hatte Franziska Brix allen Grund zur Freude. Ihr Mann Sebastian Fahr-Brix gewann mit „Klara“ die Regatta in der kleinen Klasse. In der mittleren Klasse gewann Katrin Brandt mit „Grete“, in der großen Klasse machte Dr. Helmut Risch mit „Hanna“ das Rennen.

Uwe Roßner

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