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Ribnitz-Damgarten Investor fühlt sich von Stadtverwaltung hintergangen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Investor fühlt sich von Stadtverwaltung hintergangen
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06:45 27.02.2015
So sollte der alte Speicher am Hafen Damgarten nach seinem Umbau zum Hotel aussehen.
So sollte der alte Speicher am Hafen Damgarten nach seinem Umbau zum Hotel aussehen. Quelle: Planentwurf: Hass Und Briese
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Ribnitz-Damgarten

Der Rostocker Henry Nickel (59) wollte den alten Speicher am Hafen Damgarten (Vorpommern-Rügen) zu einem Hotel umbauen. „Zwei Jahre lang habe ich viel Geld und Zeit in das Projekt investiert, mit Banken verhandelt und mich um Fördermittel bemüht“, erzählt der frühere Damgartener. Doch nun ist der Traum vom Hotel vorbei. Der Grund: Das Gelände rings um den alten Speicher ist stark kontaminiert.

Er wirft der Stadtverwaltung Ribnitz-Damgarten vor, ihm zu spät Einsicht in ein Gutachten gegeben zu haben, das diese Kontaminierung belegt. Dadurch gab es plötzlich Probleme mit der Finanzierung. „Denn in der Kontaminierung des Bodens sah die Bank ein unkalkulierbares Risiko für die Investition und zog deshalb die Finanzierung zurück. Damit stand ich bei Null“, sagt Nickel. 

Im Bauamt der Stadt schildert man das Prozedere so: Zwar stimme es, dass dem Investor das besagte Gutachten erst im Sommer 2014 vorgelegt worden sei, aber dass es Altlasten gebe, sei ihm bereits Anfang 2013 mitgeteilt worden, entgegnet Bauamtschef Heiko Körner. „Wir haben alle Karten auf den Tisch gelegt und ihm auch Unterstützung bei den Verhandlungen mit der Bank angeboten“, fügt er hinzu. Das schildert der Investor wiederum völlig anders.

Für den alten Speicher in Damgarten gibt es damit nun kaum Hoffnung mehr. Es droht im April der Abriss.



Edwin Sternkiker