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Ribnitz-Damgarten Kammermusiktage: Auftakt mit mehr als 350 Musikfans
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Kammermusiktage: Auftakt mit mehr als 350 Musikfans
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14:10 17.03.2019
Im Zeichen der Trompete stand am vergangenen Freitag der ausverkaufte Auftaktabend der 18. Barther Kammermusiktage im Hotel Speicher Barth. Quelle: Uwe Roßner
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Barth

2019 scheint für die regionale Musikszene ein vielversprechendes Jahr zu werden. Denn Festivals wie die Barther Kammermusiktage, die Zingster Klaviertage oder die die Ostseebäder und das Küstenvorland verbindenden Naturklänge erreichen ihre Volljährigkeit. Die Zahl achtzehn zeigt an, Kultur stiftet Begegnung, ermöglicht gemeinschaftlich erwirtschaften Erfolg und strahlt in die Welt hinaus.

Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, darauf weist Martin Panteleev in seinen Begrüßungen immer wieder hin. Für den gebürtigen Bulgaren ist Barth eine zweite Heimat geworden. Längst könnte der Künstlerische Leiter der Kammermusiktage Starallüren an den Tag legen. Der international gastierende Dirigent, Komponist und Geiger hält sich lieber an die Musik und schätzt dankbar verneigend den Zuspruch. Zusammen mit seinem Art-Club speist sich dieser aus dem finanziellen Rückenwind der Sponsoren und der stets hohen politischen Aufmerksamkeit auf verschiedenen Ebenen.

Im Zeichen der Trompete stand am vergangenen Freitag der ausverkaufte Auftaktabend der 18. Barther Kammermusiktage im Hotel Speicher Barth. Quelle: Uwe Roßner

„Wir haben eine gemeinsame Verantwortung“, sagte der Schirmherr Werner Kuhn. Der Europaabgeordnete hob in seinem Grußwort die gewachsene familiäre Atmosphäre der Kammermusiktage hervor. Jedes Jahr fände ein herzliches Wiedersehen und ein angeregter Plausch in der Pause oder nach den Konzerten statt. Musik als verbindende Sprache sei in diesen Tagen nicht zu unterschätzen, so Kuhn (CDU).

„Die Kammermusiktage sind wichtig und stehen für Kontinuität“, sagte Stefan Kerth. Der Landrat von Vorpommern-Rügen und seine Frau hatten sich sehr auf die Eröffnung gefreut: „Es war uns total wichtig, hier zu sein“, so der SPD-Politiker. Gerade die Kultur in den kleinen Städten und im ländlichen Raum sei unentbehrlich. Der Festspielfrühling auf Rügen oder die Kammermusiktage im Hotel Speicher seien dafür herausragende Beispiele im Landkreis.

Musik schafft gemeinsames Band

„Es ist wunderbar“, lautet das Fazit von Barths Bürgermeister Friedrich-Carl Hellwig. Der erste Eindruck habe seine vorherigen Erwartungen klar übertroffen. „Musik schafft hier ein gemeinsames Band.“ Mit den Kammermusiktagen hebe sich Barth in der Region ab. „Es ist eine tolle wie abwechslungsreiche Konzertreihe“, findet Ernst Branse (CDU). Der Barther Stadtpräsident ist ein regelmäßiger Festivalgast, schätzt die vielen, von Martin Panteleev präsentierten international renommierten Musikerkollegen und erinnert sich auch gern an die Zeit zurück, als Justus Frantz in Barth verweilte. Die Musikreihe sei ein guter Grund, Musik in der Region ohne lange Anfahrt und zusätzlichen Hotelkosten zu genießen.

Vicente Campos: „Die Menschen hier lieben die Musik“

Wie griffig der Kerngedanke der Kammermusik in der Boddenstadt zelebriert wird, das zeigte die bis fast auf den letzten Platz reservierte Eröffnungsgala. Bis noch vor wenigen Jahrzehnten war es in Familien, Freundeskreisen oder Musikvereinen guter Ton, zusammen überkommene Ohrwürmer oder aktuelle Hits zu spielen. Musik war nicht mit ein paar Klicks verfügbar, sondern selber spielend zur eigenen oder allgemeiner Freude erschlossen. In reduzierter Besetzung fanden Mozarts Divertimento in D-Dur und dessen herrliches Klarinettenkonzert in A-Dur freudige Aufnahme bevor sich Vicente Campos prächtig auf seiner goldenen Barocktrompete als Vollblutsolist mit Konzerten von Albioni und Händel empfahl.

„Die Barther Kammermusiktage sind großartig“, äußerte Campos hinterher. Der Spanier trat als erster Trompeter innerhalb des Festivals auf. Auf seinem Festival in Valencia lernte ihn Martin Panteleev kennen. Schnell wurde dem Künstlerischen Leiter klar: Das Barther Publikum sollte unbedingt diesen Meister des Bläserfaches kennenlernen. „Es ist eine sehr interessante Einladung“, fügte der Gast aus Europas sonnigen Süden hinzu. Sein Eindruck nach dem Barthdebüt ist: „Die Menschen lieben hier die Musik.“

Uwe Roßner

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