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Ribnitz-Damgarten Katrin Kleist kehrt an Spitze des Amtes in Born zurück
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Katrin Kleist kehrt an Spitze des Amtes in Born zurück
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13:34 28.11.2019
Katrin Kleist, hier in einer früheren Aufnahme, wird wieder Leitende Verwaltungsbeamtin im Amt Darß/Fischland. Quelle: Timo Richter
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Born

Katrin Kleist wird ab 1. Januar 2020 wieder Leitende Verwaltungsbeamtin im Amt Darß/Fischland. Eine Mehrheit im Amtsausschuss hat sich für die Rückkehr der früheren Verwaltungsleiterin ausgesprochen. Amtsvorsteher Benjamin Heinke hat die Personalie auf Nachfrage bestätigt.

Im September 2017 war Katrin Kleist als Leitende Verwaltungsbeamtin mehrheitlich vom Amtsausschuss abberufen worden. Nach einer Erkrankung im November im Vorjahr hatten sich Klagen über ihren Führungsstil gehäuft. Der Personalrat hatte in der Folge mit einem Initiativantrag auf die Abberufung gedrängt.

Disziplinarverfahren abgeschlossen

Nach den gehäuft auftretenden Klagen sah sich der damalige Amtsvorsteher Gerd Scharmberg eigenen Worten zufolge geradezu gezwungen, eine Entscheidung herbeizuführen, um die Leistungsfähigkeit des Amtes nicht zu gefährden. Vor der Abstimmung habe es mit den Mitgliedern des Amtsausschusses mehrere Gespräche zu der Situation gegeben. „Dabei hat sich nicht die Meinung gebildet, die Forderung des Personalrates zurückzuweisen“, hatte der Amtsleiter konstatiert. Klar war dem Amtsvorsteher seinerzeit aber auch: Wenn dieser Antrag keine Mehrheit findet, „fliegt mir das Amt um die Ohren“.

Für die damals scheidende Leiterin der Verwaltung musste eine angemessene Beschäftigung gefunden werden. Denn mit der Abberufung ihrer Funktion als leitende Verwaltungsbeamtin war keine Kündigung erfolgt. Ein damals begonnenes Disziplinarverfahren sei abgeschlossen worden, sagte Amtsvorsteher Benjamin Heinke auf Nachfrage. Er sei verpflichtet, das Amt mit einer leitenden Verwaltungsposition zu besetzen. Seit der Abberufung war das Amt Darß/Fischland kommissarisch von der Stellvertreterin Birgit Drews geleitet worden. Angesichts zweier Bewerbungen habe er sich für die Erfahrung Katrin Kleists entschieden, so Benjamin Heinke. Das wurde seitens der Mitglieder des Amtsausschusses mehrheitlich bestätigt.

Entwicklung wird fortgeführt

Katrin Kleist zeigte sich auf Nachfrage erfreut, dass der Amtsausschuss das Vertrauen in sie setze, die Leitung des Amtes wieder zu übernehmen. Das Disziplinarverfahren sei beendet worden, sie habe sich in dieser Hinsicht nichts vorzuwerfen. Ihrer neuen, „alten“ Aufgabe sehe sie positiv entgegen, sagte Katrin Kleist.

Gemeinsam mit dem Amtsausschuss will sie die Verwaltung weiterentwickeln. Nach Jahren eines mit Blick auf die Personalstärke rigiden Sparkurses, begrüßt Katrin Kleist den mittlerweile erfolgten Richtungswechsel hin zu mehr Personal. Das sei bereits in ihrer Funktion als leitende Verwaltungsbeamtin begonnen worden, sei während ihrer „Auszeit“ fortgeführt worden. Die Arbeitsbelastung, „die die Leute krank gemacht hat“, habe abgenommen. Die amtsangehörigen Kommunen hätten einen Anspruch darauf, durch das Amt die entsprechende Unterstützung ihrer Entwicklung zu erhalten. Da ziehe der Amtsausschuss mit, wie die Bestätigung des Haushaltes für das kommende Jahr zeigt, in den ein weiterer Personalzuwachs eingerechnet ist. Wichtig sei es nun, nicht nur gut ausgebildete Mitarbeiter zu bekommen, sondern diese auch in ausreichender Zahl.

Mehr lesen: Ausschuss beschließt menschliche Tragödie

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Von Timo Richter

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