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Ribnitz-Damgarten Kita Saal: Planungen für Umbau beginnen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Kita Saal: Planungen für Umbau beginnen
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16:10 21.05.2019
Die Kita „Zwergenbahnhof“ in Saal. Die obere Etage ist wegen fehlender Brandschutzvorkehrungen seit Anfang März gesperrt. Es fehlt vor allem ein zweiter Rettungsweg. Quelle: Simone Hamann
Saal

Gute Nachrichten für die ASB-Kita „Zwergenbahnhof“ in Saal (Landkreis Vorpommern-Rügen). Voraussichtlich Ende August/Anfang September soll die obere Etage des Gebäudes wieder nutzbar sein. Das ist das Ergebnis eines Treffens zwischen der Gemeinde Saal, dem Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Warnow-Trebeltal und dem Amt Barth am Dienstag. „Das Gespräch ist soweit gut gelaufen. Wir können jetzt mit den Planungen für den Umbau beginnen“, sagt Wolfgang Pierson, Bürgermeister der Gemeinde Saal. Auch Anja Gabriel, Leiterin des Bürgeramtes Barth, spricht von einem positiven Ergebnis im Sinne der Kinder und Erzieher. „Jetzt muss ein Brandschutzkonzept erstellt werden, dann geht es um die Baugenehmigung. Für uns hat das Vorhaben natürlich Priorität, damit endlich wieder Ruhe in die Kita einkehren kann.“ Der ehrgeizige Zeitplan gilt allerdings unter Vorbehalt.

Obergeschoss der Kita weiter gesperrt

Der Ärger begann Ende Februar. Die Kita wurde ohne Vorankündigung für einige Tage komplett geschlossen. Grund waren erhebliche brandschutztechnische Mängel, vor allem fehlten der zweite Rettungsweg und Feuerschutztüren im oberen Geschoss. Ein Schock damals für Eltern und Erzieher. Seit Anfang März spielt sich das Leben für Kinder und Erzieher ausschließlich in den Räumen der unteren Etage ab. Das Obergeschoss ist weiterhin gesperrt.

Die KitaZwergenbahnhof“ hat nach Angaben des Bürgeramtes Barth einen Betriebsgenehmigung für 23 Kitakinder und 12 Krippenkinder. „Aktuell sind es 25 Kitakinder und 8 Krippenkinder“, sagt Kita-Leiterin Stella Borowski. Die Betreuung aller Kinder nur in den Räumen im Erdgeschoss sei ein tagtägliche Herausforderung. „Oben gibt es sieben Räume, die fehlen uns jetzt natürlich für die Gruppenarbeit.“ Eigentlich sei das Gebäude so konzipiert, dass oben die Krippe und unten die Kita untergebracht sind. „Wir haben einige Kinder auf der Anmeldeliste. Es wäre schön, wenn es mit den notwendigen Bauarbeiten schnell vorangeht“, sagt Kita-Chefin Borowski. Träger der kleinen Einrichtung ist der ASB Regionalverband Warnowtal-Trebel. Das Gebäude gehört der Gemeinde Saal. Und da liegt der Knackpunkt. Es herrscht nach wie vor Uneinigkeit darüber, wer die Kosten für die dringend notwendigen Baumaßnahmen übernimmt, damit die Kita weiter in dem Gebäude betrieben werden kann. Das Thema Finanzen wurde bei dem jüngsten Treffen denn auch ausgeklammert. „Darauf haben sich die Beteiligten im Vorfeld geeinigt. Es ging ausschließlich um die notwendigen brandschutztechnischen Nachrüstungen und betriebsinterne Regelungen, um die räumliche Enge in der Kita abzuschwächen“, teilt Amtsleiterin Gabriel mit.

Vorschulkinder sollen stundenweise im Hort betreut werden

„Der ASB will beim Landkreis einen Antrag stellen, dass die Vorschulkinder zumindest stundenweise im Hortgebäude betreut werden können, um die räumliche Situation zu entspannen“, informiert Bürgermeister Pierson. Er geht vorerst davon aus, dass der ASB die Saaler Kita weiterbetreibt.

In den unteren Räumen wurde brandschutztechnisch bereits nachgerüstet. Die Kosten belaufen sich nach Angaben des Bürgermeisters auf mehr als 6000 Euro. Über einen Anwalt fordert die Gemeinde jetzt das Geld beim ASB ein. „Die Gemeinde hält an der Rechstauffassung fest, dass der Träger für den Umbau zahlen muss. Der ASB sieht die Gemeinde als Eigentümer des Gebäudes in der Pflicht“, erklärt Anja Gabriel.

Keine Einigung über Kostenübernahme

Auch der brandschutztechnische Umbau des Obergeschosses soll nach dem Willen der Gemeinde vom Träger bezahlt werden. „Im Mietvertrag steht eindeutig, dass die Kosten für die Beseitigung von Mängeln vom ASB getragen werden müssen“, betont Pierson. Der Kita-Betreiber war für eine aktuelle Stellungnahme nicht zu erreichen. In früheren Gesprächen allerdings hat die Leitung des Regionalverbandes Warnow-Trebeltal die Rechtmäßigkeit des Mietvertrags angezweifelt. Das Amt Barth stellt derzeit die Gesamtkosten auf und hofft, dass sich auch die finanziellen Fragen in den kommenden Wochen klären, und es noch zu einer außergerichtlichen Einigung kommt. Bürgermeister Wolfgang Pierson ist zu allem entschlossen, notfalls will er das Geld einklagen.

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