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Ribnitz-Damgarten Kita in Saal: Jetzt kann der Umbau endlich losgehen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Kita in Saal: Jetzt kann der Umbau endlich losgehen
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16:00 28.08.2019
Die Kita „Zwergenbahnhof“ in Saal. Die oberste Etage ist wegen fehlender Brandschutzvorkehrungen gesperrt. Quelle: Simone Hamann
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Saal

Jetzt kann es endlich losgehen: Die Aufträge für den Umbau des schon seit Februar gesperrten Obergeschosses der Saaler Kindertagesstätte „Zwergenbahnhof“ des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) sind raus. Bei der Sitzung am Dienstagabend haben die Gemeindevertreter die Vergabe beschlossen. Am Donnerstag, 29. August, findet eine Bauberatung direkt vor Ort statt. „Wir rechnen damit, dass die Arbeiten etwa einen Monat dauern“, erklärte Bürgermeister Wolfgang Pierson.

Der Ärger begann Ende Februar (die OZ berichtete). Am 27. Februar wurden die Eltern abends informiert, dass die Kindertagesstätte mit sofortiger Wirkung geschlossen werden muss. Für die Eltern und Erzieher kam diese Nachricht völlig überraschend. Grund waren erhebliche brandschutztechnische Mängel, vor allem fehlte der zweite Rettungsweg im oberen Geschoss. Einige Tage blieb die Kita ganz geschlossen, seit dem 4. März werden alle Kinder in der unteren Etage betreut, auf engstem Raum. „Das ist aber kein Zustand. Deshalb sollen die Arbeiten so schnell wie möglich abgeschlossen sein“, erklärte Wolfgang Pierson.

Elternsprecher Torsten Simon zieht trotz der Ausnahmesituation in den vergangenen Monaten eine positive Bilanz: „Die Erzieherinnen haben sehr gute Arbeit geleistet. Die Kinder haben die Veränderungen gar nicht so bemerkt. Für sie war es spannend. Und bei dem schönen Wetter konnten sie ja auch viel draußen spielen.“ Aber für die Mitarbeiterinnen sei es natürlich eine große, logistische Herausforderung, wenn man plötzlich auf engstem Raum arbeiten müsse.

Treppe als zweiter Fluchtweg

Während die Mängel im Untergeschoss relativ kurzfristig und bei laufendem Betrieb behoben werden konnten, sind die Arbeiten im Untergeschoss aufwendiger. Hier muss unter anderem von außen eine Treppe angebracht werden, als zweiter Fluchtweg. Angedacht war zunächst, statt einer Treppe eine Rutsche anzubringen, aber dafür habe der Platz gefehlt, erklärte Bürgermeister Wolfgang Pierson. „Deshalb wird es jetzt doch die Metalltreppe werden.“ Die Kosten für den kompletten Umbau des Obergeschosses liegen bei rund 65 000 Euro. Die Arbeiten im Erdgeschoss haben bereits rund 6500 Euro gekostet.

Und genau um diese Kosten streiten sich von Anfang an die Gemeinde und der Träger der Einrichtung, der Regionalverband Warnow-Trebeltal des Arbeiter-Samariter-Bundes. Denn während die Gemeinde darauf pocht, dass der ASB als Mieter die Kosten tragen muss, sieht der ASB die Gemeinde als Eigentümer der Immobilie in der Pflicht. Laut Mietvertrag sei das aber klar geregelt, sagt Bürgermeister Wolfgang Pierson. Hier stehe schwarz auf weiß, dass der ASB für die Beseitigung von Mängeln zuständig sei. Im Gegenzug sei die Gemeinde dem ASB mit dem Mietpreis entgegengekommen.

„Wir sind deshalb jetzt vor Gericht. Die Gemeinde will die Kosten auf jeden Fall vom Träger erstattet bekommen“, sagte der Saaler Bürgermeister. Es sei schon lange klar gewesen, dass es Mängel gebe, aber diese seien nie behoben worden. Auch mit der Gemeinde sei nicht gesprochen werden. „Über die Treppe hätte man ja noch reden können und sich die Kosten eventuell teilen können“, erklärte Wolfgang Pierson.

Mehr zum Thema: Schock für Eltern: Kita schließt von heute auf morgen, Gemeinde befürchtet Rückzug des ASB, Kita Saal: Gemeinde fühlt sich vom Träger im Stich gelassen, Kita Saal: Planungen für Umbau beginnen

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Von Anika Wenning

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