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Ribnitz-Damgarten Alten Sportplatz sanieren statt neuen bauen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Alten Sportplatz sanieren statt neuen bauen
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16:32 15.05.2019
Henrik Pellmann (v.l.), Wiebke Strzeletz und Christian Kirsch wollen sich für die Sanierung des Sportplatzes einsetzten. Quelle: Anika Wenning
Barth

Dass der Kunstrasenplatz auf der Sportanlage des SV Barth für den Spielbetrieb zu kurz und auch dringend sanierungsbedürftig ist, das kann so nicht bleiben, finden Wiebke Strzeletz, Henrik Pellmann und Christian Kirsch. Die drei Barther treten bei der Stadtvertreterwahl am 26. Mai für die FDP an und wollen sich für den Erhalt und die Sanierung des Sportplatzes einsetzen. „Warum wollen wir einen neuen Sportplatz bauen? Wir sollten lieber den vorhandenen Platz sanieren“, findet Christian Kirsch.

Die jungen Barther – Wiebke Strzeletz und Henrik Pellmann sind 18 Jahre alt, Christian Kirsch ist 28 – möchten sich zudem für die Jugend in der Stadt einsetzen. „Wir müssen unbedingt wieder Politik für junge Menschen machen. Barth ist für junge Leute nicht attraktiv“, meint Henrik Pellmann. Mangeln würde es vor allem an Freizeitangeboten für die Jugend. „Uns fehlt ein Jugendclub. Es kann doch nicht sein, dass sich die jungen Leute abends am Bahnhof treffen“, sagt Christian Kirsch. „Die Stadt hat doch genügend Immobilien, aber die werden dann lieber an die Wobau verkauft, wie die Diesterwegschule. Die Räumlichkeiten wären perfekt für einen offenen Jugendclub. Die Lage ist optimal.“ Zwar gebe es in Barth-Süd einen Jugendclub, aber der sei, was die Öffnungszeiten anbelange, eine Katastrophe.

Nicht beraten, sondern mit entscheiden

Dass die Barther FDP auf die ersten Listenplätze junge Kandidaten gesetzt habe, sei ein klares Signal. „Wir wollen mit jungen Leuten in der Stadtvertretung sitzen. Wie will man die Jugend beteiligen, wenn man sie nicht an Bord hat?“, meint Christian Kirsch. Die Idee, ein Jugendparlament in Barth zu schaffen, reiche nicht aus. „Wir wollen nicht nur beraten, sondern auch entscheiden. In einer Demokratie müssen alle Generationen vertreten sein“, sagt Henrik Pellmann, der genau wie Wiebke Strzeletz gerade sein Abitur macht. Während die 18-Jährige nach der Schule einen Bundesfreiwilligendienst beim Technischen Hilfswerk in Barth absolviert und auch danach in Barth bleiben möchte, hat Henrik Pellmann ein Angebot für November bei der Bundeswehr in Baden-Württemberg. Endgültig entschieden, habe er sich aber noch nicht. „Und solange ich hier bin, möchte ich mich auch politisch engagieren.“

Doch natürlich wolle man sich nicht nur für die Interessen der Jugend einsetzten. „Wir sind nicht nur eine Liste für junge Menschen. Unsere Kandidaten kommen aus allen Berufen und Altersgruppen. Wir wollen ein Angebot an alle Barther sein“, sagt Henrik Pellmann. Insgesamt stehen zehn Kandidaten auf der Liste der FDP. Beim Dauerthema „Belebung der Langen Straße“ sei vor allem eines wichtig. „Wir brauchen ein vernünftiges Parkleitsystem, damit die Urlauber wissen, wie man in die Innenstadt kommt und wo man parken kann“, meint Christian Kirsch und Henrik Pellmann fügt hinzu. „Wir sind momentan mehr eine Durchfahrtsstadt. Dabei haben wir viele tolle Angebote und schöne Läden. Die Leute müssen nur wissen, wie sie dort hinkommen.“

Allerdings müsse man in Zukunft auch darauf achten, nicht nur den Tourismus in der Stadt zu stärken. Man dürfe die Barther nicht aus den Augen verlieren und auch Angebote für Einheimische schaffen. Einsetzen möchten sich die Kandidaten auch dafür, dass es mehr bezahlbaren Wohnraum in Barth gibt, den sich auch Geringverdiener leisten können. Dabei sei es auch wichtig, dass dieser nicht nur in Barth-Süd angeboten werde, sondern auch am Hafen oder im Innenstadtbereich.

Das sind die Kandidaten der FDP

In Barth wird am 26. Mai eine neue Stadtvertretung gewählt. Auf der Liste der FDP stehen zehn Kandidaten: Henrik Pellmann, Wiebke Strzeletz, Christian Kirsch, Sebastian Strecker, Karoline Preisler, Tobias Bork, Andreas Ferl, Gunnar Schade, Hans-Dietrich Simon, Hagen Reinhold.

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Anika Wenning

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