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Ribnitz-Damgarten Krebs-Betroffene machen mobil
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Krebs-Betroffene machen mobil
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17:41 08.03.2017
Zum Auftakt der 26. Landestagung des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern/Schleswig-Holstein in Dierhagen hat die Landesvorsitzende Sabine Kirton mehr als 100 Teilnehmer begrüßt. Quelle: Timo Richter
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Dierhagen

Einer Krebserkrankung mit Fröhlichkeit und Leichtigkeit begegnen – das versuchten am Mittwoch zum Auftakt der 26. Landestagung der Frauenselbsthilfe nach Krebs weit mehr als 100 Teilnehmerinnen in Dierhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen). Bis Freitag steht die Tagung des gemeinsam für Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein tätigen Landesverbandes und dem Motto „FSH – Wir bewegen!“.

Und genauso begann die Zusammenkunft. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Burkhard Lebert intonierte gar eine eigene Fassung des Knef-Klassikers „Für mich soll’s rote Rosen regnen“. In gelöster Atmosphäre starteten die Tagungsteilnehmer in das dreitägige Programm.

Für Landeschefin Sabine Kirton aus Heringsdorf steht das Motto im Vordergrund. „Wir bewegen Menschen, wir bewegen aber auch etwas im Gesundheitssystem“, ist sich die 63-Jährige sicher. Und immer schwingt die Angst vor einem erneuten Ausbruch der Erkrankung mit. Die Frauenselbsthilfe wolle aber zeigen, dass ein Leben mit oder nach der Krebserkrankung schön sein kann, sagt Sabine Kirton. Als Sinnbild für eine positive Lebenseinstellung der Betroffenen ist für die Frauenselbsthilfe der Schmetterling. Dessen Flügel sind so zerbrechlich wie die Seele eines Menschen, wie Sabine Kirton sagt.

Während der Zusammenkunft geht es aber auch um Handfestes. Ein „sagenhaftes Gespräch“ mit dem Vertreter einer Krankenkasse hat die Landesvorsitzende bereits vor Eröffnung der Tagung geführt. Auf schnelle Art und Weise sollen Betroffene über eine neue App, einer kleinen Anwendung auf einem Mobilgerät, Aktuelles aus dem Landesverband erfahren können. Wo sind Gruppen, wer sind Ansprechpartner, welche Kurse gibt es in meiner Nähe? Antworten auf diese Fragen sollen künftig an jedem Ort mit einem Fingertippen zu finden sein. Außerdem wird es in dem kleinen Programm auch direkte Verlinkungen zu anderen Netzwerken geben.

Ein wichtiges Thema ist auch die finanzielle Unterstützung für den Besuch besonderer Kurse oder den Ausbau solcher Angebote. So gibt es in Mecklenburg-Vorpommern nur in Greifswald eine Fatigue-Trainerin. Die übt mit den Betroffenen, wie sie einer bei Krebserkrankungen häufig einhergehenden tiefen Müdigkeit Herr werden können, um etwa durch Selbsterkenntnis wieder zur inneren Balance zurückfinden können. Denn die Diagnose Krebs wirft Betroffene immer wieder aus der Bahn, wie Sabine Kirton selbst erlebt hat.

Diskutiert wird auch über ein festes Programm, mit dem weitere Mitstreiterinnen für die Frauenselbsthilfe gewonnen werden können. Im Gespräch ist ein etwa dreistündiges Fest, das ganze Familien ansprechen soll. Denn die steigende Zahl der Anfragen bei der Frauenselbsthilfe nach Krebs zeigt der Landesvorsitzenden, das „die Zahl der Erkrankungen ganz stark zunimmt“.

Allein in Mecklenburg-Vorpommern gibt es 24 Gruppen, darunter auch eine reine Männer-Gruppe.

Timo Richter

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