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Ribnitz-Damgarten Künftig mehr Platz für Sportboote in Wustrow
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Künftig mehr Platz für Sportboote in Wustrow
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13:56 29.04.2019
Die Stahlpfähle für den neuen Steg am Wustrower Hafen wurden inzwischen gerammt. Quelle: Timo Richter
Wustrow

Die umfangreiche Sanierung des Wustrower Hafens wird auch das Erscheinungsbild des Wasserwanderrastplatzes verändern. Der morsche Holzsteg ist inzwischen von der Bildfläche verschwunden, die neuen Stahlpfähle, die die neue begehbare Konstruktion tragen werden, sind bereits gerammt. Weil die künftigen Liegeplatz-Boxen etwas schmaler gebaut werden, erhöht sich die Anzahl der Anlegemöglichkeiten für Freizeitskipper – zwar nicht deutlich, aber doch etwa um eine Handvoll Plätze. 30 Liegeplätze sollen künftig zur Verfügung stehen, hinzu kommt quasi als Zugabe eine komfortablere Slipanlage.

Am deutlichsten fällt jedoch das Fehlen der alten Pappeln entlang des Parkplatzes zur Kaikante hin ins Auge. Schon während der Rammarbeiten wurde festgestellt, dass einige Bäume von innen „schon mehr als hohl“ waren, so Kurdirektor Dirk Pasche auf Nachfrage. Der Bereich werde mit ortstypischen Bäumen neu aufgeforstet.

Sanierung auf letzten Drücker

Die Sanierung des Hafens wurde sozusagen auf den letzten Drücker in Angriff genommen. Die Anker der östlichen, also der Kaikante zum Parkplatz hin, waren nahezu komplett verschwunden. Folge: Die Kaimauer drohte in den Hafen zu stürzen. Angesichts der Gefahr machte Bürgermeister Daniel Schossow (SPD) Tempo für die Bereitstellung von Fördergeld. Das Engagement wurde belohnt.

Rund 2,5 Millionen Euro kostet das Vorhaben, 90 Prozent der Kosten werden gefördert. Das Geld stammt aus dem Topf „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Die Hafensanierung war bereits vor Jahren projektiert worden.

Spülfeld wird nicht zur Festwiese

Damit die Arbeiten zur Kai-Sanierung und dem Bau des neuen Steges überhaupt beginnen konnten, mussten das Hafenbecken selbst, Teile der Zufahrt und Bereiche rund um den neuen Steg auf Arbeitstiefe ausgebaggert werden. Das Baggergut landete komplett im Spülfeld des Ostseebades. Das war im Vorfeld der Hafensanierung ertüchtigt worden, um die geplanten Massen Baggerguts aufnehmen zu können.

Um das Spülfeld selbst rankten sich in der Vergangenheit erstaunliche Geschichten. Die Kommune, wurde hie und da orakelt wolle das Spülfeld schließen und abdecken. Auf der neuen Fläche solle demnach die neue Festwiese in Wustrow entstehen. Sowohl Bürgermeister Daniel Schossow als auch Kurdirektor Dirk Pasche weisen solche Planungen zurück. Laut Dirk Pasche wäre es „das Dümmste“, wenn Wustrow die Bestandsfestsetzung des Spülfeldes aufgeben würde. In der Folge gebe es kaum eine Chance, ein neues Spülfeld einzurichten.

Geplant ist es, die Sanierung des Wustrower Hafens bis Ende Juni abzuschließen. Während der jüngsten der wöchentlichen Bauberatungen wurde dieser Fertigstellungstermin bestätigt, sagte der Wustrower Kurdirektor.

Kritik an ausbleibender Boddensanierung

Die nun erforderlichen Sanierungen der einst mit Millionenaufwand geförderten Wasserwanderrastplätze hatte zuletzt den Borner Hafenmeister Werner Witt in Rage gebracht. Der kritisierte den betriebenen Aufwand, ohne eine Sanierung des Boddens beginnen zu wollen. Aufgrund der zumeist geringen Wassertiefe könnten die Wasserwanderrastplätze kaum erreicht werden.

Mehr lesen: Baggerung im Bodden

Timo Richter

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