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Ribnitz-Damgarten Küstenrettung in Sicht
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Küstenrettung in Sicht
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16:56 27.07.2018
Ahrenshoops Bürgermeister Hans Götze, Umweltminister Till Backhaus und Thomas Oppermann, Vize-Präsident das Bundestages, am Kopf der Saisontreppe an der Ahrenshooper Steilküste. Quelle: Robert Niemeyer
Ahrenshoop

„Am Geld wird es ganz sicher nicht scheitern.“ Ein Satz, der Jörn Reiche, Vorsitzender der Ahrenshooper Interessengemeinschaft (IG) „Hohes Ufer“, und Hans Götze, Bürgermeister von Ahrenshoop (Vorpommern-Rügen), ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Gesagt hat diese Worte am Freitagnachmittag der Vize-Präsident des Bundestages, Thomas Oppermann (SPD), als er am Fuße der Saisontreppe an der Ahrenshooper Steilküste mit den Mitgliedern der IG und Till Backhaus (SPD), Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, über die Zukunft des von Abbrüchen gebeutelten Küstenabschnitts sprach. Das jahrelange Engagement der Interessengemeinschaft scheint sich also allmählich auszuzahlen. „Wir schauen jetzt deutlich optimistischer in die Zukunft“, sagte Hans Götze.

Allein in diesem Winter sei die Küste an dem Abschnitt in Niehagen auf einer Breite von fünf Metern abgebrochen, sagte Jörn Reiche. Immerhin: Die Saisontreppe konnte wieder aufgebaut werden, an anderer, sicherer Stelle. „Wir machen in diesem Jahr einen ganz wichtigen Schritt“, sagte Jörn Reiche.

Abbruchverhalten minimieren

Und der soll mit einer Umweltverträglichkeitsuntersuchung gemacht werden. Geplant ist, einen Wellenbrecher im Wasser zu bauen. Das Ingenieur-Büro „b&o“ aus Hamburg prüft nun, welche Auswirkungen ein solches Bauwerk auf die Pflanzen- und Tierwelt hat und wo die beste Stelle dafür ist. Kurz: Es wird untersucht, ob überhaupt ein Wellenbrecher gebaut werden kann. „Ziel ist es, das Abbruchverhalten zu minimieren, aber die Steilküste als aktives Kliff zu erhalten“, sagte Bernd Opfermann, Eigentümer des Ingenieur-Büros.

Denn genau hier liegt der Spagat dieses Projektes. „Wenn wir hier etwas machen, muss das höchst sensibel passieren“, sagte Till Backhaus. Die Hürden für einen sinnvollen Kompromiss zwischen dem Natur- und Artenschutz auf der einen und dem öffentlichen Interesse der Landeigentümer, denen ihr Grundstück regelmäßig wegbricht, auf der anderen Seite seien erheblich. Für den Artenschutz sind weiterhin Küstenabbrüche notwendig, etwa um Vögeln Lebensraum zum Brüten zu bieten. Die Argumente der Landeigentümer seien jedoch ebenfalls nachvollziehbar. „Mit dieser Untersuchung sind wir da auf dem richtigen Weg“, so Backhaus. 160000 Euro kostet die Prüfung, 128000 Euro steuert davon das Umweltministerium bei, die restlichen 32000 Euro trägt die Gemeinde Ahrenshoop.

Auch Tourismusförderung

„Ich bin froh, dass dieses Projekt jetzt aus Schwerin mit wohlwollender Unterstützung begleitet wird , sagte Thomas Oppermann, der sich bereits im vergangenen Jahr mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Sonja Steffen die Steilküste angeschaut hatte. Bei der Finanzierung des Wellenbrecher-Projektes, das machte Till Backhaus deutlich, müsse auch das Wirtschaftsministerium mit im Boot sitzen, schließlich gehe es dabei auch um den Erhalt der touristischen Attraktivität der Küste. Und Tourismusförderung ist im Wirtschaftsministerium angesiedelt.

Bis Ende des Jahres soll feststehen, ob ein Wellenbrecher gebaut werden kann. Die Bauplanung selbst würde dann im nächsten Jahr folgen, der Bau selbst wahrscheinlich frühestens 2012.

Niemeyer Robert

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