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Ribnitz-Damgarten Eschenburg-Panorama ist ein Hingucker
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Eschenburg-Panorama ist ein Hingucker
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00:07 16.03.2015
Fried Krüger (l.), Geschäftsführer des Klockenhäger Museumsvereins, und Jan Berg, Vorsitzender des Museumsvereins, vor dem Eschenburg-Panorama. Ab 1. April ist es in der Göpel-Scheune zu sehen. Quelle: Edwin Sternkiker
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Klockenhagen

Mit über 60 000 Gästen konnte das Freilichtmuseum Klockenhagen im vergangenen Jahr die Besucherzahl gegenüber 2011 fast verdoppeln. Ein Sprung, den viele erhofft, aber nicht für möglich gehalten haben. Ausruhen auf diesem Erfolg kommt aber für Fried Krüger, Geschäftsführer des Museumsvereins Klockenhagen, nicht in Frage. Er brütet ständig über der Frage nach, wie man durch neue Angebote noch mehr Besucher anlocken kann. Was dabei herauskommt, ist unter anderem in der Göpelscheune zu besichtigen. Dort ist in den vergangenen Wochen ein 30-Meter-Panorama entstanden. Mit der Eröffnung der Saison am 1. April können sich die Besucher auf eine fotografische Zeitreise in die 1930er Jahre begeben. Mit Geräuschen soll die Fotoschau untermalt werden.

Zu sehen sind Aufnahmen des Rostocker Fotografen Karl Eschenburg (1900 bis 1947). „Die sind uns vom Rostocker Universitätsarchiv zur Verfügung gestellt worden“, freut sich Fried Krüger. Die Aufnahmen bieten Einblicke in den Alltag der mecklenburgischen Bauern und Fischer. Für Fried Krüger und Jan Berg, Vorsitzender des Museumsvereins, ist das 360-Grad-Panorama mit den Eschenburg-Fotos ein Höhepunkt in diesem Jahr.

Das Museum lockt außerdem mit einer neuen Fahrradschau, nachdem die Ausstellung „Mein alter Drahtesel“ im vergangenen Jahr sehr gut angekommen war bei den Besuchern. In der neuen Schau werden unter anderem 13 wertvolle Zweiräder zu sehen sein, die das Technische Museum Berlin zur Verfügung stellt.

Das Fahrrad in den Mittelpunkt einer Sonderausstellung zu rücken, kommt nicht von ungefähr, macht Fried Krüger deutlich. „Schließlich steht das Freilichtmuseum inmitten einer Urlaubsregion, in der der Fahrradtourismus eine immer größere Rolle spielt.“

Zu den Neuheiten in diesem Jahr gehören auch die Diesel - und Dampftage, die am 27. und 28. Juni stattfinden werden. An beiden Tagen wird es stündliche Vorführungen und Mitfahraktionen geben. Den Besuchern werden unter anderem ein Schlepper MC Cornick aus den 1920er Jahren mit Stahlrädern und eine Stirling-Wärmekraftmaschine präsentiert. „Wer mit seinem Oldtimertraktor daran teilnehmen möchte, ist herzlich eingeladen“, sagte Krüger.

Vorgenommen haben sich die Museumsleute auch, die Stellmacherei zu beleben. Dort soll eine Grünholzwerkstatt eingerichtet werden, wo Ralph Schmid und Klaus Mundt die Besucher erwarten. Die sind zum Mitmachen eingeladen, zum Beispiel beim Basteln von Holzspielzeug.

Die Diskussion um die angespannte Haushaltslage der Stadt Ribnitz-Damgarten (die OZ berichtete) macht auch um das Freilichtmuseum Klockenhagen keinen Bogen. „Solange der Haushalt 2015 nicht steht, solange bleiben kleinere Bauprojekte, die wir uns für dieses Jahr vorgenommen haben, erst einmal auf Eis gelegt“, sagte Fried Krüger.

Geburtsstunde des Museums schlug 1970
Nachdem Bauer Heinrich Peters seinen Hof der Stadt Ribnitz-Damgarten überschrieben hatte, schlug 1970 die Geburtsstunde des Denkmalhofes Klockenhagen. Hans Erichson und Heiner Morgenroth gestalteten nacheinander als Museumdirektoren das „Dorf im Dorf“. Sie spürten bewahrenswerte Häuser in MV auf, ließen sie fachgerecht abbauen und stellten sie wieder in Klockenhagen auf.
Heute stehen 20 Beispiele norddeutscher Baukunst in einem einzigartigen Ensemble.
Das Freilichtmuseum Klockenhagen versteht sich als Bewahrer dieser Architektur. In den letzten Jahren bildete die Belebung des Hofes mit Feldbau und Tierhaltung sowie traditionellem Handwerk den Schwerpunkt.



Edwin Sternkiker

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