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Ribnitz-Damgarten Kunstmuseum Ahrenshoop gewinnt an Wert
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Kunstmuseum Ahrenshoop gewinnt an Wert
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15:37 07.01.2019
Marion Schael im Kunstmuseum Ahrenshoop. Quelle: Timo Richter
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Ahrenshoop

 Mit Hans Brass zieht in diesem Jahr ein einstiger Bürgermeister von Ahrenshoop, zugleich Mitbegründer der Bunten Stube, ins Kunstmuseum des Ostseebades ein. Die Schau zum Ende des neuen Jahres ist eine Anerkennung dessen Werke und zugleich Teil der Sonderausstellungen in dem Museum, das sich mittlerweile einen festen Platz in der bundesweiten Museumslandschaft ergattert hat.

Annähernd 2,5 Millionen Euro entsprechen dem Wert der Zustiftungen im vergangenen Jahr. Die Sammlung des Kunstmuseums Ahrenshoop wächst und gewinnt weiter an Bedeutung, stellt die kaufmännische Leiterin Marion Schael fest. Etliche Lücken konnten geschlossen werden.

Dauerleihgabe

Etliche Lücken bleiben aber auch noch offen. Da kommt dann beispielsweise die Dauerleihgabe eines Rostocker Arztes gerade recht, der dem Museum mit „Winterhafen auf dem Fischland“ ein vergleichsweise spektakuläres Bild zur Verfügung stellt.

Annähernd 33 000 Besucher haben sich im vergangenen Jahr die Ausstellungen des Kunstmuseums angesehen. Damit liegt die Zahl der Besucher auf dem Niveau der Vorjahre – Ausnahme 2017. Nicht das Wetter, sondern die Gründung der Künstlerkolonie vor 125 Jahren bescherte dem Museum einen Besucheraufschwung. Die Zahl der Besucher sprang auf nahezu 45 000. Nun ist der auf das Level der Vorjahre zurückgegangen. Keine Sorge bei Marion Schael, weiß sich die kaufmännische Leiterin mit dem Kunstmuseum Ahrenshoop doch in Gemeinschaft mit den Museen bundesweit.

Cool bleiben

Das vergangene Jahr begann nicht reibungslos. Nach der langen Kältephase kam der Sommer, die erst hervorragende Besucherzahlen verdörrten geradezu. Die Museumsbetreiber waren nicht untätig. Fahnen mit der Aufschrift „Cool bleiben“ sorgte während der heißesten Monate für einige zusätzliche Gäste. „Wir sind eine Urlauberregion, in diesem Sommer haben unsere Besucher die ’Karibik an der Ostsee’ genossen“, sagt Marion Schael. Und den Besuch des Museums hintenan gestellt.

Dabei hat es auch in dem heißen Sommer immer einige Neuerungen gegeben. Allein die Dauerausstellung wurde aufgrund von Zustiftungen immer wieder neu gehängt. Knapp 2,5 Millionen Euro beträgt der Wert der „Neuzugänge“ in dem Museum.

Mehr Bedeutung

Damit wächst die Sammlung des Kunstmuseums nicht nur, sondern sie gewinnt an Bedeutung, wie Marion Schael sagt. „Das macht die Arbeit spannend.“ Außer den zahlreichen Werken im Depot des Kunstmuseums schlummern darin bis dato mehr als 900 grafische Arbeiten. Dieses Konvolut ist laut Marion Schael bislang kaum in Erscheinung getreten.

Die Dauerausstellung als Dokumentation der Entwicklung der Künstlerkolonie Ahrenshoop wird immer wieder modifiziert. Dazu kommen die Sonderausstellungen zu besonderen Themen. Aktuell ist im Kunstmuseum die Schau „ ... nach dem nördlichen Eismeer zu sehe ich noch eine kleine Tür“ zu sehen. Gezeigt werden Werke von Künstlern und Literaten, die über den Seeweg vor den Nationalsozialisten flohen.

Künstlerfreundschaft

Die Retrospektive zu Hans Brass schließt einen Reigen von höchst unterschiedlichen Sonderausstellungen. Da wird unter anderem eine Schau mit von Werken Jo Jastrams mit seinen Künstlerfreunden Kate Diehn-Bitt und Johannes Müller gezeigt. Eine Künstlerfreundschaft steht im Anschluss erneut im Mittelpunkt. Ab Mitte April sind Werke von Gerhard Marcks und Alfred Partikel zu sehen.

Und natürlich findet auch das Bauhaus-Jahr in Ahrenshoop statt. Werke des weniger bekannt gewordenen Bauhaus-Künstlers Fritz Kuhr ziehen im Herbst in das Kunstmuseum ein. Das künstlerische Jahr endet dann mit der Retrospektive des ehemaligen Bürgermeisters und Mitbegründers der Bunten Stube, Hans Brass.

Timo Richter

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