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Ribnitz-Damgarten Lebendig und frisch wie das Meer
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Lebendig und frisch wie das Meer
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00:00 20.08.2018
Auf der Wiese vor der Alten Schule: Verwandlungskünstlerin Katharina Witerzens bei ihrer Zeitreise zu den nostalgischen Jahrmärkten als Prinzessin Perla.
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Ahrenshoop

Wer die Wahl hat, hat die Qual. So zeigte sich auch am Sonnabend die 19. Lange Nacht der Kunst in Ahrenshoop. Man bräuchte die Siebenmeilenstiefel aus der Märchenwelt, um alle 20 Häuser anzusteuern, in denen im 30-Minuten-Takt überall gute Programme, manche sogar gleichzeitig, geboten wurden.

20 Häuser öffneten am Sonnabend die Türen zur Langen Nacht der Kunst.

Als Marion Schael um 18 Uhr am Kunstmuseum den „Marathon“ eröffnete, waren Kinder noch mit dem Malen beschäftigt, wurden noch von den Rostockern Nina und Jennifer fein geschminkt, verkauften Ahrenshooper Tonnenbundschwestern selbst gebackene Kuchen. Zum Auftakt improvisierte das Stralsunder Tanztheater eine „Tischgesellschaft“, „zu der jeder geladen sein kann, unabhängig von seiner Hautfarbe und Religion“, erklärte Lara Meisel (17).

Die Bunte Stube erlebte mit dem neuen Inhaber Max Wegscheider (34) gleich zwei Ausstellungseröffnungen nacheinander. „Bei der Hochzeitsnacht geht das nicht“, brachte Onkel und Orgelbauer Kristian Wegscheider den Vergleich. Nach dem ältesten Johannes Helm präsentiert jetzt der jüngste Künstler, Soenke Thaden (31) aus Friesland, im Kabinett Malerei und Grafik zum Thema „Maritim“. Er brachte gleich seinen Leipziger Galeristen Johann Rosenbohm (30) mit.

In der Ausstellung „Die Stille des Sommers“ mit kostbaren keramischen Arbeiten von Grita Götze in der Galerie Alte Schule ist Vorsicht geboten. Ihre Gefäße mit Blumen und schlanken Frauen „sind der sichtbare Luxus ruhender Zeit“, zitierte Robert Dämmig zur Ausstellungseröffnung.

Während Michael Kaden vor der Galerie virtuos auf dem Akkordeon musizierte, erzählte Birgitt Sandke Gute-Nacht-Geschichten zu Bildern der Sammlung im Kunstmuseum.

In der Strandhalle gaben Zsuzsa Bálint und Cristian Niculescu als Klavierduo mit zwei Ungarischen Tänzen einen Vorgeschmack auf die Kammermusiktage vom 20. bis 28. Oktober im Ostseebad Ahrenshoop.

Sie musizierten noch einmal im Designbüro von Hagen Hansen neben der Schifferkirche, wo die Glocken zu Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach mit Jonas Sandberg läuteten.

Auf der Wiese an der Alten Schule servierte „anna küste“ bienenfleißig Café und Kekse. Doch fehlte hier ein Stand mit Wein und kleinen Leckerbissen. So hatte das Freiluftcafé gegenüber alle Hände voll zu tun. Dort saßen auch die Straßenmusiker Alfred und Geraldo aus Halle, sangen zur Gitarre für Crêpes und Wein und amüsierten in der lauschigen Nacht die Gäste mit ihrem Untergrundprogramm „Leben im Vollrausch“.

Vor ihrem Schaubudenwagen ging Verwandlungskünstlerin Katharina Witerzens auf eine Zeitreise zu den nostalgischen Jahrmärkten und sang als Prinzessin Perla mit hoher Sopranstimme: „Wann sehe ich mein fernes Land wieder?“.

Veranstaltungsmanagerin Romy Dade mit sommerlich gelben Accessoires wie die Farbe der Strahler zu den Häusern sagte: „Der Veranstaltungsplan wird jedes Jahr länger.“

Elke Erdmann

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