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Ribnitz-Damgarten Lost in MV: Schatzsuche auf dem Militärflughafen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Lost in MV: Schatzsuche auf dem Militärflughafen
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05:00 12.07.2019
Mit einem GPS-Gerät erkunden die Lost in MV-Teilnehmer Anfang August den ehemaligen Militärflughafen auf der Halbinsel Pütnitz. Quelle: privat
Pütnitz

Der ehemalige Militärflughafen auf der Halbinsel Pütnitz wird Anfang August wieder zu einem Spielplatz für Technikfreunde. Dieses Mal geht es dabei zumindest nicht vorrangig um historische Fahrzeuge. Vielmehr erobern vom 2. bis zum 4. August Schatzsucher das Gelände, wenn es dort nach 2011 und 2015 zum dritten Mal heißt „Lost in MV“. Bis zu 2000 Geocacher werden dann auf Pütnitz zur digitalen Schnitzeljagd mit buntem Rahmenprogramm erwartet.

Das Gelände des Technikvereins Pütnitz. Quelle: Ernst Fischer

Zur Erklärung: Lost in MV (dt. Verloren in MV) ist nicht nur der Name der Veranstaltung, sondern auch des veranstaltenden Vereins aus Rostock. Der Titel lehnt sich an den Begriff Lost Places (verlorene Plätze), eine Bewegung, die verlassene, verfallene oder auch versteckte Orte und Gebäude entdeckt. „Für viele Menschen strahlen solche Gebäude oder Gelände eine unglaubliche Faszination aus“, sagt Christian Schletter vom Lost in MV-Verein. So wie der Pütnitzer Flugplatz. „Nach dem Haupttor verlieren sich die Spuren der Zivilisation, bis die ersten verfallenen Gebäude auftauchen und man am Ende ein Gelände erreicht, das aus der Zeit gefallen scheint.“

Weltweite Begeisterung für Geocaching

Geocaching ist eine weltweite Bewegung, die mit Hilfe von GPS-Technik versteckte Schätze aufspürt. „Das können fingerhutkleine Behälter sein, aber auch ganze Schiffscontainer“, so Schletter. Dabei bekommen die Schatzsucher die Koordinaten eines Caches und navigieren mit einem GPS-Gerät oder per Smartphone-App zu dem Versteck. In der Regel befindet sich dann an der Stelle ein sogenanntes Logbuch, in das sich der Schatzsucher einträgt, und ein Schatz, beispielsweise in einer versteckten Dose. Im Normalfall nimmt der Sucher dort etwas heraus und legt selbst wieder etwas hinein. „Im Grunde jagen wir mithilfe milliardenschwerer Satellitentechnik nach Tupperdosen in Wäldern“, sagt Schletter.

2011 war das Geocaching-Event auf Pütnitz eines der ersten dieser Größe in Deutschland. „Die Rückmeldung der Teilnehmer war so positiv, dass wir das 2015 wiederholten“, so Christian Schletter. Und nun gibt es die dritte Auflage.

Joe Cocker-Cover und Les Bummms Boys

Die Teilnehmer der Veranstaltung werden dann auch auf die Suche nach Verstecken gehen, die 2011 angelegt worden sind. „Wir halten uns aber strikt an die Verbotsschilder“, sagt Christian Schletter. Große Teile des ehemaligen Militär-Gebietes dürfen nicht betreten werden. Aber auch in Ribnitz-Damgarten dürfte der eine oder andere Geocacher an diesem Wochenende gesichtet werden, da sich auch in der Bernsteinstadt das eine oder andere Versteck befindet.

Zum Programm des Events Lost in MV auf Pütnitz gehören Technikvorführungen des Technikvereins sowie ein Besuch des offiziellen Geocaching-Maskottchens, dem Frosch "Signal". Quelle: privat

In Zusammenarbeit mit dem Technikverein Pütnitz haben der 38-Jährige und seine Mitstreiter zudem an dem Wochenende ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Es gibt Technikvorführungn, ein Kinderprogramm und eine Händlermeile. Angeboten werden auch Rundflüge, Panzer- und Bootsfahrten. „Der Technikverein ist ein unglaublich starker Partner“, sagt Christian Schletter.

Bis zum 12. Juli können sich Interessierte im Internet anmelden. Ein Besuch ist aber auch an den Veranstaltungstagen spontan möglich. „Wer dieses Hobby noch nicht kennt, kann bei uns gerne reinschnuppern.“ Und am Abend erwarten die Besucher zwei Konzerte, und zwar von Mr. Pete (Joe Cocker-Cover) und der Pop-Rock-Ska-Band Les Bummms Boys aus Rostock.

Sieben Vereinsmitglieder gehören zum Kernteam von Lost in MV, 20 sind an der Vorbereitung beteiligt. Am Veranstaltungswochenende kümmern sich etwa 100 Helfer um die Gäste. Die kommen aus ganz Deutschland und auch aus den Nachbarländern, etwa aus den Niederlanden, Dänemark oder Frankreich. „Geocaching lebt von der Gemeinschaft“, sagt Christian Schletter, „das ist ein tolles Hobby. Man findet Orte, die auf keiner Karte eingezeichnet sind, löst Rätsel. Man entdeckt die Welt mit anderen Augen.“

Er selbst sucht seit 2006 nach versteckten Schätzen, hat bereits in 30 Ländern der Erde Caches entdeckt. Einer davon befindet sich auf dem Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas. „Es war immer mein Traum, diesen Berg einmal zu besteigen. Und wenn dort noch eine Überraschung wartet, ist das umso toller.“

Mehr Infos unter:
www.lost-in-mv.de

Robert Niemeyer

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