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Ribnitz-Damgarten Marlower Wehrführer zählt Land an
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Marlower Wehrführer zählt Land an
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13:36 24.02.2019
Gemeindewehrführer Michael Rybicki (li.) zeichnet Helmut Becker für langjähriges Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr Marlow aus. Quelle: Timo Richter
Jahnkendorf

Reichlich Alarm hat Gemeindewehrführer Michael Rybicki während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Marlow gemacht. Mit deutlicher Kritik an der Landesregierung zog der 57-Jährige einen Schlussstrich unter den Wintereinbruch zu Ostern im vergangenen Jahr. Seine Forderung für künftige, wie seinerzeit angekündigte Katastrophen dieser Art ist: Auch das Land muss Einsatzkräfte zur Verfügung stellen, forderte Michael Rybicki während der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr im Marlower Ortsteil Jahnkendorf

So waren die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Marlow zu den Feiertagen im vergangenen Jahr infolge des erwarteten Schneechaos stundenlang im Dauereinsatz. Von den 15 Einsätzen waren zehn, unter der Schneelast zusammengebrochene Bäume von Landstraßen zu entfernen. Gerade hier hätte sich Michael Rybicki Unterstützung des Landes erhofft. Da mag seinen Worten zufolge aber die Devise gelautet haben, die „Dödels von der Feuerwehr werden das schon machen – nur weil wir billig sind“.

Künftig Straßensperre

In einer ähnlichen Situation würde er seine aktiven Brandschützer nicht noch einmal ihr Leben riskieren lassen, um für freie Fahrt zu sorgen. Bei Bruchgefahr, so stürzten im vergangenen Jahr nahe der Kameraden im Einsatz immer wieder starke Äste herab oder gar ein ganzer Baum um, „fahren wir künftig nicht mehr raus. Dann muss die Straße eben gesperrt werden.“

Unterstützung für seine Einschätzung erhielt Michael Rybicki vom stellvertretenden Kreiswehrführer Steffen Harder. Verständlich sei das Ansinnen der Leitstelle, die Straßen von Baumsperren freizuhalten, schließlich müsse der Rettungsdienst ja fahren können. In der Abschätzung der Gefahr für die eigenen Leute nicht das ausschlaggebende Argument. Die Rettungswagen müssten dann einen weiteren Weg nehmen. Es könne nicht sein, dass die Feuerwehrmitglieder in solchen Situationen rausfahren müssten, zumal der Eigenschutz nicht gewährleistet sei.

Soziale Aufgaben

Horst Millahn servierte nach der Versammlung einen Imbiss. Quelle: Timo Richter

Im vergangenen Jahr mussten die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Marlow zu insgesamt 55 Einsätzen ausrücken. In 36 Fällen hatten es die Brandschützer mit technischer Hilfeleistung zu tun, 16-mal mussten sie zu Brandeinsätzen ausrücken. Dazu kamen drei Einsätze der Kategorie sonstiges. Michael Rybicki dankte den Mitgliedern der Feuerwehr nicht nur für deren Einsatzbereitschaft, sondern auch für deren Willen für Aus- und Weiterbildung. Und mit der Absicherung auch städtischer Veranstaltungen wie dem Waldlauf und dem Radrennen bringe sich die Feuerwehr immer wieder in das Stadtleben ein. Mit der Jugendwehr würde man sich auch sozialen Aufgaben widmen.

Einen Rückblick auf die Arbeit der 14 Mitglieder der Jugendwehr bot Sprecherin Franziska Nekwapil. Praktische ebenso wie theoretische Ausbildung stand auf dem Programm. Dazu aber auch Aktionstage und Ausflüge. Gute Plätze errangen der Marlower Feuerwehrnachwuchs beispielsweise beim Velgaster Marsch und dem Franzburger Herbstmarsch. In guter Erinnerung hielt Franziska Nekwapil das Blaulichtwochenende in Altheide sowie die Besichtigung eines Feuerwehrbootes in Rostock.

Gute Zusammenarbeit

Eine leicht durchwachsene Bilanz zog der Gemeindewehrführer hinsichtlich der Ausstattung. Die Schutzkleidung sei gut, der Fahrzeugbestand müsse kontinuierlich erneuert werden. So solle im Mai ein neues Tanklöschfahrzeug kommen. Befriedigend wertete Michael Rybicki den Zustand der vier Standorte der Marlower Feuerwehr. Das Gerätehaus in Bartelshagen I jedoch sei schlecht – feucht und muffig.

Ausdrücklich dankte Ruth Bahlmann den Mitgliedern der Feuerwehr für Hilfe und Unterstützung der städtischen Veranstaltungen. Die stellvertretende Bürgermeisterin lobte die gute Zusammenarbeit der Feuerwehr mit der Verwaltung Marlows. Stadtpräsident Norbert Schlesiger appellierte in seinem Grußwort an Pflichten in der Demokratie und rief die Kameraden auf, sich an der Wahl am 26. Mai zu beteiligen.

Timo Richter

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