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Ribnitz-Damgarten Martin Lange: Ich möchte meine Grenzen ausloten
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Martin Lange: Ich möchte meine Grenzen ausloten
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19:14 29.04.2019
Martin Lange vom SV Motor Barth, hier bei seiner Spezialdisziplin Kniebeugen, startet am Freitag bei der Europameisterschaft. Quelle: Marco Schwarz
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Barth

Martin Lange hat es in seinem Sport weit gebracht: Er hält deutsche Rekorde, ist mehrfacher nationaler Titelträger im Einzel und mit der Mannschaft im Kraftdreikampf. „Was bleibt, ist der Traum von einer internationalen Medaille“, sagt der Athlet vom SV Motor Barth. Ob es damit am Freitag (15.30 Uhr) bei den Europameisterschaften im tschechischen Pilsen klappt, bleibt abzuwarten. Doch auch wenn nicht, wird ihn das nicht von seinem Weg abbringen. „Vordergründiges Ziel ist nicht das Treppchen“, meint der 31-Jährige.

Mit 17 Jahren zum Kraftsport gekommen

Im Jahr 2004, mit 17 Jahren, kam Martin Lange erstmals zu einem Training beim Kraftsport in seiner Heimatstadt. Sein älterer Bruder Sven, der heute Abteilungsleiter beim SV Motor Barth ist, habe ihn mitgenommen. „Eigentlich war das für eine Karriere schon etwas spät“, sagt er. Dennoch stellten sich bei dem ehrgeizigen Sportler schnell erste Erfolge ein. Nicht einmal ein Jahr später war er bereits deutscher Meister im Jugendbereich.

Neue Heimat in der Schweiz gefunden

Doch nicht nur sportlich setzt Lange seine Ziele um. Nach dem Abitur in Barth studierte er Biomedizinische Technik an der Universität Rostock. Erfolgreich. Mittlerweile lebt er in der Schweiz. „Im Jahr 2013 habe ich dort eine Stelle gefunden und arbeite jetzt als Projektleiter im Bereich Labortechnik“, berichtet Lange, der seine neue Heimat im Kanton Graubünden nahe der Stadt Chur gefunden hat. „Das ist sozusagen das Mecklenburg-Vorpommern der Schweiz, mit ganz viel Natur“, beschreibt er augenzwinkernd. „Meinem Verein, dem SV Motor Barth, halte ich aber weiterhin die Treue.“

Familie ist ein großer Rückhalt

Unterstützung bei der Ausübung seines Sports erhält er von Ehefrau Annemarie, die in der selben Firma arbeitet. „Sie hält mir den Rücken frei und ist zudem eine treibende Kraft“, sagt der Athlet. Und zu seinen größten Fans zählt inzwischen Töchterchen Emily Sophie (2). „Kraftsport ist bei uns ein Familiending“, erklärt er. Auch seine Eltern, die in Barth leben, sind regelmäßig bei Wettkämpfen dabei, engagieren sich im Verein. „Ohne diese Unterstützung könnte ich den Sport nicht ausüben. Wenn ich international starten möchte, gibt es kaum ­Pausen.“

Kraftsport sei für ihn ein ideeller Sport. „Mich fasziniert daran, die eigenen Grenzen auszuloten, mich immer weiter zu pushen. Das ist fast schon ein Extremsport. Und wenn das ganze Studio mit den Trainingsübungen aufhört, wenn ich Gewichte auflege, dann ist das schon ein tolles Gefühl“, sagt Lange.

Vorbereitung lief vielversprechend

Monatelang hat er sich auf die nun anstehende Europameisterschaft vorbereitet, ist zwischendurch beim Heimwettkampf in Barth in der Bundesliga gestartet. Die Trainingspläne habe Bundestrainer Dietmar Wolf für ihn zusammengestellt. Vor zwei Wochen trafen sich die EM-Teilnehmer zu einem Kaderlehrgang in Thüringen.

Und die Vorbereitungen auf den bevorstehenden Wettkampf liefen gut. „Die letzten Einheiten vor der EM sind erstaunlicherweise irgendwie leicht“, postete Martin Lange über soziale Netzwerke. In Pilsen möchte er vornehmlich seine deutschen Rekorde in Angriff nehmen. Die hält er in der Gewichtsklasse bis 105 kg im Kniebeugen mit 367,5 kg und im Dreikampf mit 940 kg. „Ich bin optimistisch, dass es zu EM damit klappen könnte.“

In Pilsen wartet auf den Motor-Kraftsportler starke Konkurrenz. Gemeldet ist er mit seiner Dreikampfleistung auf Rang sieben. Gleich vier Athleten sind mit einer Gesamtlast von mehr als 1000 kg ­registriert.

Doch das dürfte den Barther nicht davon abhalten, erneut seine Grenzen auszuloten und seiner erstaun­lichen Erfolgsbilanz nach Mög­lichkeit ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. Einen Livestream zur EMgibt es unter www.goodlift.info

Marco Schwarz

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