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Ribnitz-Damgarten Mehr Angebote für Jugendliche
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Mehr Angebote für Jugendliche
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14:53 22.11.2018
Die Leiterin des Barther Jugendclubs, Anne Peters (4.v.r.), sprach mit Verantwortlichen über die Zukunft der Einrichtung. Das Angebot für Jugendliche soll erweitert werden. Quelle: Anika Wenning
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Barth

 Im Wahlkampf waren sich die vier Barther Bürgermeisterkandidaten, Karoline Preisler, Mario Galepp, Martin Maak und Friedrich-Carl Hellwig, einig: Bei der Jugendarbeit gibt es Nachholbedarf. Zwar habe die Stadt einen Jugendclub, allerdings werde der von zu wenigen jungen Leuten genutzt. Stattdessen würde viele Jugendliche unter anderem am Bahnhof und am Hafen ihre Freizeit verbringen.

Um das zu ändern und das Angebot auszuweiten, trafen sich am Mittwochabend Verantwortliche im Jugendclub „Alte Post“ in Barth-Süd. Initiiert hatte das Gespräch Mario Galepp, Vorsitzender des Heimatvereins sowie des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur. Zu dem Treffen kamen der designierte Bürgermeister, Friedrich-Carl Hellwig, Heyko Mews vom Kulturamt der Stadt, der Kontaktbeamter Ingo Latwat sowie Dietmar Schulz vom Barther Qualifizierungs- und Beschäftigungszentrum (BQB), dem Betreiber des Jugendclubs. Gemeinsam mit der Leiterin der Einrichtung, Anne Peters, und ihren Mitarbeiterinnen wurden Strategien besprochen, die Jugendarbeit attraktiver zu gestalten. „Die Lage des Jugendclubs ist günstig, da hier in Barth-Süd auch viele Jugendliche wohnen“, erklärte Mario Galepp. „Ziel ist es, diese Jugendlichen zu animieren, auch hierher zu kommen und nicht woanders abzuhängen.“

Angebot in den Abendstunden fehlt

„Wir werden nicht alle Jugendlichen erreichen, vor allem da die Gruppen nicht homogen sind“, sagte Friedrich-Carl Hellwig. „Aber wir müssen schauen, dass wir möglichst viele begeistern.“ Als erster Schritt, das Angebot zu erweitern, ist am 14. Dezember eine Weihnachtsdisko geplant. Von 18 bis 22 Uhr soll diese im Jugendclub stattfinden. Denn bei Gesprächen mit den Jugendlichen sei immer wieder bemängelt worden, dass der Club zu früh schließe. Die Disko sei ein Angebot für Jugendliche in den Abendstunden. „Es ist wichtig, dass wir eine Veranstaltung haben, zu der viele Jugendliche kommen“, sagte Anne Peters. „So haben wir die Möglichkeit, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und zu fragen, was sie sich sonst noch wünschen.“ Entscheidend sei aus ihrer Sicht auch, dass eine solche Veranstaltung, wie die Disko, regelmäßig stattfinde. „Am besten wäre, wenn man ein Mal im Monat einen Termin hat“, sagte die Jugendclub-Leiterin.

Ein Club, drei Träger

Bevor es eine klare Strategie und Richtung gebe, müssten allerdings erst einmal einige grundsätzliche Dinge geklärt werden, erklärte Friedrich-Carl Hellwig gegenüber der OZ. Problematisch sei, dass es insgesamt drei Träger gebe, die Stadt, die den Jugendclub finanziell unterstützt, die Wohnungsbaugesellschaft Barth (Wobau), der das Gebäude gehört und das BQB, das unter anderem für das Personal zuständig ist. „Die Struktur ist bislang etwas holprig. Manche Schnittstellen sind nicht klar geregelt und es ist nicht ganz eindeutig, wer für was verantwortlich ist“, sagte der designierte Bürgermeister. „Aber allen Beteiligten ist daran gelegen, diesen Knoten aufzulösen.“ Denn gerade beim Thema Personal sei eine Konstante wichtig. „Es ist nicht gut, wenn es dauernd Personalwechsel gibt“, erklärte Friedrich-Carl Hellwig. Derzeit wird die Leiterin des Jugendclubs, die seit Juli vergangenen Jahres hier arbeitet, von zwei Ein-Euro-Jobberinnen unterstützt. „Leider gab es in der Vergangenheit viele Wechsel. Mein Wunsch wäre natürlich ein Festangestellter“, sagte Anne Peters.

Mit der Wobau habe der Bürgermeister in spe bereits geredet und über eine Sanierung des Gebäudes gesprochen. „Schön wäre es, wenn die Jugendlichen mit anpacken und auch viel in Eigenleistung gemacht wird. Gar nicht aus finanziellen Gründen, sondern aus Identifikationsgründen“, sagte Friedrich-Carl Hellwig. So könnten die Jugendlichen ihre eigenen Vorstellungen mit einbringen.

Adventsflohmarkt am 1. Dezember

Am 1. Dezember wird im Barther Jugendclub „Alte Post“, Bertolt-Brecht-Straße 14, von 14 bis 18 Uhr ein Adventsmarkt veranstaltet. Organisiert wird ein Flohmarkt. Die Besucher können unter anderem Kinderspielzeug, Weihnachtsdeko, Handarbeiten und vieles mehr kaufen. Nach dem Stöbern kann man sich im „Clubcafé“ bei selbst gebackenen Kuchen und Kaffee stärken.

Wer Interesse hat, sich mit einem eigenen Stand an dem Adventsflohmarkt zu beteiligen, kann sich telefonisch beim Jugendclub melden (03 82 31/49 92 41).

Der Jugendclubhat immer montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Am Dienstag wird Brot gebacken, Donnerstag Kuchen und um 15.30 Uhr findet dann das Clubcafé statt und am Freitag wird gekocht. Ansonsten können die Kinder und Jugendlichen unter anderem basteln, Billard, Dart oder auch Tischtennis spielen.

 

Anika Wenning

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