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Ribnitz-Damgarten Mehr als 18 Millionen Euro für Schulzusammenlegung in Barth
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Mehr als 18 Millionen Euro für Schulzusammenlegung in Barth
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12:53 29.10.2019
So soll der Schulstandort Uhlenflucht in Barth von oben aussehen, inklusive Anbau. Quelle: Planungsbüro Inros Lackner
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Barth

Dass die geplante Schulzusammenlegung in Barth nicht günstig werden würde, war sicherlich allen Beteiligten klar. Mit dieser Summe hatten die Mitglieder des Ausschusses für Schule und Soziales allerdings nicht gerechnet. Mehr als 18 Millionen Euro – rund 9 Millionen Euro für den Standort Uhlenflucht und knapp 9,5 Millionen Euro für den Standort Bertolt-Brecht-Straße – lautet die Kostenschätzung, die der Architekt Uwe Seidenschnur vom Rostocker Planungsbüro Inros Lackner in der Sitzung am Montagabend präsentierte. Die Ausstattung ist hier noch nicht eingerechnet. „Da wir noch nicht wissen, was wir mit rüber nehmen können“, erklärte der Architekt. Die Summe sei realistisch und mit anderen laufenden Bauvorhaben abgeglichen worden. „Wir wollen nichts vormachen und etwas versprechen, was wir dann nicht halten können. Die Baukosten sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen“, erklärte Uwe Seidenschnur.

„Die Kosteneinschätzung ist für uns als Verwaltung erst einmal erschreckend, aber wir wollten, dass etwas Zukunftsweisendes geplant wird“, erklärte die Amtsleiterin des Barther Bürgeramtes, Anja Gabriel. Dabei sei das Thema Inklusion für die Zukunft eine zusätzliche Herausforderung. Im Vorfeld der Planung gab es Workshops mit Lehrern und den Schulleitern, um den genauen Bedarf abzuklären. „Wir haben seit dem Frühjahr sehr häufig zusammengesessen“, erklärte Rainer Schmidt, Schulleiter am Gymnasialen Schulzentrum Barth. „Die Planung bildet das ab, was wir brauchen.“

Beschluss schon 2015 gefasst

Bereits 2015 hatten die Stadtvertreter den Beschluss zur Schulneuordnung gefasst. So soll am Gebäude des gymnasialen Schulteils am Standort Uhlenflucht ein Anbau entstehen. Danach steht ein Umzug des Regionalschulteils dorthin an. Damit ist eine Zusammenlegung beider Schulen zur kooperativen Gesamtschule verbunden. Rund 900 Schüler sollen hier unterrichtet werden. Am Standort der regionalen Schule in der Bertolt-Brecht-Straße sollen dann Grundschule und Hort einziehen. Auch hier soll nach den neuesten Planungen ein Anbau entstehen. Knapp über 300 Schüler sollen in der Grundschule unterrichtet und rund 250 im Hort betreut werden.

Finanziert werden soll das Millionenprojekt mit Fördermitteln, die aus einem Topf mit EU-Mitteln kommen sollen. Die ersten Kostenschätzungen gingen noch von rund 4,2 Millionen aus. „Die ersten Planungen wurden den Anforderungen der heutigen Zeit nicht gerecht“, erklärte Uwe Seidenschnur die immense Steigerung. So sei der neue Gebäudeteil mit mehr als 3000 Quadratmetern größer geworden als zunächst geplant. Die Klassenräume hätten eine Größe von etwa 65 Quadratmetern.

Jetzt heißt es, Klinken putzen

Am Standort Brecht-Straße gebe es eine klare Trennung zwischen Schule und Hort. Lediglich bei einzelnen Räume wie dem Kunst- und dem Werkraum sei eine Doppelnutzung geplant. Bei der derzeitigen Förderung müsste die Stadt 25 Prozent der Kosten tragen. „25 Prozent sind bei der Summe kein Pappenstiel. Können wir das überhaupt stemmen?“, fragte der Ausschussvorsitzende Frank Schröter Richtung Verwaltung. „Unser Bürgermeister muss jetzt Klinken putzen und Termine beim Ministerium vereinbaren. Wir müssen schauen, ob es möglich ist Co-Finanzierungen zu erhalten oder die Fördersumme zu erhöhen“, erklärte Anja Gabriel.

Mehr zum Thema Schulzusammenlegung in Barth: Die Zeit drängt

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Von Anika Wenning

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