Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Merkel: A20-Loch „eine fürchterliche Schmach“
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Merkel: A20-Loch „eine fürchterliche Schmach“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:57 25.01.2019
Landrat Stefan Kerth (SPD,links), begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), beim traditionellen Neujahrsempfang des Landkreises Vorpommern-Rügen. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
Anzeige
Trinwillershagen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das frühere Loch an der Autobahn 20 bei Tribsees als ein trauriges Ereignis bezeichnet. Kein Mensch außerhalb des Landkreises könne sich vorstellen, was so etwas bedeutet - „weil es ja eigentlich eine fürchterliche Schmach ist“, sagte Merkel am Freitagabend beim traditionellen Neujahrsempfang des Landkreises Vorpommern-Rügen in Trinwillershagen. Die nach der Wende gebaute A20 sei ein Stück Stolz für die Menschen in der Region. Einige Menschen in den kleinen Ortschaften auf der Umleitungsstrecke seien sehr geplagt gewesen, als plötzlich 20 000 Autos am Tag durchfuhren. Im Herbst 2017 war die über einem Torfgebiet gebaute Autobahn spektakulär vollständig zusammengebrochen.

Gleichzeitig lobte Merkel den Bau der rund 800 Meter langen Behelfsbrücke, die binnen weniger Monate entstanden war. „Wenn Sie mal sehen, wie es mit dem Berliner Flughafen vorangeht, dann würde ich mal sagen, die Sache mit der Behelfsbrücke ist vergleichsweise gut gelungen“, sagte sie unter lautem Gelächter der rund 500 Gäste. Jetzt dürfe aber nicht nachgelassen werden. „Aus der Behelfslösung darf kein Dauerzustand werden.“ Da gebe es noch viel zu tun, bis die A20 2022 wieder vierspurig zu befahren sei. Da sei sie auch wieder bereit, sich dafür einzusetzen.

Anzeige

Im Rahmen des Empfangs wurde der Bürgermeister der von der Umleitung hauptsächlich betroffenen Gemeinde Langsdorf, Hartmut Kolschewski, für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement und insbesondere für seinen Einsatz während der mehr als einjährigen Leidensphase seiner Gemeinde ausgezeichnet. So wurden rasch Lärmschutzmaßnahmen und Tempokontrollen eingeleitet. Er sei auch über Nacht zu einem gefragten Medienpartner geworden, hieß es zur Begründung.

dpa