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Ribnitz-Damgarten Mindestlohn stellt Firmen vor Herausforderungen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Mindestlohn stellt Firmen vor Herausforderungen
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07:40 09.01.2015
Fanny Schumacher (l., 25) und Susann Westphal (44) arbeiten bei der Stadtbäckerei Junge in Ribnitz-Damgarten. Das Unternehmen zahlt schon seit Juni 2014 Mindestlohn. Quelle: Anika Hoepken
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Seit Anfang dieses Jahres gilt flächendeckend der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro. „Für uns ist das angesichts unserer Lohnstruktur ein großes Thema“, sagt Mathias Haase, Geschäftsführer des Marlower Vogelparks (Vorpommern-Rügen). Um die zusätzlichen Lohnkosten tragen zu können, sei man weiterhin auf hohe Besucherzahlen angewiesen, meint Haase. „Unterm Strich benötigen wir in diesem Jahr immerhin rund 150 000 Euro mehr, um die Lohnkosten abdecken zu können. Dieses Geld muss erst einmal erwirtschaftet werden.“ Ob sich das auf die Eintrittspreise auswirken werden, ließ der Geschäftsführer offen, darüber werde derzeit noch diskutiert.

Die Stadtbäckerei Junge zahlt nach Aussage von Unternehmenssprecher Gerd Hofrichter ihren Mitarbeitern bereits seit Juni 2014 den nun gültigen gesetzlichen Mindestlohn. „Wir begrüßen die grundsätzliche Aussage: Jeder, der zur Arbeit geht, sollte davon leben können. Fairer Lohn für faire Arbeit“, erläutert Hofrichter die Unternehmensphilosophie. Doch der Mindestlohn habe auch seinen Preis: Zum Jahreswechsel sei eine Preiserhöhung unausweichlich gewesen.

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Auch im Ribnitz-Damgartener Restaurant „No. 11“ steigen die Preise. „Schließlich steigen auch die Kosten bei den Lieferanten. Weil sie ja jetzt auch Mindestlohn zahlen müssen“, erklärt die Geschäftsführerin Romy Weihrauch



Anika Hoepken

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