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Ribnitz-Damgarten Motor-Athleten freuen sich auf das Finale daheim
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Motor-Athleten freuen sich auf das Finale daheim
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00:14 11.04.2018
Eduard Tepper war beim letzten Vorrundenwettkampf der Kraftdreikampf-Bundesliga bester Athlet des SV Motor Barth. Quelle: Foto: Marco Schwarz
Potsdam/Barth

Die Athleten des SV Motor Barth haben souverän das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Kraftdreikampf erreicht. Am dritten und letzten Tag der Vorrunde in der 1. Bundesliga ließ der Titelverteidiger und siebenmalige Serienmeister bei seinem Auftritt in Potsdam nichts mehr anbrennen und sicherte sich Rang eins in der Staffel Nord. Sven Lange, Abteilungsleiter Kraftsport beim Verein, war zufrieden. „Unser Fokus lag auf dem Einzug in die Endrunde. Dieses Ziel haben wir erreicht“, sagte er.

Und fest steht nun auch, die Barther dürfen das Finale am 26. Mai ausrichten. Diese Entscheidung hat der Bundesverband bekannt gegeben. „Darüber freuen wir uns natürlich und hoffen auf die Unterstützung zahlreicher Zuschauer“, meinte Sven Lange. In der Vinetastadt werden dann die besten sechs Mannschaften der Bundesliga-Saison an den Start gehen.

Mit dabei ist dann auch die stärkste Mannschaft der Vorrunde, der KSV Mainz, der sich in der dritten Runde in der Gesamttabelle der beiden Staffeln an den Barthern vorbei schieben konnte. Die Mainzer galten bereits vor der Saison als Topfavorit auf den Titel. „Aber die Vorrunde ist Geschichte. Im Finale werden die Karten neu gemischt. Und wir werden angreifen“, verspricht der Abteilungsleiter. Er weiß aber auch, dass es schwer wird, den KSV zu bezwingen, wenn dieser in Bestbesetzung antreten kann und sich keine Fehler erlaubt. „Aber das muss erst einmal gelingen“, sagte Sven Lange.

In Potsdam lieferten die Barther am letzten Tag der Vorrunde einen soliden Wettkampf ab. Mit 1567 Punkten erzielten sie ihr bislang bestes Saisonergebnis. Stärkster Motor-Starter war dabei Eduard Tepper, der auf 549 Punkte (305 kg im Kniebeugen, 220 kg im Bankdrücken und 300 kg im Kreuzheben) kam. Nicht ganz zufrieden war Martin Lange (529 Punkte – 345 kg, 255 kg, 300

kg). Insbesondere mit dem Kreuzheben haderte er. „Mir sind bei den beiden abschließenden Versuchen die Hände aufgegangen“, schilderte er sein Problem.

Mit dem Kreuzheben hatte auch René Groß (489 Punkte – 315 kg, 290 kg, 250 kg) so seine Schwierigkeiten. „Das war wie immer meine Hassdisziplin“, kommentierte Groß, der erst den dritten Versuch in die Wertung brachte. Aber mit den persönlichen Bestleistungen im Kniebeugen und innerhalb eines Dreikampfes im Bankdrücken konnte er zufrieden sein.

Als vierter Athlet sicherte Jan Bast (455 Punkte – 257,5 kg, 217,5 kg, 265 kg) das Mannschaftsergebnis ab. Er ging ohne Equipment in den Wettkampf und überzeugte insbesondere beim Bankdrücken. Die 217,5 kg sind inoffizieller deutscher Rekord. „Allerdings wird dieser nur bei Meisterschaften anerkannt“, erklärte Sven Lange, warum die Leistung keine Eintragung in die Rekordlisten finden wird.

„Wir gehen jetzt hochmotiviert in unseren Heimwettkampf“, blickt der Abteilungsleiter auf das Finale voraus. Dort wird dann Tobias Persen ins Team zurückkehren. Außerdem sollen Eduard Tepper, Martin Lange und René Groß versuchen, den Titel zum achten Mal in Folge zu holen. Angesichts der Stärke des härtesten Kontrahenten aus Mainz, der zuletzt auf überragende 1749 Punkte kam, wäre das aber eine kleine Sensation.

Tabellen nach der Vorrunde

1. Bundesliga Nord Punkte

1. SV Motor Barth 4557,68

2. SAV Erfurt 4252,24

3. Sanssouci GYM Potsdam 4058,26

4. KBV Bautzen 4038,22

5. VfB Klötze 3970,89

6. KG Bergen-Gostorf 3959,50

7. Herrnburger AV 3912,28

8. Magdeburg/Schönebeck 3387,09

1. Bundesliga Süd

1. KSV Mainz 08 4697,54

2. SC Oberölsbach 4368,10

3. KG Renchtal/Weinheim 4216,23

4. KSV Essen 4117,88

5. TSV Katzwang 3881,26

6. AC Siegfried Darmstadt 3748,06

7. SG Randersacker 3615,97

8. SV Fellbach 3607,82

Qualifiziert für das Finale (26. Mai): SV Motor Barth (Gastgeber), KSV Mainz, SC Oberölsbach, KG Renchtal/ Weinheim, KSV Essen, SAV Erfurt.

Marco Schwarz

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