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Ribnitz-Damgarten Motor-Frauen sorgen für Spannung im Kampf um die Meisterschaft
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Motor-Frauen sorgen für Spannung im Kampf um die Meisterschaft
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13:32 18.03.2019
Marie Ratschkowski (am Ball in einer früheren Partie) erzielte in Rostock acht Tore für Motor Barth.
Marie Ratschkowski (am Ball in einer früheren Partie) erzielte in Rostock acht Tore für Motor Barth. Quelle: Foto: Arndt Gläser
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Rostock/Ribnitz-Damgarten

Martin Habermann hat recht behalten. Der Trainer der Verbandsliga-Handballerinnen des SV Motor Barth war überzeugt davon, dass seine Mannschaft auch beim Spitzenreiter bestehen kann. „Wenn wir eine gute Leistung abrufen können, werden wir dort gewinnen“, hatte er bereits vor der Partie bei der HSG Uni Rostock gesagt. Und so kam es. Die ­Vinetastädterinnen setzten sich mit 25:16 durch und haben das Rennen um den Titel in der Verbandsliga nun so richtig spannend gemacht. Motor hat nur noch einen Zähler Rückstand auf die Rostockerinnen und eine Begegnung weniger bestritten.

Eine knappe Niederlage mussten indes die Lokalrivalinnen vom Ribnitzer HV hinnehmen. Sie unterlagen in heimischer Halle dem SSV Einheit Teterow mit 24:25.

HSG Uni Rostock – SV Motor Barth 16:25 (6:11). „Das Tor ist auf. Jetzt müssen wir nur noch durchgehen“, sagte der Barther Trainer Martin Habermann nach dem deutlichen Erfolg seiner Mannschaft im Spitzenspiel. Er meinte damit die Chance, sich den Titel in der Verbandsliga aus eigener Kraft sichern zu können. Das sei nun das Ziel. „Wir können mit viel Selbstvertrauen in die nächsten Spiele gehen, dürfen dabei aber nicht nachlässig werden“, meinte der Coach.

Habermann sah einen couragierten Auftritt seines Teams beim Tabellenführer in Rostock. Lediglich beim 1:0 für die HSG nach zwei Minuten lag Motor zurück. Anschließend führten nur noch die Gäste, die sich schließlich auf 10:3 (24.) absetzen konnten. „Wir haben einen guten Start erwischt. Die kleineren individuellen Fehler in der Abwehrarbeit hat Torhüterin Anika Keller mit starken Paraden wettgemacht“, analysierte Habermann.

Im Anschluss leisteten sich die Bartherinnen eine kleinere Schwächephase, so dass die HSG beim 8:12 zu Beginn der zweiten Hälfte wieder in Schlagdistanz lag. „Angesichts der deutlichen Führung haben wir uns einfache Fehler geleistet. Das müssen wir in Zukunft abstellen“, sah der Coach auch noch Verbesserungspotenzial. Spannend wurde die Partie dennoch nicht mehr. Die Gäste steigerten sich wieder und feierten einen am Ende völlig ungefährdeten Sieg.

Fünf Spiele stehen für die Bartherinnen bis zum Saisonende in der Verbandsliga noch auf dem Programm. Dazu zählen auch das Derby beim Ribnitzer HV (30. März) und das Rückspiel gegen den Spitzenreiter am 6. April in der heimischen Vineta-Sportarena. Am kommenden Sonnabend (15 Uhr) empfängt die Mannschaft aber zunächst den Schwaaner SV. Gegen den ­Tabellenneunten sind dann zwei Punkte im Kampf um die Meisterschaft Pflicht. SV Motor Barth:Keller, Napp – Schumacher 8/1, Ratschkowski 8, Heinze 3, Saß 4, Evert 1, Hansen 1, Awe, Schmidt, Thum, Spörle. Siebenmeter:HSG 2/0, Motor 3/1. Strafminuten:HSG 2, Motor 0. Ribnitzer HV – SSV Einheit Teterow 24:25 (11:16). RHV-Trainer Tobias Klugmann hatte erneut erhebliche Personalsorgen. Dennoch lag seine Mannschaft zunächst vorn (6:3, 10. Minute) Danach übernahmen die Gäste die Initiative und führten zur Pause deutlich. Im zweiten Durchgang kamen die RHV-Handballerinnen heran und glichen zwei Minuten vor dem Ende zum 24:24 aus. Doch eine halbe Minute vor dem Abpfiff gelang den Gästen der Siegtreffer. Ribnitzer HV: Hameister – J. Engel 12/6, Neubauer 7, Gerhart 2, Nilson 2, ­St. Engel 1, Geist, Bungeroth. Siebenmeter: RHV 6/6, SSV 1/1. Strafminuten: RHV 2, SSV 2.

Marco Schwarz