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Ribnitz-Damgarten NCC Deutschland kauft Holm
Vorpommern Ribnitz-Damgarten NCC Deutschland kauft Holm
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08:36 12.03.2015
Vertreter der Bürgerinitiative zur Bewahrung des Borner Holm zeigen Flagge gegen eine Bebauung des Boddenareals.
Vertreter der Bürgerinitiative zur Bewahrung des Borner Holm zeigen Flagge gegen eine Bebauung des Boddenareals. Quelle: Frank Söllner
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Born

Der Borner Holm, ein Boddenareal im Südwesten der Ortslage Born (Vorpommern-Rügen), wurde an die NCC Deutschland GmbH verkauft. Eingefädelt hatte den Deal die Complar Born GmbH. Die Gesellschaft hatte 1991 Grundstücke auf dem Holm gekauft. Ursprünglich sollten dort eine Reha-Klinik sowie eine Seniorenresidenz entstehen.

Auch die Kommune hat Grundstücke auf dem Boddenareal. Ein Hotel und Ferienwohnungen sollten auf dem Boddenareal entstehen. Nach Einschätzung von Bürgermeister Gerd Scharmberg (Bürger für Born) wird sich die NCC Deutschland GmbH aber zuerst auf Bau und Vermarktung der Ferienhäuser konzentrieren. Aufgrund der heftigen Auseinandersetzungen um die Beplanung des Areals konnte in den vergangenen beiden Jahren kein Hotelinvestor gewonnen werden.

Gegner einer Bebauung des Borner Holms fordern stattdessen, brachliegende Grundstücke innerhalb des Ortes zu bebauen sowie Bauruinen durch neue Objekte zu ersetzen.

Über den Kaufpreis wollte der Bürgermeister keine Angaben machen. „Es ist schon eine gehörige Portion Geld, mit der die Entwicklung von Born weiter voran gebracht werden kann“, sagt Scharmberg.

Albrecht Kiefer (Borner Alternative) sieht in dem Verkauf an NCC einen zumindest „mittleren Gau“. Vor allem fürchtet Kiefer, dass die Kommune nicht die Einnahmen erzielt, die seitens des Bürgermeisters prognostiziert würden. Eigenen Recherchen zufolge betrage der kommunale Anteil der Verkaufsflächen maximal 2,4 Hektar von den insgesamt 7,5 veräußerten Hektar Fläche. Das widerspreche Angaben Scharmbergs, der von einem Gemeindeanteil von annähernd 3,5 Hektar spreche. Die Differenz mache schon einen um wenigstens eine Million Euro veminderten Verkaufserlös aus.



Anika Hoepken