Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Nach Dacheinsturz: Baustopp an Ex-Seefahrtschule
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Nach Dacheinsturz: Baustopp an Ex-Seefahrtschule
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:25 22.08.2018
Ein Teil des Daches des Hauptgebäudes der einstigen Seefahrtschule in Wustrow ist am Dienstagabend eingestürzt. Quelle: Timo Richter
Anzeige
Wustrow

Mit dem Einsturz eines gut 20 Meter langen Abschnitts des Daches der einstigen Seefahrtschule hat sich der Rückbau des Dachgestühls beschleunigt. Denn die Betonkonstruktion wäre im Verlauf der Sanierung des Gebäudes sowieso zurückgebaut worden, wie Projektentwickler Gösta Falkenberg gestern sagte.

Dachstuhl zur Hälfte abgedeckt

Am Abend zuvor war der schon zur Hälfte abgedeckte Dachstuhl mit einem lauten Knall zusammengebrochen. Weil das nach Beendigung der Arbeiten an dem Tag geschah, ist niemand verletzt worden. Die Höhe des Sachschadens ist unbekannt.

Statiker haben das Sagen

Vor dem weiteren Abriss des Dachstuhls des denkmalgeschützten Gebäudes untersuchen Statiker die Tragfähigkeit der Gebäudeteile, auf die die Betonstreben und Dachsteine gefallen sind. Laut Kreissprecher Olaf Manzke hat sich in die Untersuchungen auch der Arbeitsschutz eingeschaltet. Das Rostocker Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) verhängte einen Baustopp für den gefährdeten Bereich des Haupthauses. Die Ursache für das Unglück ist laut Polizei noch nicht vollständig geklärt. Es werde geprüft, ob Ermittlungen wegen des Verdachts der Baugefährdung eingeleitet werden.

Sorge um Denkmalschutz

Aufgeschreckt durch den Einsturz des Teilbereichs des Daches wurden etliche Wustrower. Sie füchteten um den Denkmalschutz. Denn die Dachkonstruktion aus Beton steht unter dem besonderen Schutz, wie der Kreissprecher bestätigt. Mit dem Abriss der einstigen Mensa war schon ein denkmalgeschütztes Wandbild dem Umbau zum Ferienappartements zum Opfer gefallen. Laut Olaf Manzke habe sich der Bauträger korrekt verhalten. Das Beton-Dachgestühl – laut Hinweisgebern das erste dieser Art, das zu DDR-Zeiten entstanden ist – durfte abgerissen werden.

Unfall hat keinen Einfluss auf Baufortschritt

Gösta Falkenberg zufolge habe der Einsturz erst einmal keinen Einfluss auf den weiteren Baufortschritt. So werden die Arbeiten an den Neubauten weitergeführt. Nach Freigabe der Unglücksstelle durch die Statiker, davon geht der Projektentwickler aus, erfolgten erst einmal umfangreiche Aufräumarbeiten. Auch in deren Anschluss sollen weitere Untersuchungen zum Arbeitsschutz erfolgen, um Vorkehrungen treffen zu können, dass sich künftig ein ähnlicher Unfall nicht ein weiteres Mal ereignen kann.

Plan für Präventionszentrum scheiterte

Im November 1846 wurde die Gorßherzogliche Navigationsschule eröffnet. Nach verschiedenen Umstrukturierungen und Neufirmierungen wurde die Schule 1991 aufgelöst. In der Folge gab es verschiedene Ideen einer Weiternutzung. Den Anfang macht der Bau einer Schule auf einem Teilbereich, das denkmalgeschützte Gebäude sollte unter anderem Gemeinschaftsräume, Bibliothek und einen Veranstaltung beinhalten. Ein Rostocker Konsortium plante zuletzt einen Umbau zu einem Gesundheits- und Präventionszentrum mit angegliedertem Hotel. Nun baut der Warener Fred Muhsal die Einrichtung zu mehr als 120 Ferienappartements mit 399 Betten aus.

Richter Timo

Der Bund fördert das Projekt in Barth mit 667 000 Euro. Ab Mitte Oktober bleibt die Kirche für Besucher geschlossen.

22.08.2018

Die „Wiebke D“ bringt Teile für einen Kreuzfahrtschiffsneubau ins finnische Turku

22.08.2018

Vom 9. September bis zum 3. Oktober hat die Öffentlichkeit Zutritt

22.08.2018