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Ribnitz-Damgarten Neuer Steg für Hafen im Künstlerort
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Neuer Steg für Hafen im Künstlerort
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14:10 28.05.2018
Die Landesregierung fördert die Erneuerung des Stegs im Hafen im Ahrenshooper Ortsteil Althagen mit knapp 880 000 Euro.
Die Landesregierung fördert die Erneuerung des Stegs im Hafen im Ahrenshooper Ortsteil Althagen mit knapp 880 000 Euro. Quelle: Richter Timo
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Ahrenshoop

Zwei Jahre lang haben die Ahrenshooper an der Erneuerung des Steges im Hafen im Ortsteil Althagen geplant. Jetzt wurde das millionenschwere Vorhaben mit einer Förderzusage aus dem Schweriner Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit gekrönt. Knapp 880 000 Euro will Minister Harry Glawe (CDU) für die Modernisierung des alten Holzstegs locker machen. Schließlich sei der Hafen ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen in der Region.

Aufwertung der Infrastruktur

Mit den Maßnahmen soll die Infrastruktur in Ahrenshoop erheblich aufgewertet werden. Große Teile des alten Holzstegs werden abgebaut und durch eine Metallkonstruktion ersetzt. Vor allem betrifft das den Unterbau des Steges. Der wird komplett ersetzt und dann mit Holzbohlen belegt.

Regelmäßige Reparaturen

„Damals mussten wird den Steg in Holzbauweise herstellen“, sagt der Ahrenshooper Bürgermeister Hans Götze (Einzelbewerber). Zudem musste heimisches Holz verwendet werden. 20 Jahre später ließe sich feststellen, dass das Holz den Ansprüchen nicht mehr gewachsen sei. In der Vergangenheit waren Mitarbeiter des Bauhofes regelmäßig unter anderem damit beschäftigt, schadhafte Bohlen zu ersetzen.

Ersatz morscher Holzteile

Mit Ausnahme von intakten Bauteilen des Stegs werden sämtliche Holzteile ersetzt. Landseitig ist ein Metallgeländer als Absturzsicherung vorgesehen. Begonnen werden soll mit den Arbeiten im Herbst. „Dann haben wir zur nächsten Saison einen neuen Steg“, freut sich der Bürgermeister. Der beziffert die Gesamtkosten zwischen 1,2 und 1,3 Millionen Euro.

Spülfelddämme werden angeglichen

Darin eingerechnet sind auch Arbeiten am Spülfeld. Dort sollen auf einer Länge von rund 350 Metern die Dämme erhöht werden. Heißt: Sie werden auf eine einheitliche Höhe gebracht, wie Hans Götze sagt. Dazu kommen zwei neue Ausläufe, die als Stahlkonstruktion hergestellt werden. Und das Spülfeld wird komplett eingezäunt, inklusive neuem Zufahrtstor.

Guter Ausgangspunkt für Touren

Voraussetzung ist die Vorlage sämtlicher Unterlagen, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium. Dann werde das Vorhaben mit Geld aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung ver regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert. Ausgestattet mit einer Anlegestelle für Fahrgastschiffe, Zees- und Fischereiboote lohne es sich, von Althagen aus Touren durch den Nationalpark nach Born, Ribnitz-Damgarten oder Zingst zu unternehmen“, so Glawe. „Die Investitionen verbessern das maritime und touristische Angebot vor Ort.“

7000 Mitarbeiter

Insgesamt gibt es in ganz Mecklenburg-Vorpommern aktuell 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen. Darin stehen rund 14 000 Liegeplätze an der Küste und weitere 7725 im Binnenland zur Verfügung. In der Branche finden laut Ministerium rund 7000 Beschäftigte in rund 1400 Unternehmen Arbeit. Kritisiert wurde in der Vergangenheit vermehrt eine ausbleibende Baggerung der Bundeswasserstraße in den Boddengewässern. die mit Millionenaufwand geförderten Wasserwanderrastplätze würden verwaisen, beklagte etwa der Borner Hafenmeister Werner Witt.

Richter Timo

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