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Ribnitz-Damgarten Neues Konzept für Jugendherberge wird im März vorgestellt
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Neues Konzept für Jugendherberge wird im März vorgestellt
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13:20 22.02.2019
Zum Ende der Saison 2019 schließt die Jugendherberge in Barth. Doch es gibt Gespräche mit einem Interessenten. Quelle: Anika Wenning
Barth

Hoffnungsschimmer für die Zukunft der Jugendherberge in Barth. „Es zeichnet sich ab, dass wir einen nahtlosen Übergang hinbekommen werden“, verkündete Bürgermeister Friedrich-Carl Hellwig bei der Stadtvertretersitzung am Donnerstagabend im Rathaussaal die gute Nachricht. So werde der potenzielle Nachfolger am 11. März um 18.30 Uhr in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur sein neues Konzept vorstellen. Die Stadt Barth werde als Grundstückseigentümer ein wesentliches Mitspracherecht daran haben, versprach der Bürgermeister. Auch beim neuen Konzept liege der Fokus auf Familienurlaub und Reiten. Nach OZ-Informationen handelt es sich bei dem Interessenten um die Bernsteinreiter aus Hirschburg. Im Ribnitz-Damgartener Ortsteil bietet der Verein Reitstunden an und vermietet Ferienwohnungen. 130 Betten stehen zur Verfügung. Ein weiterer Schwerpunkt des Vereins, der 2012 gegründet wurde, ist die Zucht der Trakehner Pferde.

Im Oktober hatte der Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) in einer Pressemitteilung erklärt, dass er sich Ende der Saison 2019 von der Herberge samt Reiterhof am Barther Bodden trenne. Sowohl für die Stadt als auch für die Mitarbeiter, die erst kurz der Veröffentlichung der Pressemitteilung informiert wurden, kam diese Nachricht damals völlig überraschend (die OZ berichtete). Begründet wurde die Schließung unter anderem mit rückläufigen Übernachtungszahlen. Demnach seien die Übernachtungen in den vergangenen fünf Jahren gesunken. Konkrete Zahlen nannte das DJH auf OZ-Nachfrage allerdings zum damaligen Zeitpunkt nicht. Die Saison endet am 3. November.

„Wir waren von Anfang an bemüht, dass sich ein nahtloser Übergang ergibt“, erklärte Friedrich-Carl Hellwig. „Die Mahnung, dass der Betrieb nicht abreißen darf, hat sich bei mir eingebrannt. Das ist für die Mitarbeiter ein wichtiger Punkt. Für sie würde es dann einen Betriebsübergang geben. Und auch jedes Objekt leidet, sobald es leer steht“, erklärte der Barther Bürgermeister am Freitag auf OZ-Nachfrage. Bis zur Vorstellung des Konzepts soll auch die Höhe des Erbbauzinses feststehen. „Wir haben einen Gutachter beauftragt, der den Bodenwert festlegt“, sagte Friedrich-Carl Hellwig. Denn aus dem Bodenwert ergebe sich die Höhe des Erbbauzines. „Die Fläche ist riesengroß, deshalb ist es auch ein großer Aufwand“, begründete der Bürgermeister den langwierigen Prozess. Während das Grundstück der Stadt Barth gehört, ist das Jugendherbergswerk Gebäudeeigentümer. Im Jahr 2001 hat die Stadt mit dem Jugendherbergswerk ein Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen. Wenn die Gespräche mit den Bernsteinreitern erfolgreich verlaufen, würde diese den Vertrag übernehmen, allerdings müssten zuvor Änderungen verhandelt werden. Denn während es sich bei der Jugendherberge um einen gemeinnützigen Betrieb handelt, sei die neue Nutzung gewerblich. Allein daraus ergebe sich ein anderer Erbbauzins. Derzeit prüfen die Bernsteinreiter die Wirtschaftlichkeit des Standortes, hieß es auf OZ-Nachfrage. Diese hänge vor allem von der Höhe des Erbbauzinses ab.

Anika Wenning

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