Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Kreistag startet mit Wahlmarathon in die neue Legislatur
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Kreistag startet mit Wahlmarathon in die neue Legislatur
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 01.07.2014
Alte und neue Kreistagspräsidentin: Andrea Köster (CDU).
Anzeige
Stralsund

Der Kreistag Vorpommern-Rügen ist mit einem stundenlangen und nervenaufreibenden Wahlmarathon in die neue Legislatur gestartet . Wie bei konstituierenden Sitzungen üblich sollten gestern Abend in der Fachhochschule Stralsund die verschiedenen Ausschüsse mit Personal von den Fraktionen besetzt werden.

Doch dieses Mal dauerte das Prozedere deutlich länger als sonst, da der Abgeordnete Michael Adomeit (Einzelbewerber) für viele Abstimmungen eine geheime Wahl beantragte. Die Folge: Statt einfach nur die Hand zu heben, musste jedes Kreistagsmitglied mit einem Stimmzettel in eine Wahlkabine gehen und dort sein Kreuz machen. Adomeit erhoffte sich davon, dass ein Mitglied einer anderen Fraktion seiner Zählgemeinschaft, die er mit anderen Kreistagsmitgliedern gegründet hatte, eher eine Stimme geben würde als bei einer offenen Wahl.

Trotz des Durcheinanders bei den Abstimmungen wurden die entscheidenden Personalien geklärt. Die wohl Wichtigste: Bergens Bürgermeisterin Andrea Köster (CDU) wird auch in den nächsten fünf Jahren den Kreistag als Präsidentin leiten. Sie wurde mit großer Mehrheit — bei nur einer Gegenstimme und drei Enthaltungen — in das Amt gewählt. Köster hat diese Position bereits in der vergangenen Legislatur bekleidet. „Ich freue mich, weiter Präsidentin dieses wunderschönen Landkreises zu sein. Wir werden gemeinsam wichtige Entscheidungen für die Menschen unserer Region treffen“, sagte sie nach der Wahl. Köster wird künftig vertreten von Ingulf Donig (SPD) und Wenke Brüdgam-Pick (Linke).

Landrat Ralf Drescher (CDU) betonte in seiner ersten Rede nach der Kommunalwahl die Grundsätze seiner Politik in den nächsten Jahren. „Ich beglückwünsche Sie alle, dass Sie die Arbeit im Interesse der Bürger aufgenommen haben. Der Grundsatz meiner Politik ist, dass es keine Verlierer geben darf. Alle Bürger und Gemeinden sind gleich viel wert“, sagte er. Der Schwerpunkt müsse außerdem weiter auf einer sparsamen Haushaltsführung liegen. Drescher: „Es wird einen sozialverträglichen Personalabbau in der Verwaltung geben. Dies heißt aber nicht, dass auch die freiwilligen Leistungen beschnitten werden.“



Alexander Müller