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Ribnitz-Damgarten Prerow Stromer feierten 20-jähriges Bestehen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Prerow Stromer feierten 20-jähriges Bestehen
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14:47 10.11.2019
Zum 20-jährigen Bestehen gaben die Prerow Stromer ein Konzert im Kulturkaten „Kiek in“. Quelle: Volker Stephan
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Prerow

„Die Prerow Stromer sind eine Besonderheit unseres Ostseebades und tragen als wichtiger Werbeträger seinen Namen seit 20 Jahren weit in die Welt hinaus. Wir möchten den bei Einheimischen und Urlaubern gleichermaßen beliebten Chor auch in Zukunft nicht missen“ – so lassen sich die Grußreden des Prerower Bürgermeisters René Roloff und des Kurdirektors Lothar Jaeschke anlässlich des 20. Chorjubiläums auf einen gemeinsamen Nenner bringen.

Seine große Wertschätzung für die ehrenamtliche Tätigkeit der aktuell 20 Chormitglieder um ihren engagierten Leiter Peter Malt brachte der Kurbetrieb mit einem Empfang im Kulturkaten „Kiek in“ am Freitagabend zum Ausdruck. Eingeladen waren alle einstigen und aktuellen Chormitglieder mit ihren Ehepartnern sowie Vertreter langjähriger Partner. In seiner Laudatio erinnerte René Roloff an das bisherige Pensum von fast 1000 Auftritten in der Region, bei deutschlandweiten Gastspielen sowie im Fernsehen. Die Auftritte wären aus dem eigenen Veranstaltungskalender sowieso nicht mehr wegzudenken.

Sänger unterstützen Vereine und Organisationen

Der Bürgermeister würdigte auch eine Eigenheit des Chores: „Während andere Vereine auf Spenden angewiesen sind, unterstützen die Prerow Stromer mit den Erlösen aus ihren Konzerten Vereine und Organisationen, wie die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger oder den Förderverein der Seemannskirche, die das Geld nötiger brauchen.“

Der Prerower Bürgermeister René Roloff überreicht ein Fässchen Heringe an Karin Malt. Quelle: Volker Stephan

Laut René Roloff habe man lange überlegt, welches Zeichen der Wertschätzung man dem Chor überreichen sollte, und habe den Gedanken an Rum schnell wieder verworfen. Es sollte etwas mit den Menschen eines Küstenortes zu tun haben und gleichzeitig gut genug als Geschenk für Präsidenten, Kanzler und Kronprinzen sein. So kam es, dass der Prerower Bürgermeister unter Beifall und Heiterkeit im Saal ein Fässchen Heringe vom Stralsunder Fischhändler Henry Rasmus an Karin Malt überreichte.

Anekdoten und Hintergründiges aufgetischt

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurden die Gäste mit einem Buffet bewirtet, das der Kurbetrieb spendiert hatte. Und weil bei einem Chorjubiläum die Kultur nicht zu kurz kommen darf, lud inzwischen der Greifswalder Musiker Thomas Putensen sein Klavier aus dem Transporter, um anschließend die Prerow Stromer und ihre Gäste zu unterhalten. „Er bot einen Querschnitt durch die vergangenen Jahrzehnte, der alle Altersgruppen begeisterte“, schwärmte Karin Malt noch am nächsten Tag.

Ihr kam als Moderatorin während des Jubiläumskonzertes am Samstagnachmittag die wichtige Rolle zu, mit Episoden, Anekdoten und Hintergründen aus dem Choralltag zwischen den Titeln überzuleiten. Chorleiter Peter Malt dirigierte dieses Mal nicht, sondern saß mit der Gitarre an der Seite der Akkordeonistin Hanna Schliecker.

Chor bot Querschnitt seines Repertoires

Mit Charme und einer Portion Selbstironie brachte die Moderatorin dem Publikum im brechend vollen „Kiek in“ den Choralltag näher und sorgte so manches Mal für Heiterkeit – so bei der Aufzählung der größten Patzer und Irrtümer der Chorgeschichte.

Das Jubiläumsrepertoire bestand aus einem Querschnitt durch die beiden Jahrzehnte und enthielt neben echten Shantys („Hamburger Veermaster“) auch einstige maritime Hits („Fährt ein weißes Schiff nach Hongkong“), Schlager („Weißes Boot“) und Heimatliches („Pommernlied“). Bei dieser Gelegenheit stellte Karin Malt klar, dass sich das Ensemble weniger als Heimat-, denn als Shantychor versteht. Immer wieder wurde im Publikum mitgeklatscht und mitunter auch mitgesungen.

Hohes Alter der Sänger und Nachwuchssuche sind Thema

Obwohl während beider Tage immer wieder das hohe Durchschnittsalter der Prerow Stromer thematisiert und die Nachwuchsgewinnung beschworen wurde, bleibt am Ende doch die Gewissheit, dass sich bei der Reputation und dem Engagement dieses Ensembles immer wieder Enthusiasten zum Mitmachen begeistern lassen werden. Und die müssen bei der heutigen Fitness der Älteren nicht unbedingt unter 60 sein. Es wird mit Sicherheit weitere Jubiläen – dann mit neuen Gesichtern – zu feiern geben.

Von Volker Stephan

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