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Ribnitz-Damgarten Prerow hofft auf Wohnungsbau
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Prerow hofft auf Wohnungsbau
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13:49 22.11.2018
Das alte Feuerwehrgebäude in Prerow soll im ersten Quartal des kommenden Jahres abgerissen werden. Quelle: Timo Richter
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Prerow

Das einstige Domizil der Freiwilligen Feuerwehr Prerow wird abgerissen. In der Gemeindevertretung des Ostseebades herrscht darüber Einigkeit. Verschwinden soll das altersschwache Gebäude in der Bebelstraße im ersten Quartal des kommenden Jahres, wie Bürgermeister René Roloff (Prerows Zukunft) auf Nachfrage sagt.

Noch allerdings ist unklar, was nach dem Verschwinden des Schandflecks auf dem Grundstück entstehen soll. Die Gemeindevertreter haben während ihrer jüngsten Zusammenkunft darüber nicht gesprochen. Der Bürgermeister indes verweist auf einen Beschluss des Hauptausschusses der Gemeindevertretung, dass auf dem Areal Wohnmöglichkeiten für Familien entstehen sollen, die in Prerow leben oder arbeiten. Basis ist der Abschluss eines Erbbaupachtvertrages, wie es in dem Beschluss heißt, der kurz nach dem Umzug der freiwilligen Feuerwehr in das neue Rettungszentrum gefasst worden war.

Konzentration auf Erbbaupacht

Wohnen in Prerow – das ist ein Thema, das auch die Gemeindevertreter bewegt. Gleichzeitig will die Kommune ihr Tafelsilber, also Grundstücke, nicht weiter verkaufen. Wie beispielsweise in Wustrow obligatorisch, sollen Bauflächen möglichst auf Basis eines Erbbaupachtvertrages vergeben werden. Angesichts der gestiegenen und weiter steigenden Grundstückspreise hat das Ostseebad den Pachtzins von zuletzt sechs Prozent auf vier Prozent gesenkt. „Das ist das untere Limit des Erlaubten“, sagt René Roloff.

Das Grundstück des einstigen Feuerwehrdomizils gehört der Kommune und ist „überhaupt nicht klein“, wie der Bürgermeister sagt. Weil das Areal in die Tiefe reiche, kann sich René Roloff drei Einfamilienhäuser an der Stelle vorstellen. Frage ist, ob sich für das Vorhaben Interessenten finden lassen.

Grundstück nicht optimal geeignet

Denkbar nennt Roloff auch Wohnungsbau durch die Kommune. Zingst etwa hat in der Vergangenheit knapp 60 Mietwohnungen geschaffen, in Ahrenshoop baut die Kommune derzeit auf eigene Rechnung ein Gebäude mit gut einer Handvoll Mietwohnungen. Der Zingster Bürgermeister Andreas Kuhn hatte im Vorfeld vergeblich versucht, Investoren für das Vorhaben zu begeistern. Die hätten aber nur Ferienwohnungen bauen wollen.

Trotz der Grundstücksgröße sieht der Bürgermeister das Areal in der Bebelstraße aber nicht als prädestiniert für kommunalen Wohnungsbau an. Um so ein Vorhaben wirtschaftlich verantworten zu können, müssten viele Wohnungen gebaut werden. Das, so René Roloff, sei auf dem Grundstück trotz dessen Dimensionen nicht verwirklichen, ohne dass sich das Gebäude in die Umgebung einfügen würde.

Verweis auf Einfügegebot

Gerade auf das Gebot des Einfügens legt Prerow viel Wert. Aktuelles Beispiel dafür ist der Neubau eines Ferienhauses mit acht Wohneinheiten im historischen Ortszentrum. Entgegen des Willens der Kommune hatte die Kreisverwaltung als Genehmigungsbehörde das Einvernehmen ersetzt. Das ursprüngliche Einfamilienhaus wurde zwischenzeitlich abgerissen, der Neubau begonnen. Das Ostseebad klagt gegen die Entscheidung der Kreisverwaltung, eine Entscheidung steht noch aus. René Roloff fürchtet, dass auch im Falle eines Urteils gegen die Bauerlaubnis das Gebäude nicht von der Bildfläche verschwindet, zu hoch könnten Schadensersatzforderungen sein.

Zudem verweist der Bürgermeister auf die Vorbildfunktion der Kommune. Da könne nicht auf der einen Seite gegen komplexe Gebäude vorgegangen werden, auf der anderen Seite baue die Gemeinde selbst so ein Haus, um möglichst viele Wohnungen zu bekommen.

Aber: Die Sicherung und der beschlossene Abriss des alten Feuerwehrgebäudes seien unerlässlich. Roloff mag gar nicht an mögliche Gefahren durch ein lange leer stehendes Gebäude nachdenken.

Timo Richter

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