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Ribnitz-Damgarten Prerower Kurdirektor steuert digitales Zeitalter an
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Prerower Kurdirektor steuert digitales Zeitalter an
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13:50 16.05.2019
Während des Tourismusstammtisches in Prerow hat Kurdirektor Lothar Jaeschke (2. v. re.) die bevorstehenden Projekte vorgestellt. Quelle: Timo Richter
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Prerow

Einen optimistischen Ausblick auf die Saison hat Lothar Jaeschke während des jüngsten Tourismusstammtisches gegeben. In der kleinen Runde erläuterte der Prerower Kurdirektor im Wesentlichen anstehende Projekte, die in engem Zusammenhang mit dem Tourismus in dem Ort stehen. Unter anderen ging es dabei um die geplante Erweiterung der Kurverwaltung.

Nachgedacht wird derzeit über einen Anbau. Im Gespräch war auch schon ein eigenes Gebäude auf der Rasenfläche in östlicher Richtung. Damit sollen die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, deren Zahl in der Vergangenheit gestiegen ist, verbessert werden. Mehr aber noch legte Lothar Jaeschke den Schwerpunkt auf die Gästeinformation. Die sollen sich künftig auch in Prerow im digitalen Zeitalter wiederfinden. Das alte Gebäude soll komplett entkernt werden, dann werde ein modernes Infozentrum entstehen. Der Baubeginn für das „ehrgeizige Projekt“ ist für den Herbst geplant.

Erweiterung auch fürs Darß-Museum geplant

Erweiterungspläne werden auch für das Darß-Museum geschmiedet. In der Kommune habe man sich bereits auf ein zusätzliches Gebäude festgelegt. Der Kurdirektor misst dem Darß-Museum eine hohe Bedeutung zu. „Das ist keine Heimatstube, sondern ein Museum.“ Außerdem biete das Darß-Museum ein Alleinstellungsmerkmal für das Ostseebad. Und: Vom Darß-Museum gingen mit den von Museumsleiterin Antje Hückstädt formulierten Antragen zur Aufnahme des Handwerks der Darßer Türen oder des Tonnenabschlagens wichtige Initiativen aus. Die Planungen für die Museumserweiterung solle laut Lothar Jaeschke noch in diesem Jahr beendet werden, der Baubeginn erfolge dann im kommenden Jahr.

Als Lothar Jaeschke das Thema strandnahe Wege ansprach, kam postwendend die Frage zum Bau einer Dünenpromenade. Dreieinhalb Kilometer lang würde die werden, sagte der Prerower Kurdirektor. Auch müsse der Weg über die Dünen aus umwelt- und küstenschutzgründen aufgeständert werden. Aber erst frühestens zum Ende dieses Jahres werde es weitere Initiativen für den Bau einer Dünenpromenade geben. Grundsätzlich stuft Lothar Jaeschke das strandnahe Wegenetz als überarbeitungswürdig ein. Mit hinein in die Thematik gehören die bei Weitem nicht ausreichenden Abstellplätze für Fahrräder etwa am Hauptstrandzugang.

Rettungsturm wandert vor die Düne

In dem Bereich werde sich mit dem für Ende 2020 anvisierten Bau des Inselhafens in Verlängerung der Seebrücke einiges ändern. Der Haupt-Rettungsturm der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft sowie das Plateau werden in die Planungen für den „Übergabepunkt“ der neuen Seebrücke ans Land miteinbezogen, sagte Lothar Jaeschke. Plan ist es, den Rettungsturm weiter in Richtung Wasser zu platzieren, möglicherweise noch vor die erste Düne. Ähnliches gelte auch für andere Einrichtungen der DLRG. So solle ein Turm im Bereich des Bernsteinwegs neu gebaut werden, andere Wachposten weiter nach vorne an den Strand versetzt werden.

Schon in Angriff genommen wurde die Modernisierung der Freilichtbühne. Dort entsteht eine Überdachung, zusätzlich soll ein kleineres Funktionsgebäude entstehen. Im Sommer sollen die Arbeiten unterbrochen werden. Lothar Jaeschke rechnet mit Baukosten in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro, Fördermittel seien signalisiert worden.

Optimale Aussichten für Sanitäranlage an Seemannskirche

Auch in Sachen Sanitäranlagen will Lothar Jaeschke weiter Fahrt aufnehmen. So entstand jüngst eine neue Einrichtung am Sportstrand östlich der Hohen Düne. Weil es künftig einen „Ermessensspielraum“ in Sachen Waldabstand gebe, geht der Prerower Kurdirektor von einer Neuaufnahme der Planungen für eine Sanitäranlage an der Seemannskirche aus. „Das ist ein optimaler Ausblick.“

Die Ostertage hätten gezeigt „hallo, die Saison kommt“, so Lothar Jaeschke. Für die Saison sei Prerow mit einer Vielzahl von Veranstaltungen in den Bereichen Sport und Kultur gut aufgestellt. Highlights seien der Töpfermarkt am Darß-Museum oder das Ostseeschwimmen mit rund 140 Teilnehmern.

Timo Richter

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