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Ribnitz-Damgarten Prerower Rettungsschwimmer machten Erstklässler „wasserfest“
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Prerower Rettungsschwimmer machten Erstklässler „wasserfest“
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15:54 27.06.2019
Erstklässler der Evangelischen Schule Dettmannsdorf-Kölzow haben am Donnerstag ein Schwimmlager bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft in Prerow beendet. Quelle: Toma Unverzagt/DLRG
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Prerow

Erstklässler der Evangelischen Schule Dettmannsdorf-Kölzow haben erstmals das Schwimmen in der Ostsee geübt. Seit Montag sind 25 Mädchen und Jungen in Obhut der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Prerow, um Grundzüge des Schwimmens beherrschen zu lernen. Auch für die Schule war das eine Premiere. Bislang waren die Schulbeginner Ende des ersten Schuljahres in Schwimmbädern der Region, um das Schwimmen zu lernen.

„In der Ostsee zu schwimmen, sei etwas ganz anderes, als in Schwimmbädern oder Seen“, sagt Grundschullehrerin Maxi Ungar. Mit Unterstützung von Eltern wurde der Kontakt zu den Wasserrettern hergestellt, die eigens für die Grundschüler einen Lehrgang durchführten. Das Projekt kam so gut an, dass die Schule im nächsten Jahr wiederkommen will, dann mit noch mehr Kindern auch weiterer Jahrgangsstufen.

Debüt für Rettungsschwimmer

Mit Schwimm-Nudeln machten sich die Erstklässler mit dem Wasser vertraut. Quelle: Toma Unverzagt/DLRG

Auch für die Rettungsschwimmer war das Projekt ein „Erstling“. Bislang haben die Wasserwächter in Prerow zwar regelmäßig Schwimmkurse angeboten, aber nun war es das erste Mal, dass sie eine feste Gruppe unter ihren Fittichen hatten. Schwimmausbilderin Yvonne Steinert hat die Kinder am ersten Tag erst einmal spielerisch mit Schwimm-Nudeln an das Ostseewasser gewöhnt. Manche der Kinder hätten sich da noch ziemlich ängstlich gezeigt, wie Yvonne Steinert sagt. Das Schwimmen in der Ostsee sei nicht zu vergleichen mit dem in einem Schwimmbad. Wind, Wellen und vor allem Wassertemperaturen spielten eine entscheidende Rolle.

Also ging es spielerisch zur Sache, die in Gruppen eingeteilten Kinder liefen in die Ostsee und schwammen dann zurück – den Strand immer vor Augen, die Wellen von hinten. Trotzdem sei das für manche Kinder schon eine große Herausforderung gewesen, sagt Yvonne Steinert, die in einer Berliner Grundschule unterrichtet. Am gestrigen Donnerstag gab es dann den Lohn für die Mühen, etliche der Erstklässler konnten das Seepferdchen-Abzeichen entgegennehmen.

Hohes Interesse an Schwimmausbildung

Nach dem Tod einer Zehnjährigen Nichtschwimmerin im Freibad „Südsee“ in Tessin Anfang des Monats war die Diskussion um Schwimmunterricht neu entbrannt. Einer von der DLRG in Auftrag gegebene Studie zufolge sollen 59 Prozent der Kinder nicht schwimmen können. Bisheriges Ziel ist es, dass Kinder spätestens zum Abschluss der dritten Klasse einen Nachweis zur Schwimmfähigkeit ablegen sollen. Yvonne Steinert sieht statistisch nachgewiesen, dass immer weniger Kinder schwimmen können und ergänzt: Die Kinder schwimmen immer schlechter.

Aber: Das Interesse an der Schwimmfähigkeit hier „ist sehr hoch“, so die Beobachtung der Ausbilderin. Ähnliches habe sie im vergangenen Jahr während ihres Einsatzes auf der Insel Usedom festgestellt. Mit zunehmender Entfernung von der Ostsee sinke auch das Interesse an einer Schwimmausbildung. Gerade im ländlichen Raum seien Wege zu Schwimmbädern oftmals weit. Umso begeisterter zeigt sich Yvonne Steinert vom Einsatz der Eltern, für den Kompaktkurs bei der DLRG in Prerow. Das sei zwar für die derzeit gut zehnköpfige Wachmannschaft mit einem gewissen logistischen Aufwand verbunden, der aber für die Sache gerne gemeistert werde. Außerdem handele es sich um eine sinnhafte Beschäftigung.

Die Schwimmausbilderin betont aber auch, dass das Seepferdchen-Abzeichen nicht dokumentiert, dass das Kind ein sicherer Schwimmer sei. Auch nach bestandener Prüfung müssten Eltern mit ihren Kindern regelmäßig weiterüben.

Timo Richter

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