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Ribnitz-Damgarten Raumordnungsverfahren für Millionenprojekt ist ausgesetzt
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Raumordnungsverfahren für Millionenprojekt ist ausgesetzt
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07:27 27.05.2015
Der „Landschaftspark am Bodden“ auf der Halbinsel Pütnitz - so könnte er einmal aussehen.
Der „Landschaftspark am Bodden“ auf der Halbinsel Pütnitz - so könnte er einmal aussehen.
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Ribnitz-Damgarten

Das Raumordnungsverfahren für das touristische Großprojekt „Landschaftspark am Bodden“ auf Pütnitz (Vorpommern-Rügen) ist bis Ende Januar 2016 ausgesetzt worden. Das teilt das Verkehrsministerium mit.

Der Grund: Die Auswertung der Stellungnahmen hat ergeben, dass weitere Arbeiten an dem Großprojekt erforderlich sind. Insbesondere gilt das für naturschutzfachliche Belange, Gewässerschutz sowie die Kapazität von 3500 Betten und den daraus resultierenden Verkehrsbewegungen.

Zur Erinnerung: Im Rahmen des im Oktober 2014 gestarteten Verfahrens muss die grundsätzliche Frage geklärt werden, ob das 243-Millionen-Euro-Vorhaben auf Pütnitz generell machbar ist. Naturschutz, Denkmalpflege, Altlasten, Verkehr, Ver- und Entsorgung sind nur einige Themen, die da eine Rolle spielen. Nach Klärung dieser Fragen werde das Verfahren wieder aufgenommen, heißt es seitens des Ministeriums.

Aber was bedeutet das nun für die Stadt? Klar ist, es handelt sich nicht um eine Ablehnung des Großprojektes. Die Stadt Ribnitz-Damgarten als Vorhabenträger hatte bislang gehofft, das Verfahren im April/Mai abschließen zu können. Sie muss stattdessen nun offene Fragen beantworten und Unklarheiten beseitigen.

„Wir arbeiten jetzt sehr intensiv daran. Die Stadt braucht Gewissheit, ob es weiter lohnt, an dem Traum dranzubleiben“, macht Bauamtsleiter Heiko Körner auf OZ-Anfrage deutlich. Er betonte auch, dass er den Zeitrahmen bis Ende Januar 2016 nicht ausreizen wolle: „Wir wollen gerne eher zu einem Ergebnis kommen.“

Unterhalten müsse man sich unter anderem über das Thema Bettenkapazität. Ins Raumordnungsverfahren ist die Stadt mit 3500 Betten gegangen. Kritiker sagen nun, dass das zu viele seien und brachten die Zahl 1500 ins Spiel. „Wir sind ja nicht einfach so mit 3500 Betten in das Verfahren gegangen. Die Zahl ist belegt mit Wirtschaftlichkeit und dem Ressortcharakter“, erklärt Körner. Man wolle sich erst einmal erkundigen, was es mit den genannten 1500 Betten genau auf sich habe. Über eventuelle andere Zahlen müsse man dann reden.



Oz