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Ribnitz-Damgarten Reiter wünschen Wegenetz auf dem Darß
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Reiter wünschen Wegenetz auf dem Darß
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12:43 28.02.2019
Auf in einem Abschnitt am Weststrand soll künftig geritten werden dürfen, hoffen die zwölf Unterzeichner eines Antrags an die Nationalparkverwaltung. Quelle: Frank Hafemann
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Born

Reiter und Touristiker geben dem Thema Reitwegausbau auf dem Darß die Sporen. Die Bürgermeister der drei Darßgemeinden Born, Prerow und Wieck, die Kurdirektoren und Betriebsleiter sowie Vertreter von Unternehmen und Vereinen haben einen Aufruf an das Nationalparkamt gerichtet, Reitern mehr Wege auf dem Darß zu öffnen.

Auslöser war seinerzeit das Ende eines Reitweges etliche Meter vor dem Weststrand (die OZ berichtete). Das Verbotsschild am Müllerweg ist inzwischen verschwunden, geritten werden darf am Strand deswegen aber noch lange nicht, wie Yves Scharmberg beklagt. Nach Gesprächen in der Nationalparkverwaltung vor einem Jahr sei über die Ausweitung von offiziellen Reitwegen nichts entschieden worden, darum die nun geballte Initiative auf dem Darß.

Reitsport außerhalb der Saison

Wenigstens außerhalb der Saison, nämlich von Anfang Oktober bis Anfang Mai soll den Initiatoren zufolge ein 250 bis 350 Meter langer Abschnitt des Weststrandes auch für Reiter freigegeben werden. Zusätzlich gewünscht wird für den Zeitraum auch eine Freigabe der Kutschwege im Darßwald. Zudem sollen wenigstens außerhalb der Hauptsaison zusätzliche Wege im Nationalparkwald beritten werden dürfen, so die Hoffnung der zwölf Unterzeichner des Antrags.

So sei eine zeitgemäße Vernetzung von Reitwegen möglich, sagt der Betriebsleiter des Borner Kurbetriebs, Yves Scharmberg. Der hatte vor einem Jahr die Angelegenheit ins Rollen gebracht, war Born doch Start- und Zielortes des ersten Distanzrittes auf dem Darß. Damals waren 25 Reitsportbegeisterte am Start. Ende kommenden Monats ist es wieder soweit. Zur zweiten Auflage des Distanzrittes werden nun schon 60 Teilnehmer – von den Organisatoren selbst gesetzte Obergrenze – erwartet. Insgesamt werden die Reiter am letzten März-Wochenende auf sechs unterschiedlich lange Strecken geschickt, darunter ein Kinderritt quer durch Born.

Förderung sanften Tourismus’

Die Unterzeichner sehen ihre Initiative nicht allein als Förderung eines sanften Tourismus, sondern auch als Schutz vor dem unerwünschten Reiten auf dafür nicht freigegebenen Wegen. Zum Vorteil der Natur ließen sich einseitige Belastungen und umständliche Umwege für die Reiter vermeiden. Gleichzeitig wollen sich die Kurbetriebe mit dem Reittourismus an der Umweltbildung beteiligen, wie Yves Scharmberg sagt.

Der sieht dem erhofften Reitwegenetz optimistisch entgegen. Vorrangig erhofft wird die Freigabe neuer Wege außerhalb der Saison. Dadurch schrumpfe das mögliche Konfliktpotenzial – vor allem auf den Kutschwegen von Prerow zum Natureum Darßer Ort. Obwohl das Naturerleben vom Rücken eines Pferdes aus ein ganz besonderes sei, heißt es in dem Antrag, erlebten die Reitsportler auf dem Darß besonders viele Einschränkungen.

Ernsthafte Prüfung

Im Nationalparkamt werde der Antrag „sehr ernsthaft geprüft“, sagt Amtsleiter Gernot Haffner. In einem gemeinsamen Prozess mit allen Beteiligten werde geguckt, „was sinnvoll und vertretbar ist“. So müssten Reitwege durchgehend nutzbar sein, auch über Grenzen unterschiedlicher Grundstückseigner hinweg. Wichtig sei zudem eine Anbindung des Reitwegenetzes an die Startorte der Pferdesportler. Eine Prüfung des Antrages habe bereits begonnen, mit einer Positionierung der Nationalparkverwaltung ist im kommenden Monat zu rechnen.

Eine Initiative für die Bildung eines Reitwegenetzes gibt es auch in Dierhagen. Der Verein Pferde am Meer Dierhagen versteht sich als Lobby für die Reitsportler. Beklagt wird, dass es kein Rundreitweg besteht. In Dierhagen-Neuhaus kann außerhalb der Saison ein Abschnitt des Strandes beritten werden.

Timo Richter

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